Es sind binnenvertriebene Klimaflüchtlinge

270.000 Menschen mussten in Frankreich und Spanien innerhalb weniger Tage wegen unkontrollierbarer Waldbrände ihre Häuser verlassen.

Mit anderen Worten sind es Binnenflüchtlinge. Klimaflüchtlinge.

Nur nennen wir sie nicht so, denn sie sind keine Sudanesen, keine Inder oder Bangladescher, sondern Europäer.

Doch die Ursache bleibt dieselbe: Eine Klimakrise, die ganze Regionen zeitweise unbewohnbar macht.

Und aus Binnenvertriebenen werden oft internationale Flüchtlinge, wenn Rückkehr unmöglich wird, Lebensgrundlagen zerstört sind oder sich Extremereignisse wiederholen.

Die Weltbank geht davon aus, dass es bis 2050 bis zu 216 Millionen klimabedingte Binnenvertriebene geben könnte. Davon unzählige Menschen, die früher oder später auch grenzüberschreitend Schutz und Perspektiven suchen werden.

Das ist der Preis eines Systems, das auf immer mehr Wachstum, immer mehr Ressourcenverbrauch und immer mehr fossile Energie setzt, obwohl die Folgen längst bekannt sind.

Die Klimakatastrophe ist kein Zukunftsszenario mehr und sie macht keinen Unterschied zwischen Nord und Süd.

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