"Trip to LONDON" - Tipps zu meiner Lieblingsstadt

London berauscht mich immer wieder mit seinem multikulturellen Flair, ein Erbe des viktorianischen Zeitalters des 18.Jahrhunderts. Die damalige Queen Victoria war u. a. auch Königin von Indien und machte LONDON, eine Stadt der Gegensätze, zum Mittelpunkt der damaligen Welt des "British Empire". Es beherrschte mit vielen Kolonien die halbe Welt, der Commonwealth-Verbund besteht heute noch aus 53 jedoch souveräne Mitgliedsstaaten, wie Australien, Indien, Canada, Ceylon, Pakistan, viel ehemalige Kolonien, etc... Der "Commonwealth of Nations" wurde eine multiethnische und multikulturelle Organisation und seit den Beitritten Mosambiks und Ruandas sind sogar Länder vertreten, die nie zum British Empire gehörten, sondern portugiesische bzw. belgische Kolonie waren. Damit ist auch London bis heute ein Schmelztiegel vieler orientalischer Völker geworden.

"Alte Börse" neben der "Bank of England", einstens primär eine Commodity Exchange heute mit nettem Cafe im Court. Der Parketthandel der neuen analogen Börse wurde ja infolge des sog. "Big Bang" (Umstellung auf vollautomatisierten Computerhandel ohne Börsenparketthandel) bereits im Jahr 1986 wegrationalisiert. Heute werden an der Londoner Börse täglich 6 bis 7 Mrd. € gehandelt.

GB hat eine gewachsene Demokratie im Gegensatz zu Deutschland oder Österreich, für deren Populismus- und Faschismusanfälligkeit ich meine Hand nicht ins Feuer legen würde.

Erste Meilensteine am Weg zur Demokratie und weltweites Symbol für Freiheit war die über 800-jährige "Magna Carta" 1215 in der British Library aufliegend:

"Kein freier Mann soll festgenommen oder eingekerkert werden, seiner Rechtsansprüche oder seines Eigentums entledigt, entrechtet, verbannt oder in sonst irgendeiner Weise um seinen Stand gebracht werden; wir werden gegen keinen Gewalt anwenden oder andere damit beauftragen, ausser wenn ein rechtskräftiges Urteil von seinesgleichen oder das Recht des Landes dies verlangen. Niemandem werden wir Recht und Gerechtigkeit verkaufen, verweigern oder nur vorübergehend vorenthalten".

Nächster Meilenstein im 14.Jh. die Installation des 2-Kammern-Parlamentes (House of Lords/"adeliges Oberhaus" und House of Commons/"Unterhaus";), wobei heute die Musik der engl. Demokratie im Unterhaus spielt.

Anfang des 19.Jh. hatte London weniger als 1 Mio. Einwohner, heute sind es über 8 Mio., davon ein Drittel Migranten, ein Schmelztiegel mit über 300 Sprachen.

Faszinierend auch die Architektur mit vorbildlich gelungener Transformation ehemaliger, herabgekommener Dockanlagen und ausgedienter Industrieanlagen ("englische Krankheit";) an der Themse in modernste Büro-und Wohngebäude und touristische Infrastruktur seit den 70er-Jahren (Beispiel Southbank oder Docklands).

Aus einem stillgelegten Kraftwerk wurde die "Tate-Modern" nunmehr mit neuem dekonstruktivistischem Zubau und phantastischer Aussichtsplattform errichtet. Verlage (TIMES/Murdoch, vormals Fleetstreet) und Banken zogen in die ehemaligen Docklands mit modernster, neuer Architektur - eine Spielwiese für Investoren aus aller Welt.

Die heruntergekommenen, berüchtigten Vierteln am Beispiel "Kings-Cross"/St.Pancras Station wurden gentrifiziert, auch "Spitalfields" und "Brick Lane" in Shoreditch/Eastend sind am besten Weg dazu. Modernste Büro- und Wohngebäude mit hippen Lokalen sind gerade im Entstehen.

London ist eine Stadt der Mode, ein Shopping Eldorado. Es ist ein führender, internationaler Finanzplatz mit Know-How, das es in diesem Ausmaß auf den meisten anderen Finanzplätzen kaum gibt, auch nicht in Frankfurt.

