Die Politiker verlieren ihre Glaubwürdigkeit

Die politischen Ereignisse in den letzten Wochen sind nicht dazu angetan, das ohnehin ramponierte Image der Politik zu verbessern. Im Gegenteil: Die Politiker verlieren dadurch weiter an Glaubwürdigkeit.

Da ist einmal der Disput um die rot-blaue Koalition im Burgenland, die die SPÖ schwer erschüttert. Die Jugend wendet sich enttäuscht von ihr ab. Die Arbeiter laufen zur FPÖ über. Was der SPÖ a la Longe bleibt, sind die Pensionisten.

Ich darf daran erinnern, dass sich die SPÖ vor nicht allzu langer Zeit, nämlich bei ihrem Parteitag im November 2014, dezidiert gegen ein Zusammengehen mit der FPÖ ausgesprochen hat. Ein knappes halbes Jahr später folgt nun der Tabubruch. Was sollen die Wähler davon halten?

Der steirische SPÖ-Landeshauptmann Franz Voves hat lange gebraucht, um sein Versprechen einzuhalten, nämlich bei einem Wahlergebnis unter 30 Prozent, zurückzutreten.

Die Glaubwürdigkeit der Politiker ist aber nicht nur bei der SPÖ angeschlagen. Das gilt auch für die ÖVP. Die hat zwei Abgeordnete des Team Stronachs, Georg Vetter und Marcus Franz, mit offenen Armen in ihre Parlamentsriege aufgenommen. Die beiden stehen aber genau für das Gegenteil des neuen VP-Parteiprogramms.

Es ist auch eine Beleidigung für alle anderen VP-Abgeordneten, wenn VP-Klubobmann Lopatka sagt, dass die beiden neu gewonnenen Mandatare des Team Stronachs ein Gewinn für den VP-Parlamentsklub sind. Und dazu kommt noch der nicht zu leugnende negative Aspekt, dass das Team Stronach eine gekaufte Söldnertruppe war und ist.

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Andreas Dolezal

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Silvia Jelincic

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fischundfleisch

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