Journalisten - die letzten Dinosaurier.

Unlängst in einer kleinen Runde: Journalisten reden über die Zukunft der Medien. Jeder Beteiligte wirkt verunsichert. Ja nichts Falsches sagen, ist allen überdeutlich ins Gesicht geschrieben.

"Zeitungen wird es noch länger geben", meint der eine. "Fernsehen in der heutigen Form ist tot", sagt der andere. "Wie Magazine überleben können, versteh ich überhaupt nicht", fragt die Jüngste in der Gesellschaft und erntet irritierte Blicke.Im Grunde schien freilich keiner der Beteiligten an eine Zukunft der Good old Medias zu glauben. Sind wir die einstigen Dinosaurier, die dereinst vielleicht in einem Media-Park von Spielberg via Netflix verewigt werden? Sind die unendlichen Weiten des Internets das ultimative end of the Media-World? Oder werden die Mittel nur verändert: Die Recherchen und Meinungen einfach via Smartphones, tablets oder auch IWatches konsumiert? Und, die einstigen TV-News oder Serien bloß über Streamings angeschaut statt am neuesten Flatscreen?Niemand ist pessimistischer als Journalisten selbst. Vielleicht, weil wir uns viel zu sehr an die Suche und Verbreitung von Bad News gewöhnt haben. Vielleicht auch, weil Journalisten gerne glauben, dass sie die Sonne seien, um die sich die Erde drehe. Und, möglicherweise weil manche von uns befürchten, nicht mehr überlebensgroß vermarktet werden zu können.Dabei könnte man es einfach relaxed sehen: So lange es Menschen gibt, so lange werden Interesse, Wissensdrang und Neugier andauern. Und das wird Journalisten antreiben, Geschichten auszuforschen und Konsumenten dazu verleiten, sie – wie auch immer – zu konsumieren. Ob der einstige Markterzähler, die Brieftaube oder der Reporter mit Druckerschwärze an den Fingern: Sie alle leben durch andere Kommunikationsmittel weiter.Der Journalismus wird nicht sterben.Auch wenn sich manche zu Tode fürchten.

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Bernhard Juranek

Bernhard Juranek bewertete diesen Eintrag 14.12.2015 23:17:06

Gudrun Krinzinger

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Rebecca Schönenbach

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Herbert Erregger

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Silvia Jelincic

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fischundfleisch

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