Ich glaube daher auch nicht an die von den Medien hochgespielte BREXIT-Katastrophe, auch wenn die Immobilien dzt. um 3% bis 6% eingebrochen sind. Ab 2018 rechnet man wieder mit einem Ende dieser längst notwendig gewordenen Korrekturphase.

London ist auch eine Stadt des Designs, der Startups und der Innenarchitektur. London lebt, wird nie langweilig. Sieht man von der englischen Küche ab, wird man von thailändischen, indischen, karibischen, chinesischen, italienischen Kochkünsten und vielen mehr mit einem breiten lukullischen Spektrum verwöhnt, auf Märkten noch dazu mit akzeptablen Preisen, dort kann man billig viele exotische Speisen ausprobieren.

Da sich ein Großteil meiner Fotos wegen MB-Beschränkungen nicht hochladen lässt, kann ich als Ersatz nur auf Google-Images verweisen:

https://www.google.com/search?site=&tbm=isch&source=hp&biw=899&bih=658&q=London&oq=London&gs_l=img.3..0l10.4210.5578.0.6541.6.4.0.2.2.0.158.587.0j4.4.0....0...1ac.1.64.img..0.6.591.KzVQZLAKRwo

a) LONDON Sightseeing:

Einen Spaziergang durch London beginne ich idR. mit der "Tube" (U-Bahn) zur "Westminster-Station" (Houses of Parliament, Big Ben, Westminster Abbey - Krönungskirche, etc..), überquere die Westminster Bridge Richtung Southbank (= Südufer), von wo sich die Silhouette Londons erstmal zeigt. Weiters vorbei am London Eye (=Riesenrad) , der Tate- Modern Gallery - ein ehemaliges Kraftwerk mit kürzlich eröffnetem, dekonstruktivem Zubau.

TIPP: Den schönsten Rundblick auf Londons Silhouette zum Nulltarif hat man im 10.Stock des neuen "Tate-Zubaues"! Die Fußgänger-Milleniumsbridge über die Themse von Architekt Foster führt zur St.Pauls Cathedral (Sir Christopher Wren Building) und in die sog. "City of London" mit Financial District.

Bleibt man jedoch am Ufer der South Bank, kommt man am Shakespeare's Globe-Theatre, dem bunten Borough Market (Imbisse) hinter dem "Financial-Times" Gebäude, der Cityhall (Architekt Foster; der Stiegenaufgang innen erinnert an den Berliner Reichstag, ebenfalls von Foster) und weiteren "Riverside Projekten" vorbei.

Die neoliberale Financial Times (FT) wurde von der Pearson-Verlagsgruppe 2015 an die japanische Mediengruppe NIKKEI gegen den Widerstand der Belegschaft um 1,2 Mrd. EURO verkauft und ist somit eine japanische Zeitung geworden. Im Rahmen einer Umfrage in 50 Staaten der Erde wurde sie vor einigen Jahren zur „besten Zeitung der Welt“ gekürt. Die von Gruner&Jahr/Bertelsmann übernommene FTD (Financial Times Deutschland) musste wegen hoher Verlusten (nachhaltig 40 Mio.) 2015 eingestellt werden.

Der österreichische STANDARD hat in seiner Printausgabe das Markenzeichen der FT, die Lachsfarbe immitiert, das war's aber auch schon. Die Wirtschaftsberichterstattung des STANDARD lässt in meinen Augen sehr zu wünschen übrig, da muss man zumindest auf das deutsche HANDELSBLATT ausweichen.

https://www.fischundfleisch.com/ebgraz/financial-times-verbuendete-des-casinokapitalismus-kritisiert-schaeuble-19179?utm_source=notifications&utm_medium=email&utm_campaign=notifications#comment-129462

„Germany should keep ist hands off the ECB. Schäuble’s campaign is wrong in principle and unwise in practice“ …..so begann ein wuchtiger Leitartikel in der inzwischen den Japanern gehörige britische „Financial Times“, die Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble scharf angriff, Schäuble mische sich unzulässige und unklug in die Autonomie der Europäischen Zentralbank ein.

