"Viren greifen uns an" lautete in den 1970er-Jahren der Titel eines Buches über die kleinsten Lebewesen, die uns das Leben oft so schwermachen. Ein Teil von ihnen, die Viren, gelten für die Wissenschaft nicht als Lebewesen, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen. Sie sind Parasiten und auf den Wirtsstoffwechsel angewiesen, was das Zusammenleben mit ihnen kompliziert macht - kompliziert für den Menschen.

Das Buch erschien im Humboldt-Verlag. Auf der Titelseite sind Viren abgebildet, Bakteriophagen, die wie kleine Raumschiffe aussehen und die Phantasie noch heute beflügeln. Woher kommen diese winzigen Monster?

Bakteriophagen befallen Bakterien. Es tobt ein erbitterter Machtkampf in der Nanowelt. Virus gegen Bakterium. Wer hat die Macht über die Wesen im Mesokosmos, hält sie in Schach?

https://www.zvab.com/Viren-greifen-uns-Lepine-Pierre-M%C3%BCnchen/15470072906/bd

Da Viren aufgrund des fehlenden Stoffwechsels Parasiten sind, stellt sich die logische Frage, ob sie jemals von sich aus zum groben Nachteil ihrer Wirte mutieren? Werden sie jemals zu Killerviren, ohne dass der Mensch in irgendeiner Form "nachhilft" und sei es nur, dass er unbefugt in die Lebensprozesse der winzigen Wesen eingreift? Das Nachhelfen kann so geartet sein, dass der Mensch im Labor mit Viren pantscht oder dass der natürliche Wirt der Viren in Bedrängnis gebracht wird. Dann reagiert nicht der Wirt, dieser bemerkt den Angriff nicht, sondern es rüsten seine Parasiten hoch. Es entwickelt sich ein Gefecht zwischen Parasit und Parasit, zwischen Nanowesen und Mesowesen, zwischen David und Goliath. Für das Virus ist der Mensch nichts weiter als ein lästiger Parasit, der ihm seinen speziellen Wirt streitig macht.

Viren profitieren nicht vom Tod ihres Wirtes. Sie sterben dann auch, wenn ihr Wirt stirbt. Viren sind also in der Regel harmlos, harmloser als Bakterien jedenfalls, wenn man ihre Kreise nicht stört. Bakterien können unbekümmert töten, Viren nicht.

Wenn ein Virus im Zuge seiner Reproduktion "versehentlich" einen alten, immungeschwächten Wirt tötet, mag die Evolution das sogar gutheißen, da immungeschwächte Organismen Krankheitsüberträger sind.

Es gibt also immer "Einzelfälle", bei denen ein Wirt stirbt. Das sind sogenannte "Kollateralschäden" im Überlebenskampf des Virus. Aber massenhaft Todesfälle durch ein Virus? Da stimmt etwas nicht! Das ist untypisch für einen Parasiten. Das macht ein Parasit einfach nicht - außer er gelangt nur durch einen Zwischenwirt zu seinem Endwirt, der ihm volle Entfaltung seiner Gene garantiert.

Von einigen Schmarotzern ist bekannt, dass sie den Zwischenwirt nachhaltig manipulieren, um an den Endwirt zu gelangen.

Toxoplasma gondii, der Erreger der Toxoplasmose, ein Geißeltierchen, ist ein solch intelligenter Parasit. Er macht aus Mäusen Selbstmörder. Er verbreitet suizidale Stimmung unter den Nagern. Die Mäuse werden leichtsinnig, verlieren ihre natürliche Angst vor Katzen und rennen ihnen ins Maul. Das muss so sein, denn Toxoplasma gondii fühlt sich nur bei Katzen richtig wohl.

https://www.welt.de/gesundheit/article138662602/Warum-Maeuse-ihre-Angst-vor-Katzen-verlieren.html

https://www.derstandard.at/story/2000113298372/toxoplasmose-macht-maeuse-keck

Parasiten töten also durchaus, wenn sie ihr eigentliches Ziel damit erreichen. Sie töten dann den Zwischenwirt, indem sie sein Verhalten steuern.

So viele Tote durch ein Coronavirus waren schon bei SARS und MERS untypisch. Bei Covid-19, wie die neue Erkrankung heißt, geht es noch untypischer zu. Viel zu viele Tote!

Was will dieses Virus?Welche Botschaft verkündet es?

Kreuzt man tierische und menschliche Influenzaviren, entstehen gefährliche Mutationen. Bei Coronaviren wird es nicht viel anders sein.

So lautet die Aussage. Aber ist sie nicht irreführend? Kreuzen die Viren sich selbst, einfach so zum Spaß? Gibt es überhaupt "menschliche Viren" - im Normalfall? Alle diese Viren bevorzugen Tiere als Wirte. Die tierischen Wirte werden nicht krank. Nur der Mensch wird krank, wenn ein Virus "überspringt".

Warum?

Es ist nicht die Aufgabe der Virologen, philosophische oder gar ethische Überlegungen anzustellen. Doch sobald ein tierisches Virus auf den Menschen "überspringt", sollte man genauer hinsehen.

Hat der Mensch im Labor Gott über die Viren gespielt? Ist ihm dabei ein Frankenstein entlaufen? Oder bedroht der Mensch permanent einen Viruswirt?

Im Fall der "Schweinegrippe" sprang das Virus auf den Menschen über, um die Schweine zu schützen. Im Fall des "Rinderwahnsinns" sprang das Virus auf den Menschen über, um die Rinder zu schützen. Die Viren wollen nicht, dass ihre Wirtsorganismen vom Menschen zerstört oder gar gefressen werden. Eines Tages rüsten sie zum Kampf. Aber der Mensch begreift das nicht.

Fledermäuse haben ein exzellentes Immunsystem, ähnlich wie die Vögel. Sie beherbergen viele Parasiten, ohne selbst zu erkranken. Nur wenn ein fremder Parasit dazwischentritt, gerät das System aus den Fugen. Dann muss der Eindringling vertrieben werden. Die Waffe des Virus ist eine für den Menschen gefährliche Mutation.

Im Fall der Fledermäuse ist die Lage eindeutig: Wenn der Mensch in Asien glaubt, er kann massenhaft Fledermäuse zu Suppen verkochen oder im Labor exzessiv an ihnen herumexperimentieren, wird das Fledermaus-Coronavirus rot sehen und den Menschen angreifen.

So einfach ist das. Aber es ist immer noch zu schwierig für den Menschen. Von allen Parasiten scheint der Mensch der dümmste zu sein. Er schmarotzt und schmarotzt in artfremden Revieren und glaubt, das hätte niemals Folgen.

Die Seuchen werden in der Zukunft immer bedrohlicher werden, wenn der Mensch nicht aus der Kraft seiner eigenen Schöpfung zu leben lernt. Der Mensch soll endlich seine Finger von den Tieren lassen! Das könnte die Botschaft rabiat gewordener Viren sein.

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