Tausende Jihadisten in Frankreich - Zeit für die Wahrheit.

"Osama, Osama", jubelten junge Männer am 11. September 2001 in den Vororten von Paris. Ihre Großeltern kamen einst aus Algerien, Tunesien, Marokko nach Frankreich, in ein Land, das sie liebten. Ihre Enkeln jedoch hassen.11 Jahre später – 2012 – tötete der junge Franzose Mohammed Merah vorsätzlich und kaltblütig Kinder in einer jüdischen Schule in Toulouse. Merah bewunderte – erraten – Osama Bin Laden. Er wurde in Frankreich geboren. Ging dort in die (Gesamt)Schule. Und hasste sein Land, den Westen, die Juden, die Christen – und wohl auch sich selbst.2013 tötete ein Franzose, der aus Syrien zurückgekehrt war, fünf Menschen im jüdischen Museum in Brüssel. Mindestens 300 Franzosen haben sich in Syrien ISIS oder Al Qaeda angeschlossen.Vor wenigen Wochen wurde ein junges Paar in Frankreich überfallen, die Frau vergewaltigt – von Islamisten, die sie wegen ihres jüdischen Glaubens hassten. Vor Weihnachten attackierten mehrere Einzeltäter unter Allahu Akbar-Schreien Polizisten und einen Weihnachtsmarkt in Frankreich. Tausende jüdische Franzosen sind im vergangenen Jahr nach Israel oder in die USA emigriert – wegen islamistischer Hatecrimes auf sie.Am Mittwoch wurde fast die gesamte Redaktion des Satiremagazin Charlie Hebdo ausgelöscht – getötet von Franzosen, die sich dem Jihad verschrieben haben.Ein trauriger Höhepunkt, aber für keinen, der die französische Gesellschaft kennt, wirklich überraschend.Im Unterschied zu den Großeltern, die einst nach Frankreich kamen und mit Leib und Seele Franzosen wurden, lehnen viele ihrer Enkeln den säkularen Staat Frankreich mit ebensolcher Verve ab. Charlie Hebdo steht für genau jene Säkularität. Das Magazin macht sich über alle Religionen lustig. Moses, Jesus, Mohammed - alle bekamen ihr Fett ab. Die gezielte Ermordung der Journalisten und Zeichner sollte die französische Seele treffen. Die Jihadisten wollen Frankreich "explodieren lassen". Frankreichs Geheimdienst sagt, dass 5000 radikal-islamistische Franzosen zu "radikalen Taten" fähig seien.Am Freitag wollten sämtliche Imame in den Moscheen quer durch das Land die feigen Morde verurteilen.Zehntausende Menschen gehen seit dem Attentat auf die Journalisten in ganz Frankreich auf die Straße - "bewaffnet" mit Bleistiften und ihrem freien Geist. Sie stemmen sich den Hatern entgegen und rufen "Wir haben keine Angst". Atheisten, Christen, Moslems und Juden zeigen hier die schönste Seite Frankreichs.Jene, die stolz die Marseillaise singt, zusammenhält und sich niemals von hinterhältigen Barbaren in die Knie zwingen lassen wird.Aber es ist hoch an der Zeit auch die andere - die hässliche Seite - Frankreichs anzusehen: Jene mit ihren Gettos - mit tausenden Gescheiterten und Hasserfüllten.Es gibt viele Gründe, warum viele dieser dritten Generation verloren gegangen sind: Eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Zerrüttete Familien. Arabische TV-Sender, die diese Jugendlichen via Satelliten-TV seit etlichen Jahren aufhetzen. Der Internet-Jihad. Hassprediger, die vermeintlich einfache Antworten auf große Probleme geben. Eine gefährlich radikale Interpretation des Koran, die in einer Jugend-Subkultur um sich greift.Und, es geht nicht um ein paar Verwirrte, sondern um mehrere Tausend, die den Hass der Mörder teilen.Wer das leugnet, wer das "aus Rücksicht" nicht laut aussprechen mag und lieber weiter verdrängt, sollte seine Motive hinterfragen. Denn radikale Jihadisten sind nicht "die Moslems". Im Gegenteil.Man nimmt eine ganze Religion in Geiselhaft, wenn man Kritik an Jihadisten scheinheilig als vermeintliche Islamophobie abtun will und sich pseudo-gütig in alter kolonialer Präpotenz angeblich schützend vor "die Moslems" stelle. Weil sie nicht kritikfähig ist? Weil man sich insgeheim erhabener fühlt, wenn man sie mit Samthandschuhen  anfasst?Wer eine Minderheit anders behandelt, diskriminiert sie. Moslems können genau so kritisiert werden, wie alle anderen. Punkt.Wer aber aus Angst weiter wegschauen will, sei an den großen Winston Churchill erinnert: Ein Appeaser ist einer, der das Krokodil füttert, weil er hofft, dass er ihn als letztes fressen werde.Stehen Sie auf Monsieur le Président, bevor Madame Le Pen und die Jihadisten unser schönes Frankreich fressen.

Werde auch Du Teil unserer Community und nimm Kontakt zu Journalisten und anderen Usern auf. Registrier dich kostenlosund begeistere unsere Community mit deinen Kommentaren oder eigenen Texten/Blogbeiträgen.

6
Ich mag doch keine Fische vergeben
Meine Bewertung zurückziehen
Du hast None Fische vergeben
6 von 6 Fischen

bewertete diesen Eintrag

torvijs

torvijs bewertete diesen Eintrag 14.12.2015 23:16:57

Martin P.

Martin P. bewertete diesen Eintrag 14.12.2015 23:16:57

Claudia Braunstein

Claudia Braunstein bewertete diesen Eintrag 14.12.2015 23:16:57

Alex Nowak

Alex Nowak bewertete diesen Eintrag 14.12.2015 23:16:57

fischundfleisch

fischundfleisch bewertete diesen Eintrag 14.12.2015 23:16:57

Silvia Jelincic

Silvia Jelincic bewertete diesen Eintrag 14.12.2015 23:16:57

4 Kommentare

Mehr von Isabelle Daniel