Schäuble kritisierte jedoch mit Recht die Politik des billigen Geldes ("Quantitative Easing").

„In recent years, misguidedly, the German finance ministry has already criticised th ECB’s „outright monetary transactions“ facility to stabalise the eurozone sovereign debt markets, and ist programm of bying financial assets outright thtough „quantitative easing“ (=Geldpresse).

Wie wir jedoch erkennen können, hat die expansive Geldpolitik Draghis bisher zu nichts geführt, außer dass die Sparer infolge seiner Nullzins/Negativzinspolitik sukzessive enteignet werden.

In der internationalen Ausgabe des Handelsblattes schlägt dessen Chefredakteur zurück . Der Amerikaner Kevin O´Brien verteidigt Schäubles Mahnungen und wirft den britischen Journalisten Parteinahme zugunsten des Finanzdistrikts vor. Denn eines ist sicher: In der Londoner City wohnen nicht die großen Sparer, sondern die auf großen Fuß lebenden Prasser, die "Big Spender". Das billige Geld, das Schäuble fürchtet, ist ihr Lebenselixier. Damit können sie ihrem Casinokapitalismus frönen, der die Märkte immer wieder in Unruhe versetzt.

Die nur wegen ihrer Höhe, jedoch in meinen Augen architektonisch wenig faszinierende " Shard" ("Glasscherbe" mit 310m Höhe) kann mit Aussichtsplattform nur gegen 25 GBP besucht werden. Man kommt jedoch mit dem Rundblick im 10. Stock des Tate-Gallery Zubaues voll auf seine Rechnung.

Der Themse-Path mit hippen Lokalen lässt einen permanent die Skyline Londons genießen. Weiter gehts über die Tower-Bridge zum Tower und Themse Nordufer.

"Cityhall" von Architekt Foster

Für einen eigenen Tagesausflug könnte man eventuell auch Greenwich und die Docklands einplanen mit unterirdischem Fußgängertunnel durch die Themse.

Das Finanzzentrum der "City of London" (Financial-District), Fleet Street, Threadneedle Street, Bank of England, die "alte Börse" vis a vis der "Bank of England", einstens primär eine Commodity Exchange heute mit nettem Cafe im Court. Der Parketthandel der neuen analogen Börse wurde ja infolge des sog. "Big Bang" (Umstellung auf vollautomatisierten Computerhandel ohne Börsenparketthandel) bereits im Jahr 1986 wegrationalisiert. Heute werden täglich 6 bis 7 Mrd. € gehandelt. 2016 sind wiederum Fusionsgerüchte mit der Frankfurter Börse aufgetaucht. Von der alten "Royal Exchange" wird berichet, dass die Aktienbroker seinerzeit wegen ihres ungestümen Benehmens hinausgeworfen wurden und in einem nahegelegenen Pub weiterhandelten.

Sehenswert der "Leadenhall Market" und die "Gherkin" (Architekt Foster) mit dem LOYDS-Building und weiteren Skylineprojekten daneben.

Die Gherkin (2004 - Stahlkonstruktion österr. FA Waagner Biro) erlebte schon den zweiten Eigentümerwechsel, die SwissRe (Rückversicherung) verkaufte an einen deutschen Immokonzern, der kam ins Trudeln und wurde unter Zwangsverwaltung gestellt. Dieser verkaufte 2014 um 925 Mio. an einen brasilianischen Milliardär. Eingemietet sind 20 Hauptmieter, die Gherkin wurde zum neuen Londoner Wahrzeichen.

Die pulsierenden Hotspots im Zentrum sind Trafalgar Square mit National Gallery, Piccadilly - Circus, West End-Theatre District (Shaftesbury Avenue), Covent-Garden, Soho mit Chinatown. Shopping in der Oxford-,Charing Cross und Regent Street (die Buchhandlungen "Foyles" u."Waterstones" wurden beide lieblos modernisiert, daher sollte man Waterstones beim Piccadilly-Circus bevorzugen, dort fühlt man sich wohl).

