FuF lebt - es gäbe ein Thema worüber eine lose Gruppe wie diese, sich den Kopf zerbrechen sollte: Multikulti aber wie?

1. Zunächst einmal wären ehrliche Begegnungserfahrungen auszutauschen, und dann mal Bilanz zu ziehen was in etwa bei uns raus kommt.

2. Meine Erfahrungen sind

2a: mit einem Chinesen, der in Wien an der Boku studierte:

Er war ein Paradebeispiel an Bedürfnislosigkeit und Disziplin.

Als ich ihn im USI (auch alt-Akademiker können versuchen teilzunehmen, wenn der Trainer in ausreichend fit erklärt. Also traf ich in einer der diversen Badmintongruppen (ca 15) Yan- meinen Chinesen: Er erwähnte mal das Stud.heim.wohnen mit 300,- € frisst ihm die Hälfte seines Stipendiums weg. Also bot ich ihm mein Sofa an, das neben meinem Schreibtisch stand; er war begeistert, war so leise und diszipliniert, man spürte ihn kaum, keine Belastung also.

Allerdings übertrieb er es - aber evtl. tun das viele Chinesen - er war über 2 Jahre in Wien, kannte aber beim Abflug nur das Boku-Labor, das Sofa, sein altes Fahrrad (hier billig gekauft) und den Laborweg. Er war nicht zu überreden, ein 2,-€ Ticket für Oper oder Burgtheater-Stehplatz zu kaufen, noch je ein Café zu betreten (Museum, Landtmann...no). Er flog dann als Dipl.Ing.ab,ohne irgendwas - außer Labor (auch sonntags) in Wien zu kennen: Zum Abschied flüsterte er mir trotzdem: "Ihr wisst nicht in welchem Paradies ihr lebt!" Dennoch, der XiJinping ist mir unheimlich...

2b. In den späten Sechzigern war ich Paris, befreundete mich mit einem - man darf sagen - sehr feschen schlanken Marokkaner (Tierarztstud.), der auch Parties liebte, mich mal mitnahm: Angekommen, zeigte er mit diskret eine hübsche Französin und sagte, wenn ich sie um die Hüften zu fassen kriege, und 'Gelegenheit für einen Kuss habe, ist sie "verloren". Ich wusste was er meinte, und traute es ihm zu: er war ganz der Typ dafür, und hatte den Charme dafür auch drauf - halbfranzösisch-halbmarokkanisch.

2c. eine junge russ. Musik studentin gab mir auch die Ehre, - sie war kaum von einer Europäerin zu unterscheiden; Resultat: "Ihr wisst nicht in was für einem Paradies ihr lebt!"...

3. Ich war in den spätern 1990ern - nach der Machtübernahme MANDELAs - in RSA (Rep.Südafrika), und verfolgte den Abschied und die Parteivorsitzübernahme durch Tabo MBEKI in einer riesigen Townhall. Gut 2000 Parteibonzen der ANC (African National Congress - womit MANDELA groß wurde und die nun seither dort Mehrheitspartei ist - füllten Saal und Galerie: Ich traute meinen Augen nicht, sie waren alle(!) so fett, dass die A.Backen links und rechts über die Sesselenden hervorquolllen. Ich wohnte bei Buren in einer Kleinvilla,mit 2 Dobbermanns, die nachts das festversperrte Haus hütteten...An den Kreuzungen fuhr meine Wirtin immer so langsam bis es dann grün wurde und sie mit Vollgas drüberkommen konnte. ...

4. Ich könnte noch einige überraschend positive (da würd ich mit denen leben, im Haus, im Viertel etc.) und überraschend negative Erlebnisse. Kurz,ich wüsste wo ich Nähe ertragen könnte, wo auf die Dauer nicht, und zwar nicht um die Burg.

5. Wenn andere auch noch Erlebnisse bringen könnten, könnten wir pragmatisch über "multikulti" weiterreden. Auch dann über Leitkulturen, Nähe, Viertel wie Chinatowns - wo wie wann.

6. Jedenfalls werden wir um diese Problematik nicht herumkommen, entweder sie frisst uns auf, - oder wir fangen an sie zu gestalten, wo wir noch das Sagen haben....

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Iris123

Iris123 bewertete diesen Eintrag 06.08.2020 17:45:18

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