Hypo: Was Josef Pröll und Maria Fekter diese Woche gemacht haben.

Die Griss-Kommission erklärte, für „Notverstaatlichung“ der Hypo Alpe Adria unter Finanzminister Josef Pröll sei nicht einmal  ein Strategiepapier geschrieben worden, und unter Finanzministerin Fekter sei eine Lösung „aus sachfremden“ Gründen so lange verschoben worden, bis der Schaden maximal war. Genauer: „Die verantwortlichen Entscheidungsträger des Bundes haben (...)  Entscheidungen getroffen, ohne über eine ausreichende Informationsgrundlage zu verfügen und ohne das erforderliche Fachwissen zu haben.“

Und wie erklären die Ex-Finanzminister das der Öffentlichkeit?

Josef Pröll wurde vor wenigen Tagen stellvertretender Aufsichtsratschef bei Siemens. Im Hauptjob ist er Generaldirektor bei der Raiffeisen-nahen Leipnik-Lundenburger Invest (LLI). Seinen letzten Satz zur Hypo äußerte er im Februar 2014. Er lautete: „Ich habe dazu nichts mehr zu sagen.“

Maria Fekter forderte dieser Tage als Kultursprecherin der ÖVP ein, dass die Kunstförderung in die (von ihr geschaffene) Transparenzdatenbank einfließt (es könnte ja Geld der Steuerzahler verloren gehen!). Außerdem lobte sie per Aussendung den „solidarischen Beitrag der Unternehmer für die Kunstschaffenden.“ Am Dienstag Abend – nach der Veröffentlichung des Berichtes der Griss-Kommiussion - vergab sie im Museumsquartier den Literaturpreis „Ohrenschmaus“. Der Siegertext hat den Titel „Muss man permanent der sein, der man ist?“ Für Fragen zur Hypo steht sie nicht zur Verfügung.

Die Kosten aus dem Hypo-Desaster für den Steuerzahler: Bisher über acht, insgesamt wohl an die 17 Milliarden Euro.

Keine Pointe.

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