Gott sei Dank bin ich bald wieder unterwegs – raus aus Europa, in ein Land, in dem Heimat, Tradition und die eigenen Werte noch etwas bedeuten.
Es ist erschreckend, was sich gerade zum Schulanfang in Österreich wieder zeigt. Integration scheint vielerorts längst nicht mehr zu funktionieren. Stattdessen erleben wir Parallelgesellschaften, während Politik und Gesellschaft darüber diskutieren, ob man die offensichtlichen Probleme überhaupt noch benennen darf.
Und während Linke und Grüne bei jeder Kritik reflexartig von Ausgrenzung sprechen, wird meiner Meinung nach viel zu wenig darüber gesprochen, was eigentlich von Menschen erwartet werden darf, die in unserem Land leben: Respekt vor unserer Kultur, unseren Werten und unseren Gesetzen.
Auch die Zahlen und Zustände an manchen Wiener Schulen sollten endlich ernsthaft hinterfragt werden. Wenn an einer Schule in Wien-Favoriten von 243 Schülern angeblich nur sieben österreichischer Herkunft sind, dann muss man sich doch fragen dürfen, wohin diese Entwicklung führt und ob unser Bildungssystem darauf überhaupt noch vorbereitet ist.
Ich muss ehrlich sagen: Manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt noch dauerhaft nach Europa zurückkehren möchte. Zu vieles hat sich verändert, und vieles davon bereitet mir große Sorgen.
Deutschland zeigt bereits deutlich, wie tief die gesellschaftlichen Spannungen mittlerweile reichen. Und auch in England sehen wir, wohin eine über Jahre verfehlte Migrations- und Integrationspolitik führen kann. Wenn Menschen anfangen, sich gegenseitig zu jagen, ist das kein Sieg für irgendeine politische Seite – es ist ein Alarmsignal für die gesamte Gesellschaft.
Ich werde deshalb jetzt meine Zeit genießen – fern von den täglichen politischen Grabenkämpfen und in einem Land, in dem Heimat, Zusammenhalt und traditionelle Werte für mich noch einen hohen Stellenwert haben.
Manchmal braucht man Abstand, um zu erkennen, was man eigentlich bewahren möchte.