Zur Besichtigungstour gehören natürlich vorrangig auch der Buckingham-Palace mit St.James Park und Hyde Park (Speakers Corner bei Marble Arch), Royal Albert Hall ("BBC-Proms-Konzerte" mit wenigen Pfund Stehplatzgallerie - man sitzt oder liegt dort oben gemütlich am Boden und kann sich auch einen Polster sowie Jause mitnehmen - sollte man sich nicht entgehen lassen).

Unbedingt muss das "British Museum" wegen seiner Innenarchitektur und einzigartigen ägyptischen und asiatischen Kunstschätze besichtigt werden, daneben gibt es unzählige weitere Museen. Im berühmten Reading Room mit Glaskuppel waren Karl Marx, Engels, Lenin, Charles Dickens, Shaw, Woolf, etc...Stammgäste.

Für Shoppingfreunde bieten sich die Nobelkaufhäuser Harrods (Knightsbridge), Liberty (Bond Street), Selfridges (Oxford Street), Fortnum & Mason (Piccadilly)und vieles mehr an. Daneben die Billigläden, wie Marks & Spencer oder Primark mit Dumpingpreisen und 20m Schlangen an den Primark-Kassen (Preise zwischen 2 und 15 GBP, natürlich ohne "fair trade";).

b) LONDON Liebhaber-Tipps:

Seit Jahren buche ich immer das preisgünstige "Royal Hydepark Hotel" mit 10% Stammkundenrabatt in Queensway:

"Ref.: Booking, 2 persons, double room,from 15. August to 25. August 2016

Tel: 020 7221 1842/ www.mstay.co.uk/ Royal Hyde Park Hotel/106-110 Queensway, London, W2 3RR,

royalhydeparkhotel@mstay.co.uk

Dear Hotel-Team,

we would like to book a double room at your hotel from 15.8. - 25.8.2016 (10 nights) at the price you quoted on the phone this morning: GBP 783.--(=920 € :2 = 46 € pro Person)

Please send us a confirmation so we can book the flight. A copy of my VISA-Card is enclosed.

We look forward to your reply. Best regards...."

Eine multikulturelle Straße mit zwei U-Bahn-Stationen: "Bayswater" (Circle-u.District Line) und "Queensway" (Central-Line) und über hundert Multikulti-Restaurants und Geschäften - einem kleinen multikulturellen Dorf gleichend, die Männer und auch schon Frauen rauchen Wasserpfeifen und es gibt exotische Restaurants. Wer konservativ essen möchte, die "Bella Italia"-Restaurants haben beständige Qualität mit relativ akzeptablen Preisen. Von Queensway aus spaziert man an der Nobelgegend Notting Hill (Julia Roberts/Grant Film!) vorbei zum "Portobello-Market" (halbe Stunde) oder in den Kensington Park. Der Notting Hill-Karneval findet Ende August statt, ein wildes Ereignis, weshalb davor viele ihre Häuser mit Bretterwänden zum Schutz verschlagen.

o Über den Norden Londons zieht sich der Regents Canal mit "Little Venice" (Start beim Paddington-Bahnhof/ Züge nach Oxford u. Cornwall), Spaziergang bis zum Regents Park mit unzähligen blumengeschmückten Hausbooten, worauf Leute wohnen und sich damit die Gundsteuer ersparen. Hinter dem Regents Park gehts auf den wenig aufregenden "Primrose-Hill" , jedoch mit schönem Blick auf London.

Für dieses Bild bin ich von der Aufpasserin im British Museum zurechtgewiesen worden, Kindergruppen fotografieren verpönt:

Beim London-Marathon verkleiden sich die Läufer lustig:

o Empfehlenswerte Tagesausflüge von der Paddington-Station nach Oxford oder von der Liverpool-Station nach Cambridge bieten sich an in die Welt der architektonisch wunderschönen Colleges mit prachtvollen Innenhöfen (Fahrtzeit etwa eine Stunde). Eine Punting-Partie auf der Cam wäre dazu ein nettes Erlebnis.

o Beim Regents Park befinden sich auch "Madame Tussaud", die "London School of Economics" (LSE) und im Regents Park der wunderschöne Queen Mary's Rosegarden (sehenswert!)mit bis zu 150 Jahre alten Rosen und vieles mehr (Baker Street oder Great Portland Street U-Bahn-Station).

o Gentrifizierungsprojekt Kings-Cross (St Pancras-Bahnhof mit Eurostar), Bootsfahrt über Schleusen oder Spaziergang beginnend beim GUARDIAN-Verlagshaus über Broadway-Künstlerstraße bis zum Camden-Lock Market, ein Eldorado für die Jugend, einer der größten Märkte Londons.

