Indonesien: Menschen in Ketten, Hunde in Käfigen, Rauchschwaden über dem Regenwald und kontaminiertes Palmöl für den Westen

So stellt man sich die Hölle vor. Das ist Indonesien heute - ein vom Kapitalismus geschundenes Land, das vergessen hat, auf sich selbst zu schauen.

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Psychisch kranke Menschen werden in Ketten gehalten oder ihre Beine werden in Sockel aus Holz oder Beton fixiert, damit sie sich nicht fortbewegen können. Man hat Angst vor ihnen, befürchtet, dass sie von Dämonen besessen sind. Zeitgemäße psychologische oder psychiatrische Behandlung ist in ländlichen Gegenden unbekannt oder nicht Erfolg versprechend.

https://www.bizeps.or.at/sprengt-die-ketten/

Der Schutz von Tieren und Achtung vor ihnen als Mitlebewesen ist in Indonesien ebenfalls nicht gegeben. Hunde müssen in Käfigen leben, die nicht viel größer als ihr Körper sind - bis sie geschlachtet und von gedankenlosen, bewusstseinsschwachen und primitiven "Menschen" gefressen werden. (Verzeihung, das Wort "essen" wäre hier fehl am Platz.)

Gleichzeitig mit Mensch und Tier leidet auch die Natur still vor sich hin und wird unserem Planeten die Rechnung präsentieren. Es wäre gut, wenn wir schon vorher davon erfahren.

Tausende von Schwelbränden, verursacht durch Kohleabbau, glimmen unter den Wurzeln des Regenwaldes vor sich hin. Es ist von über 7000 Bränden allein auf Borneo die Rede, doch wer kann diese unterirdischen Glut- und Brandnester wirklich genau zählen?

"Beim indonesischen Ministerium für Energie und Bodenschätze schätzt man, dass allein in der Provinz Ost-Kalimantan auf Borneo über 76.000 Brände unter den Wurzeln des Regenwalds schwelen. Immer wieder erzeugen sie Erdspalten, aus denen dann wie aus kleinen Vulkanen Kohlenmonoxid und Kohlendioxid, Methan und Schwefeldioxid aufsteigen. Messungen des Ministeriums haben ergeben, dass allein die Konzentration des Kohlenmonoxids an den Austrittstellen mit 2.000 ppm (parts per million) bei einem Vielfachen der für einen Menschen tödlichen Dosis von 150 ppm liegt."

Quelle: https://www.scinexx.de/dossierartikel/wie-ein-gefraessiges-krebsgeschwuer/

Wird deshalb der Regenwald gerodet? Entstehen deshalb immer mehr Palmölplantagen? Will man das mit Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Methan und Schwefeldioxid kontaminierte "Material" loswerden? Ironie am Rande: Vergiftet man den Westen mit dem Palmöl, fängt man damit zwei Fliegen mit einem Schlag.

Darüber kann man zumindest nachdenken. Warum ist Palmöl so billig, warum boomt der Handel so? (Es findet bei einigen Händlern aber bereits ein Umdenken statt. Die Supermarktkette Billa hält ihre eigenen Produkte wieder palmölfrei.)

"Palmölplantagen haben den höchsten CO2-Fußabdruck pro Fläche von allen global relevanten landwirtschaftlichen Produkten. Dazu tragen vor allem das Abholzen von Wäldern und das Trockenlegen von Moorböden bei. In den oft meterdicken Moorböden wurde über Jahrtausende Biomasse gespeichert und konserviert. Werden diese trockengelegt, fangen sie an sich zu zersetzen. Die Menge an freigesetztem CO2 entspricht dann nicht nur der stehenden Biomasse des aktuell abgeholzten Waldes sondern der Biomasse aller Wälder, die hier seit Jahrtausenden gestanden sind. Die Produktion von Palmöl trägt deshalb massiv zum Klimawandel bei."

Quelle: https://www.global2000.at/warum-ist-palmoel-schlecht

Der Planet hat begonnen, sich gegen die menschlichen Auswüchse zu wehren. Er dreht sich gerade "um 90 Grad", um veränderte Verhältnisse zu schaffen. Man merkt es an der Sonne, dass etwas anders ist. Sie strahlt stärker als in Kindheitstagen, hat ihren Einfallswinkel weiter östlich bestimmt. Das ist ihr gutes Recht. Das Leben auf Erden passt sich ihr an. Jedes Tier und jede Blume kann es. Netter Nebeneffekt: Man wird schneller braun, ist im Juni schon sonnengebräunt wie früher erst im August oder überhaupt erst nach einem Aufenthalt am Meer.

Der entfesselte Kapitalismus verstößt gegen die Regeln allen Lebens. Es geht nicht um ein "bisschen Kapitalismus", wie er legitim sein mag, sondern es geht um die mörderische Entfaltung menschlicher Gier. Dies wird der Planet nicht bis zum bitteren Ende dulden. Er ist Hüter des irdischen Lebens. Man kann sich den Planeten vorstellen wie einen Wanderer, der Flora, Fauna und Mensch auf seinem Rücken trägt. Wird der Rucksack zu schwer, wird er ihn seitlich verlagern. Hilft das auch nicht, wird er ihn abwerfen, denn er ist der Träger, wir sind nur die Getragenen. Der Planet kann im Zusammenspiel mit der Sonne die Lebensposition um 180 Grad verschieben. Für ihn spielt das keine Rolle - für den Menschen hat es dramatische Auswirkungen. Alles steht dann am Kopf. Es kommt einem "Polsprung" und der Schaffung eines neuen Menschen gleich. Vermutlich hat es das schon öfters gegeben, es existieren nur keine Aufzeichnungen.

Wir sind auf dem besten Weg dorthin. Viel Zeit haben wir nicht mehr.

https://weather.com/de-DE/wissen/astronomie/news/erdachse-verschiebt-sich-gletscherschmelze-eurasien

https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/geophysik-die-erde-kippt-gegenueber-ihren-drehpolen-a-859923.html

https://connectiv.events/das-wissen-der-inuit-es-gibt-keine-klimaerwaermung-sondern-die-erde-ist-leicht-gekippt/

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