Alkohol in der Familie

In Österreich gelten etwa 340.000 Menschen als alkoholkrank, knapp 735.000 Österreicher konsumieren Alkohol regelmäßig in einem gesundheitsschädlichen Ausmaß.

Jeder Österreicher im Alter zwischen 15 und 99 Jahren konsumieren, statistisch betrachtet, 26,4g Reinalkohol pro Tag.

Die in Österreich getrunkenen Alkoholmengen verteilen sich:

1/3 trinken Alkoholkranke,

1/3 mit "problematischen Alkoholkonsum

1/3 mit unbedenklichen Trinkverhalten

(Quelle: Alkohol ohne Schatten, Verein für verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol)

Diesen Artikel schreibe ich auf Wunsch, und gemeinsam mit meiner 12 jährigen Enkeltochter.

Sie weiß genau, was es heißt, alkoholkrank zu sein, denn einer ihrer zahlreichen Omas ist Alkohol abhängig.

Meine Enkeltochter möchte ihrer Oma, folgendes, in einem offen Brief mitteilen, ohne dabei ihre Gefühle zu verletzen ( das ist ihr sehr wichtig):

"Liebe Oma,

ich wünsche mir sehr, dass Du meine Kinder, die ich einmal haben werde, noch kennen lernst. Mir ist es sehr wichtig, dass Du sie noch gesund und munter erleben kannst. Doch solltest Du weiterhin so viel Trinken, wirst Du sie, selbst, wenn Du zu diesem Zeitpunkt dann noch leben solltest, nicht mehr bewusst mit bekommen.

Ich wünsche mir sehr, dass Du einsiehst, dass Du ein Problem hast, und nicht versuchst, sowohl mich als auch Dich selbst zu täuschen, indem Du es herunter spielst, und sagst, Du schaffst es alleine. Denn selbst ich weiß, dass regelmäßiger, übertriebener Alkoholkomsun eine Krankheit ist, und nicht von alleine verschwindet.

Ich habe Dir schon öfters Therapeuten aus dem Internet heraus gesucht, und ich hoffe, Du wendest Dich endlich an einem, und nimmst dieses Angebot ernst.

Wir wissen alle, wenn Du spätabends anrufst, dass Du wieder getrunken hast, und Deine Emotionen verrückt spielen. Anfangs war ich total verschreckt, aber in der Zwischenzeit nervt es mich, wenn Du mich mitten in der Nacht betrunken anrufst, und ins Telefon heulst.

Ich wünsche mir, dass Du, wenn man Dir sagt, dass Du ein Problem hast und Hilfe benötigst, nur nur darüber lachst.

Dein Wunsch ist, mich öfters zu sehen, und wenn ich dann da bin, trinkst Du trotzdem, obwohl ich Dich bitte, das zu unterlassen.

Das ist alles, was ich Dir mitteilen möchte!

Deine Enkeltochter"

Kinder und Jugendliche nehmen Alkoholprobleme in der Familie sehr klar und deutlich wahr, und es hinterlässt Spuren, wie man aus diesem Brief deutlich wahrnehmen kann, selbst dann, wenn man als Kind/Jugendlicher nicht unter Gewaltausbrüche alkoholkranker Eltern/Großeltern zu leiden hat.

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