Übrigens verdrängen in London schon die Superreichen die Reichen am Immobilienmarkt:

https://www.theguardian.com/uk-news/2016/aug/31/londons-elite-pushed-out-of-exclusive-postcodes-by-super-rich

"St.Pancras Station" (Kings Cross Ubahnstation) ist ein Backsteinbau mit wunderbarer Stahlkonstruktion (von hier geht der Eurostar nach Paris). Alte Industriehallen und Pferdeställe wurden in moderne Wohn- und Bürobauten transformiert mit tollen Cafes und Restaurants. Die ursprünglich auch dort beheimateten Gasometer wurden architektonisch angedeutet durch runde vorgebaute Stahlkonstruktionen an den neuen Wohnanlagen. "Vintage-Style" und "Urban Gardening" sogar auf Baustellen sind stark im Trend.

o Wir spazierten zum "GUARDIAN-Redaktionshaus" (Kings Place) mit nettem Cafe im Guardian-Foyer und Rotunda (Wasserterrasse) mit Blick auf die Hausboote des Regentkanals. Die Aufschrift "GUARDIAN" - offensichtlich aus Sicherheitsgründen - findet man nirgendst im und am Gebäude. Eine linksliberale int. Zeitung, jedoch mit jährlich 40 Mio. operativem Verlust (2015 waren es buchhalterisch sogar 100 Mio. unterstützt von der Trust-Stiftung).

e.

Diesmal gings nicht mit Boot, sondern zu Fuß bis zum Camden-Market mit den vielen Hausbooten (bunt mit Blumentöpfen geschmückt) entlang des Weges. Interessant zu beobachten, wenn die Hausboote die Schleusen passieren, wie sie sich rasch heben und senken.

e.

o Nach einstündiger Wanderung am "Camden-Lock Market" (Vintage-Style überwiegt) angekommen, ein Eldorado für Jugendliche und er vergrößert sich von Jahr zu Jahr. Er ist ein Vielfaches größer, als der "Portobello-Market" in Notting Hill. Die U-Bahnstation heißt "Camden-Town".

e.

o Ausflug in den Süden nach "Brixton" mit karibischem Flair in der Electric Avenue. Man wird mit karibischen Gerichten und umfangreicher Auswahl verschiedenster Fischarten, Meeresfrüchten und Bergen von Frischfleisch in einem riesiggroßen Markt verwöhnt. Brixton beginnt hipp zu werden auch mit südamerikanischen Einflüssen, auch ein typisches Immigrantenviertel wie East End/Shoreditch im Nordosten.

e.

o Hampstead-Heath (Riesenpark mit alter Pergola-Kulisse für Fotoshootings und nettem Cafe, wenn man den richtigen Weg findet), Hampstead- Village mit Dorfcharakter und feinen Konditoreien -gehobene Wohngegend- und in nächster Nähe das Judenviertel "Golders Green". Jüdische orthodoxe Familien in auffallend konservativer Kleidung, Beikeles auch bei den Kindern, koschere Geschäfte, jüdische Zeitungen. Auch viele Schwarze sind dort zu sehen.

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Jüdische Familie

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e.

Die "Traveller-Oystercard" Zone 1 bis 2 endet über der Finchley Road in Hampstead, für "Golders Green" Umstieg in den Bus erforderlich, weil keine Zonenbeschränkung bei Bussen mit der "7 Day- Travelcard" (ca. 33 GBP) gilt.

