Ich habe es im Übrigen extrem satt, ständig über die Befindlichkeiten der Ostdeutschen zu diskutieren. Seit mind. 10 Jahren diskutieren wir ununterbrochen über das Jammern, das vermeintliche Leid und die Befindlichkeiten der Ostdeutschen. Während in NRW die Infrastruktur zerfällt, in einem Bundesland was die doppelte Wirtschaftsleistung aller Ost-Länder zusammen hat, sind die Zentren in Ost-Deutschland inzwischen durch westdeutsche Billionen ein wahres Schlaraffenland. Während in Bayern mehr Menschen als in allen 5 Ost-Bundesländern leben, muss man sich permanent das Geklage von wohlstandsverwahrlosten, unselbständigen Demokratieanalphabeten reinziehen und jeder soll Verständnis haben, weil irgendwann mal etwas Ungerechtes geschah. Wenn man NRW mit der Stahlindustrie oder an der Küste mit den Werften die gleiche Nummer abgezogen hätte, dass Land wäre wohl längst kaputt. Für einen großen Teil der rudimentär gebildeten Ossis ist der Schuldige immer der Andere - mal war es vor allem der Wessi, nun ist es der Migrant und wenn der weg ist, ist es wieder der Arbeitslose, der Behinderte, die bösen Frauen - aber eben niemals das eigene Versagen, seinen Weg zu gestalten.
Erst heute wieder so einen irrwitzigen Artikel gelesen. Man meinte mal wieder, dass Westdeutsche doch dominant in der Meinungskultur seien. Erstens ist das logisch, wenn eine große Mehrheit der Menschen im Westen leben und zweitens ist es nicht korrekt. Wir quatschen nicht über die Sorgen und Nöte der Niedersachsen, der Saarländer oder der Pfälzer - aber ununterbrochen seit Jahren über die der Ostdeutschen. Es nervt einfach nur noch.