Jürgen Klopp zeigt die grenzenlose Verlogenheit des Establishments

Alexander Migl https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:J%C3%BCrgen_Klopp?uselang=de#/media/File:J%C3%BCrgen_Klopp_at_IAA_2019_IMG_0370.jpg

Während wir am Sonntag mit den Bildern aus Stuttgart beschäftigt waren, haben wir auf einmal einen politischen Tweet von einem Fanaccount des FC Liverpool über dessen deutschen Trainer Jürgen Klopp entdeckt. Dort ist er stolz, daß er die britische Regierung rund um Boris Johnson nicht gewählt habe, diese Regierung sei nicht seine, sondern die anderer Leute. Nun ist Herr Klopp unseres Wissens nach kein britischer Staatsbürger und ganz gleich, wie er zur Politik in der Downing Street steht, ist er dort nicht wahlberechtigt.

Wir erinnern uns aber an eine andere politische Stellungnahme aus dem Sommer 2018. Damals wurde diskutiert, ob es legitim ist, daß die DFB-Spieler Mesut Özil und İlkay Gündoğan den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan als „ihren Präsidenten“ bezeichnen. Für Jürgen Klopp war die Sache klar: „Die intelligenten Menschen dieses Landes fordern Toleranz. Und die anderen sollten am besten mal den Mund halten und die Jungs nicht infrage stellen.“

Da fiel uns etwas anderes ein: Als im Frühjahr 2015 bekanntgegeben wurde, daß Jürgen Klopp die Borussia Dortmund GmbH&Co.KGaA verlassen würde, war sein letztes Ziel, noch einmal zum Borsigplatz in der Dortmunder Nordstadt fahren zu können, um dort einen möglichen Titelgewinn im DFB-Pokal zu feiern. Offensichtlich geht er nur in diesen „Stadtbezirk mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf“, wenn die Polizei das Areal weiträumig absperrt. Und das läßt tief blicken.

Tbachner https://de.wikipedia.org/wiki/Borsigplatz#/media/Datei:026_borussia_dortmund_meister2012.jpg

Jürgen Klopp steht damit, mal wieder, symbolisch für eine Funktionselite in unserer Gesellschaft, die den Kontakt zur Lebensrealität der Menschen verloren hat. Die Leute, die einst die Entscheidung getroffen oder medienwirksam unterstützt haben, die Grenzen und das Sozialsystem für eine unbekannte Anzahl fremder Menschen zu öffnen, sind nicht die, die am Ende mit den Folgen leben müssen. Jürgen Klopps letzter Wohnsitz in der BRD war im benachbarten Herdecke im Ennepe-Ruhr-Kreis auf dem Ahlenberg, dem Rückzugsrefugium diverser Ruhrgebietsmillionäre. Hier hat einst auch Roy Black gelebt.

Diejenigen, die von der Massenzuwanderung betroffen sind, sei es bei der Wohnungssuche, sei es durch eine sich verschlechternde Lebensqualität in der Nachbarschaft oder was auch immer, sind andere. Da ist der Straßenbahnfahrer, der es mit verstärkter Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln zu tun kriegt. Da ist der Rentner, der das Haus mit zwei Mietwohnungen einst zur Altersvorsorge gekauft hat und das jetzt die Hälfte seines Wertes verloren hat oder auch die Kassiererin, die im Supermarkt von aggressiven Asylbewerbern belästigt wird. Aber keine Sorge: Jürgen Klopp und Co. können weiter das hohe Lied der Toleranz singen, denn diese Leute haben mit nichts davon was zu tun.

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