Die drei "Piraten" sind 15, 16 und 19 Jahre alt

Die drei jungen Afrikaner, noch feucht hinter den Ohren, "zwangen" den Kapitän aus Angst, zurück nach Libyen gebracht zu werden, zur Fahrt nach Malta. Leider sagt EURONEWS nichts darüber, mit welchen Methoden sie den Kapitän zwangen, ob verbal oder unter physischer Gewalt - oder ob der Kapervorwurf vielleicht gar nur eine Finte ist, um 108 verzweifelte Menschen von der Hölle in Libyen wegzubringen. Schließlich weiß jeder Kapitän, was ihm blüht, wenn er Hilfesuchende nach Europa bringt. Menschen zu retten, ist von den Rechtsparteien zu einem Staatsverbrechen erklärt worden.

Die Teenager bestreiten jedenfalls die Tat.

Was bei dieser Sache wieder ins Auge sticht, ist das vorlaute Geheul rechtsgerichteter Medien und Politiker. So posaunte Salvini sofort: "Das sind Piraten!" und die rechtsgerichtete WELT schreibt von einer "lebenslänglichen" Haftstrafe, obwohl der Strafrahmen bei 7 Jahren ansetzt und wohl weit weniger betragen wird, da wirkliche Piraterie anders aussieht.

In der Verzweiflung auf einen solchen Coup zurückzugreifen, der keinem Menschen einen Schaden bringt, ist fast schon legitim. Man wird sehen, wie das Gericht entscheidet, ob menschlich oder starr den Paragraphen verpflichtet.

Den drei Teenagern wird es in einem maltesischen Gefängnis sicher besser gehen als in einem libyschen Folterlager. Die Libyer foltern die Flüchtlinge, um sie erstens loszuwerden und um Europa zweitens zu zeigen, wer der Herr im Haus ist. Das ist die Rache für Gaddafis Ermordung. Gaddafi hat gedroht, dass Europa "schwarz" werde, falls man ihn beseitigen würde.

Selber schuld, Europa! Du bist mit dem Teufel selbstherrlich mit in den Krieg gezogen - nun erntest du die Früchte dafür. Du wirst noch mehr in die Bredouille kommen, denn das Geld wird dir auch bald ausgehen, das du ähnlich wie die USA aus den Kriegen, also aus dem Leid unzähliger, unschuldiger Menschen geschöpft hast.

Über den Kapitän gibt es eine totale Informationslücke, kein Name, kein Foto, kein Statement. Er fungiert in der Geschichte wie eine fiktive Person. Normalerweise müsste er ziemlich aufgewühlt sein und den Medien gerne ein Interview geben. Entführt mitsamt dem Schiff wird man nicht jeden Tag..

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Schlauberger

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G. Szekatsch

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Aron Sperber

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