In letzter Zeit sorgt ein Thema mehr und mehr für Aufsehen. Aufs Tapet gebracht von der Arschpfeiffen-Administration von der anderen Seite des großen Teiches, dankbar aufgenommen von den rechten Kopfvakuumträgern hier in Europa. Fast könnte der Eindruck entstehen, das Wohlbefinden der Weltbevölkerung hängt einzig und alleine von der Lösung dieses Problems ab.
Worum geht´s? Genau, um Transfrauen im Leistungssport. Die Welt hat aufgehört, sich zu drehen, seit sich manche erdreistet haben, zu behaupten, dass auch Transfrauen ein Recht darauf hätten, sich im sportlichen Wettkampf zu messen. Vorzugsweise in den Frauenklassen.
Auch ich bin der Meinung, dass dies ein Problem ist. Ein Problem aber nur deshalb, weil einfach noch nicht genügend wissenschaftliche Forschung zu diesem Thema betrieben wurde. Eine Entscheidung kann und darf hier aber ausschließlich aufgrund von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen getroffen werden. Niemals aufgrund von vollkommen menschenverachtenden und geisteskranken Ideologien.
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Und nochmal zur Erklärung: hier geht es nicht um Männer, die sich schnell mal Bart- und sonstiger Körperbehaarung entledigen, eine Perücke aufsetzen und meinen, jetzt sind sie Frau. Wir sprechen von Personen, die sich langwierigen psychologischen Begutachtungen ausgesetzt und bereits mehrjährigen Hormontherapien unterzogen haben. Und ja, auch ich hab mal erklärt, Transfrauen gehören nicht in die Leistungssport-Frauenklasse. Es gibt aber erste Studien, die besagen, dass sich Muskelmasse, Kraft und Ausdauer von Transfrauen nach ein bis drei Jahren Hormontherapie und Testosteronsuppression stark an die Werte von Cis-Frauen annähern. Fairerweise müssen hier auch andere Studien erwähnt werden, die betonen, dass Transfrauen auch nach ein bis zwei Jahren Testosteronsuppression oft noch eine höhere Muskelmasse und absolute Handkraft behalten als vergleichbare Cis-Frauen.
Ja, dieses Thema existiert, ist aber beileibe kein weltbewegendes. Offizielle Schätzungen und Aussagen der NCAA (des nordamerikanischen College Sport Verbandes) nennen landesweit eine einstellige Zahl an aktiven Transathleten. Also weniger als 10 bei insgesamt rund 510.000 teilnehmenden Studierenden. Dies entspricht einem Bruchteil von 0,002 % aller Sportler an US-Colleges!
Historisch gesehen haben über die Jahre hinweg schätzungsweise knapp 50 Trans Athleten offen im US-Hochschulsport wettkampfmäßig teilgenommen. (Quellen: Outsports, The Hill). Ernsthaft! Wenn wir keine anderen Probleme auf dieser Welt haben, könnte fast angenommen werden, alles ist Friede, Freude, Eierkuchen.
Immer wieder wird auch die These aufgebracht, Mädchen müssten geschützt und Transfrauen müsste der Zutritt zu den Damenumkleiden verwehrt werden. Eine Frage stellt sich mir hierbei: wie oft ist es vorgekommen, dass eine Transfrau in einer Damenumkleide übergriffig geworden ist? Oder ein Mädchen von einer Transfrau sexuell belästigt wurde? Und wie oft hat ein Mann, der als Trainer fungierte, seine Stellung ausgenutzt und wurde sexuell übergriffig, oft über Jahre hinweg? Und von Mitwissern gedeckt?
Und um das Kind mal beim Namen zu nennen: ich bin viele Jahre in Fitnesscenter gegangen, bis ich vor ungefähr einem Jahr sämtliche Workouts nach Hause verlegt hab. Jahrelang, vor meiner Transition, in der Männerumkleide. Das letzte Jahr war ich in einem neuen Fitnesscenter in der Damenumkleide, nachdem mir vom dortigen Management bestätigt wurde, dass ich als Frau dorthin gehöre. Ich hatte nie ein Problem, obwohl ich sicherlich kein 100%iges Passing habe. (Für die unbedarften: Passing = in jeder Hinsicht als Frau wahrgenommen zu werden). Klar habe ich vermieden, mich völlig zu entkleiden, sondern trug meine Workout-Kleidung unter einem Trainingsanzug. Trotzdem hat mir eine (ehemalige) Followerin auf Facebook mitgeteilt, sie würde das Fitnesscenter wechseln, wenn sie jemanden wie mich in der Damengarderobe antrifft. Ah ja, jemanden wie mich? Und wie, bitte, will man das feststellen? Vor allem, wenn sie sich nicht auszieht. Oder wird jede maskulin wirkende Frau darauf angesprochen und gefragt, ob sie Trans ist? Die eine oder andere Watschn ist dann mit Sicherheit vorprogrammiert. Und auch wenn mich jetzt manche wegen angeblichem Bodyshaming grillen, aber nennen wir das Kind ruhig auch mal beim Namen: 90 % von dem, was in einem Fitnesscenter in der Damenumkleide herumläuft, greif ich nicht mal mit Gummihandschuhen an. In der Männerumkleide geht´s um einiges ästhetischer zu. Das eine oder andere Schnuckelchen wäre schon dabei gewesen.
Das ist sicherlich in einer NCAA-Umkleide anders, sind dort größtenteils professionelle Athletinnen zugegen. Trotzdem ist mir kein einziger Fall bekannt, in dem eine Transfrau für Probleme gesorgt hat. Kein einziger!
Spannend jedenfalls, wie viele Armleuchter zu diesem Thema ihre Meinung rauskotzen, ohne auch nur ansatzweise jemals wissenschaftlich oder durch eigene Erfahrung mit Leistungssport, Hormonen oder Genderdysphorie zu tun gehabt zu haben.