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Das mediale Narrativ seit Sonntagabend ist klar: Die Zahl der Asylbewerber, die sich neu in der BRD angesiedelt haben, ist seit Jahren rückläufig und nun haben wir mit nur rund 100.000 Personen einen Stand erreicht, bei der man von einer Asyl- oder gar Migrationskrise nicht mehr sprechen könne. Und tatsächlich klingt 100.000 nicht nach sehr viel, insbesondere wenn man das Rekordjahr 2015 mit rund einer Millionen oder das Altrekordjahr 1992 mit immer noch rund 400.000 neu angesiedelten Asylbewerbern als Maßstab nimmt.

Nichtsdestotrotz: 100.000 Personen, das ist eine Stadt mit der Größe von Siegen, Moers, Salzgitter, Gütersloh, Koblenz oder Witten. Entsprechend müßte man also BRD-weit Bauaktivitäten sehen, um die neu hinzugekommenen Personen irgendwo einzuquartieren, wenn man nicht denen etwas wegnehmen will, die schon länger da sind. Tatsächlich hätte in den letzten Jahren im großen Stil gebaut werden müssen, daß das in der BRD nicht passiert ist, zeigen die aktuellen Preisentwicklungen auf dem Wohnungsmarkt.

Es ist aber in der Realität noch viel schlimmer: Denn eine Großstadt mit 100.000 Einwohnern funktioniert oft weitgehend autark: Hier leben und arbeiten Lehrer, Polizisten, Feuerwehrmänner, Supermarktverkäuferinnen, Handwerker, Ärzte, Apotheker und vieles, vieles mehr. Man kann aber davon ausgehen, daß sich im Jahr 2020 rund 103.000 dauerhafte Sozialhilfeempfänger in der BRD angesiedelt haben. Und das macht die Zahlen deutlich schlimmer.

Wie dramatisch das ist, zeigt ein Blick auf die nackten Zahlen der Bundesanstalt für Arbeit. Diese gut 100.000 Personen werden dauerhaft von Transferleistungen leben – ob von Hartz 4 oder äquivalenten Geldflüssen sei dahingestellt. In den Städten Bochum, Dortmund, Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Duisburg gibt es zusammengerechnet ebenfalls in etwa 100.000 Bezieher von Arbeitslosengeld 2 – also Menschen, die seit mehr als einem Jahr keine Arbeit haben und somit als Langzeitarbeitslose erfaßt werden.

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Dazu kommen die hohen Reproduktionszahlen, die wir bei Zuwanderern aus Schwarzafrika und dem nahen Osten traditionell haben und erfahrungsgemäß können wir davon ausgehen, daß auch deren in der BRD geborene Nachfahren dauerhaft Transferleistungsempfänger sein werden – auch wenn man sie schnell einbürgert und spätestens die übernächste Generation de jure keinen Migrationshintergrund mehr haben. Selbst bei einer langfristigen Zuwanderung von 0 hätten wir eine wachsende Masse an Menschen im Land, die über Generationen nicht arbeiten und finanziert werden müssen. Das wird auch nicht besser, wenn einige jetzt auf die ebenfalls vorhandene autochthone Unterschicht hinweisen.

Ordnen wir die Zahlen einfach mal ein: Zur Jahrtausendwende wollte die rot-grüne Bundesregierung die Zuwanderung verstetigen und hat die Süßmuth-Kommission beauftragt, hier Vorschläge auszuarbeiten. Am Ende standen neben dem inzwischen viel diskutierten Punktesystem auch eine quantitative Zahl: Konjunkturbedingt sollten pro Jahr zwischen 0 und 50.000 besonders sorgsam ausgewählte, hochqualifizierte Personen in die BRD einwandern dürfen. Wir befinden uns also immer noch bei der doppelten Menge dessen, was vor zwanzig Jahren für SPD und Grüne als das obere Ende der Skala definiert wurde – und das ganz ohne daß diese Leute geeignet wären, die BRD wirtschaftlich oder kulturell zu bereichern, was damals sehr wohl Teil des Auswahlprozesses war. Kurzum: Der Zug rast ungebremst vor die Wand.

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