In der Finchley Road ist auch das S.Freud Haus mit der Original-Psychocouch zu besichtigen. Auch der österr. Maler Kokoscka lebte in dieser Straße als Jude verfolgt von den Nazis, auch im kleinen Fischerdorf Polperro (Cornwall) hielt er sich auf.

o Churchills Kriegsbunker (unverändert) zu besichtigen:

"Churchill's Kriegsbunker" (Cabinet War Rooms):

Ian Fleming, der James Bond Autor hatte sich in eine von Churchills Sekretärinnen im Bunker verliebt. Sie sei die Inspiration für die Figur der Miss Moneypenny in den James Bond Filmen gewesen.

London getroffen von deutschen Fliegerbomben:

Churchills Bunker liegt in der Nähe der Westminster Abbey unter dem Finanzministerium. Die deutschen Luftangriffe haben auch London mit 30.000 Toten sehr zu schaffen gemacht, weshalb Churchill mit seinem Minister-Cabinet in einen Bunker mit 2 bis 3m dicken Eisentraversen als Bombenschutz übersiedelte.

Für zeithistorisch Interessierte ist eine Besichtigung inkl. Museum mit digitalen 15m langen Timelines, Videos, Churchillgewändern, Churchill-Malereien, unzähligen Originaldokumenten und Bildern (= Therapie gegen seine Depressionsschübe), etc... empfehlenswert. Der Bunker hat eine Fläche von 2.800 Quatratmeter mit Büros, Schlafzimmer, Esszimmer, FunkerräumeN, Transatlantischer Telefonstation, etc.

IX/1939 erklärte das bedrohte GB den Krieg gegen Hitler nach anfangs erfolgloser Appeasement-Politik (=Beschwichtigungspolitik) des Außenministers Chamberlaine.

Churchill gelang es , sich mit US-Präs. Roosevelt zu befreunden und so erhielt GB große Waffenlieferungen und Hilfe von den USA.

Man sagt, der "New Deal" in den USA sei erst dadurch richtig in Schwung gekommen.

IX/1940 begannen die deutschen Bombenangriffe. 1942 bombardierte die Royal Airforce als Revanche deutsche Städte (Dresden, etc..), um ein Ende des 2.Weltkrieges zu erzwingen. Jedoch schon mit dem "D-Day" am 19. Juni 1944 (US-Allierte landeten in Frankreich) wurde langsam das Ende Deutschlands eingeleitet, nach Abenteuern in Afrika (Rommelfeldzug) und Stalingrad (Russlandfeldzug) Hitlers.

St. Pauls-Cathedral im deutschen Bombenhagel:

Zu Churchill siehe auch:

https://www.fischundfleisch.com/ebgraz/churchill-und-seine-zitate-21219

o Templer-Areal (Kreuzzugsritter, später Freimaurer?):

Die Templer waren ursprünglich ein brutaler militärischer Kreuzzügeorden. Wegen ihrer geheimen Riten werden sie gerne mit den späteren Freimaurern in Verbindung gebracht, manchmal sogar als deren Vorläufer angesehen. Ihr Kampf für die Ideale der Französischen Revolution ("Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" - ein Freimaurerspruch) ist bekannt. Sie lehnten die adelige Blutserbfolge ab und leisteten für die Aufklärung (Enlightenment) einen wesentlichen Beitrag.

Andererseits waren sie selbst auch wiederum eine elitäre Vereinigung mit viel Geheimniskrämerei. Juristen, Kaufleute und Hochfinanz zählten gerne zu ihren Mitgliedern (US-Präs. Washington, Jefferson u. Roosevelt, Vater der US-Verfassung Benjamin Franklin, Voltaire, Montesquieu, Giordano Bruno mit antireligiöser Stoßrichtung, Rockefeller, Rothschild, Mozart , etc...um nur einige international prominente Namen zu nennen).

