Arbeitslosigkeit steigt in Österreich, sank dagegen massiv in Deutschland

o Der Deutsche Arbeitsmarkt ist nicht zu bremsen. Im vergangenen Oktober gab es weniger als 2,7 Millionen Deutsche ohne Job und ist im Vergleich zu Vorjahren immer weniger geworden. Sie befindet sich auf dem tiefsten Stand seit 1991. Gleichzeitig beklagen sich immer mehr Betriebe, weil sie keine geeigneten Mitarbeiter finden. Die niedrige Quote wird aber nicht mehr ewig anhalten, schätzen Experten infolge der digitalen Transformation. Es lohne sich daher, sich rechtzeitig über seine Zukunftschancen genauer zu informieren (ex Handelsblatt).

o Der Österreichischer Arbeitsmarkt, da blicke ich noch nicht ganz durch. Das Jahr 2016 hat jedenfalls einen schlechten Start hingelegt. Laut Statistik Austria für das erste Quartal 2016 ist „die Arbeitslosigkeit recht deutlich angestiegen, mehr Männer arbeiten Teilzeit und ältere Frauen in Berufen beeinflussen die höhere Erwerbsbeteiligung maßgeblich“. 4,1 Mio. Menschen sind in Österreich Anfang des Jahres erwerbstätig, die größten Zuwächse wurden im Bereich „Erziehung und Unterricht“, im „Gesundheits- und Sozialwesen“ und „Herstellung von Waren“ festgestellt. 275.400 Menschen waren im 1. Quartal 2016 arbeitslos (internationale Definition), knapp über 6%. Den arbeitslosen Personen standen 73.200 offene Stellen gegenüber. Arbeitslosigkeits-Anstieg vor allem bei Jugendlichen (rd. 12%). Insgesamt trifft der Anstieg der Arbeitslosigkeit besonders Jugendliche und ältere Personen ab 45 Jahren mit österr. Staatsangehörigkeit und Personen ohne höheren Bildungsabschluss.

Der STANDARD berichtet wiederum von über 8% Arbeitslosen:

319.969 Menschen auf Jobsuche, gleichzeitig ist aber die Anzahl der Schulungsteilnehmer um 8,2 Prozent auf 66.803 gestiegen – insgesamt waren also 386.772 Menschen ohne Arbeit, 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.

ORF:

Arbeitslosigkeit steigt weiter. Die Arbeitslosigkeit ist im April 2016 erneut gestiegen: Im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1% gestiegen. 424.697 Menschen sind derzeit offiziell ohne Arbeitsplatz

Ich bin mir nicht im klaren, wieviel Arbeitslose wir jetzt inkl. Schulungsteilnehmer, die ja auch arbeitslos sind, wirklich haben. Ich nehme an, die ORF-Ziffer wird mit rd. 425.000 stimmen.

Wenn ich das einwohnermäßig in Proportion 1:10 zu Deutschland stelle, sieht das für Österreich äußerst schlecht aus, nämlich:

D 270.000: Ö 425.000, nach diesem hypothetischen Vergleich wäre dann die Arbeitslosigkeit in Österreich um 57% höher, als in Deustchland.

Wie man's statistisch dreht und wendet, es besteht jedenfalls akuter Handlundbedarf in Österreich, ich hoffe, das weiß der Innenminister.

2
Ich mag doch keine Fische vergeben
Meine Bewertung zurückziehen
Du hast None Fische vergeben
4 von 6 Fischen

bewertete diesen Eintrag

fischundfleisch

fischundfleisch bewertete diesen Eintrag 01.07.2016 22:54:02

Margaretha G

Margaretha G bewertete diesen Eintrag 01.07.2016 14:38:45

7 Kommentare

Mehr von EBgraz