Der Johannistag (24.7.1717) war der Tag der Freimaurergründung in London. Die runde Templerkirche im "Templer Church District" in London ist der Jerusalemer Grabeskirche nachgebaut, ansonsten halten die Freimaurer nicht sehr viel von der Religion. Päpste, Könige, faschistische Diktatoren haben die Freimaurer regelmäßig verfolgt.

o Twinings Tea Shop:

Twinings ist seit zehn Generationen der größte Teehändler der Welt und exportiert über 500 Teesorten ("blend" = Mischung auf Englisch) in die ganze Welt. Sein Tea Shop besteht seit über 300 Jahren vis-a-vis vom Court of Justice. Tee war früher das Privileg der Aristokratie und Alkoholersatz für Frauen, die damals noch keinen Whiskey trinken durften. Als Tee-Lieferant trat die die "East Indian Company" in Erscheinung, welche auch viele andere exotische Produkte aus der asiatischen Welt importierte.

o Karl Marx:

wohnte viele Jahre in Soho (18 Dean Street - im Dachgeschoß des Hauses, wo sich heute das Lokal "Quo Vadis" befindet), nachdem er von Deutschlands und Frankreichs Zensur wegen seiner revolutionären Ansichten verjagt wurde. Marx war ein gastfreundlicher,liebenswürdiger und zugleich chaotischer Mensch.

Karl Marx Haus in Soho (heute "Quo Vadis"-Restaurant):

1849 siedelte Marx nach London, wo er 34 Jahre bis zu seinem Tod 1883 in ärmlichsten Verhältnissen mit seiner Familie lebte. Meist im Lesesaal des British Museum verfasste er sein Hauptwerk "Das Kapital":

Engels unterstützte Marx immer wieder finanziell. Etwas Geld konnte Marx als Europakorrespondent der New York Daily Tribune, der damals größten US-Tageszeitung, verdienen (500 Artikel schrieb er), auch für die Londoner Times.

Marx hauste in der damals übelsten Gegend von London (=Soho) in einer elenden Zweizimmerwohnung, in der chaotische Zustände herrschten. Marx war jedoch ein äußerst herzlicher Mensch und teilte auch den letzten Tabak noch mit Besuchern. Oft konnte er die Miete nicht bezahlen und musste deshalb Wohnungen wechseln. Tagelang aß die Familie nur Kartoffeln. Wenn der Exekutor kam, hatten seine Kinder die Aufgabe, laut zu schreien: "Mr. Marx is not here". Marx hatte 3 Töchter und einen Sohn, der an Tuberkulose mit 9 Jahren starb, was ihn sehr getroffen hat. Bei der Beerdigung war Marx so traurig, dass er ins Grab nachspringen wollte. Trotz der chaotischen Zustände wird sein Familienleben als ein sehr glückliches bezeichnet. Wermuthstropfen dabei, er bekam auch heimlich von seiner Haushälterin ein Kind, wofür sein Freund Engels pro Forma die Vaterschaft übernahm und wovon seine bürgerliche Frau nichts wissen durfte. Diese Notlüge hat Engels erst am Sterbebett zugegeben.

siehe auch:

https://www.fischundfleisch.com/ebgraz/was-ist-eigentlich-von-karl-marx-geblieben-kann-es-eine-gemeimsame-idee-von-sozialismus-und-11653

o Tagesausflug von Victoria-Station zum Seebad Brighton (1 Stunde/ 28 GBP hin-retour) an Englands Südküste. Sehenswert ist jedenfalls der "Brighton Pier" sowie der "Royal Pavilion" (19.Jh.)im indischen Stil - eine Mischung aus interessanter architektonischer Herausforderung und auch Kitsch.Chinesische Wandtapeten zieren die prunkvollen Innenräumen. Auch darf ein Brighton-Spaziergang durch die alten "Lanes" und alternativen "North Laines" nicht verabsäumt werden. Für eine Wanderung über die vom Pier aus zu sehenden "Seven Sisters", eine Kette aufeinander folgender Kreidefelsen, benötigt man einen zusätzlichen Tag.

o Shoreditch (Künstlerviertel, Designer) mit Spitalfields & Brick Lane, East End-Immigrantenviertel (v.a. Bengalen und Inder)und jüdisches Viertel mit eh. Synagoge, orthodox gekleideten Juden. Pulsierende Märkte mit Tausenden von Besuchern und exotischen Speisen (street food markets, curry houses).

o Kew Gardens (120 Hektar) für Gartenliebhaber ; Palmenhaus, wir hatten uns mehr erwartet.

o Ausflug Schloss Windsor und Hampton-Court wäre auch eine Option für Schlösser-Fans

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Maria Lodjn

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Margaretha G

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