Von 94 kg auf 60 kg in 2 Jahren - und damit zu einer Frau, die topfit und sportlich ist!

Andrea STEININGER ist 52 Jahre alt und arbeitet als Pflegehelferin im NÖ Landesklinikum Amstetten.

"Ich war ein dickes Kind und hab mich deswegen nie so richtig wohl gefühlt. Mit meinem Übergewicht konnte ich gewisse Dinge auch einfach nicht tun", erinnert sich Andrea Steininger. "Und in meiner Jugendzeit habe ich dann mit meinem Gewicht erstmals gekämpft. Ich wollte nicht Kleidergröße 44 sondern Kleidergröße 36 haben. Nicht nur einmal habe ich eine Schaufensterpuppe mit einem tollen Kleid gesehen. Als ich es dann das gleiche Kleid in meiner Größe anzog, schaute das Ganze nicht mehr so toll aus...!"

In dieser Zeit schwankte das Körpergewicht - je nach Erfolg ihrer Anstrengungen abzunehmen - relativ stark. "Einmal waren es 20 kg weniger, dann wurden es wieder 20 kg mehr."

Mit 48 Jahren - also 2013 - hatte Andrea ein "Schlüsselerlebnis" bei einem mehrtägigen Thermen-Aufenthalt, den sie mit ein paar Freundinnen absolvierte.

"Als ich am ersten Tag so auf der Liege lag, sah ich immer wieder Frauen mit tollen Bikini-Figuren vorübergehen. Dann schaute ich mich an - mit meinen 94 kg. Und ich genierte mich. Und auf einmal war die Frage da "Wie schaffe ich es von der Liege in das Schwimmbecken ohne dass mich jemand mit meiner unproportionalen Figur wahrnimmt???"

Wie und ob sie das schaffte, ist Nebensache. Wichtig ist, dass Andrea Steininger diese Situation zum Anlass nahm, eine spontane Entscheidung zu treffen: "Ich will mein Gewicht konsequent reduzieren und damit gleich beginnen!"

Und das ging so:"Ich ließ gleich mal das Mittagessen aus. Und das hielt ich dann den ganzen Thermen-Aufenthalt durch." Ein glücklicher Zufall kam ihr dabei zu Hilfe und unterstützte sie: "Ich hatte keine Süßigkeiten dabei - wie zu Hause immer. Und ich dachte mir: Das könnte mir auch helfen, wenn ich mir hier keine kaufe!" Und so war es dann auch.

Und noch eines kam dazu: Die Bewegung! "Am Abend gingen wir jeden Tag in die Disco und ich habe viel getanzt. Auf jeden Fall ein paar Stunden pro Nacht..."

Wie dem auch sei: Nach vier Tagen zeigte die Waage Andrea ihr Körpergewicht mit vier Kilogramm weniger an. Sie hatte mit 89 kg und irgendwas die "90-kg-Schallmauer" durchbrochen - und das machte Lust auf mehr!

"Ich war richtig happy. und ich sagte mir: es geht also doch - und auch in meinem Alter von 48 Jahren!"

Und wie ging das dann weiter? Andrea Steinger: "Ich hatte keinen bestimmten Plan. Ich reduzierte die Süssigkeiten drastisch, verzichtete aber nicht darauf. Statt früher eine ganze Tafel Schokolade auf einmal zu essen, aß ich nur ein kleines Stück Schokolade. Und die Kartoffel-Chips beim Fernsehen von früher habe ich komplett gestrichen. Und ich freute mich über jedes einzelne Kilogramm, dass ich weniger auf die Waage brachte!"

Das zweite "Abnehm-Geheimnis" von Andrea ist auch ganz einfach: "Ich habe zu den Hauptmahlzeiten weniger gegessen als sonst. So einfach ist das!"

Auf ihrem Weg der Gewichtsreduzierung lernte sie einen Partner kennen, der sie bei ihren Bemühungen unterstützte. "Ich fühlte mich immer wohler und wohler - und konnte das Leben wesentlich intensiver genießen als früher!" Wie dem auch sei: Ein paar Monate nach ihrem 50. Geburtstag wog Andrea nur mehr 60 kg!

Und wie schaute es mit der aktiven Bewegung aus? "Sport war für mich nie ein Thema. Ich lebte nach dem Grundsatz: Sport ist Mord!"

Da kam wieder der Zufall ins Spiel. Ein guter Bekannte erklärte mir: "Du musst Sport machen, damit du gesund bleibst. Ich dachte mir: So ein Blödsinn! Aber: Er war Radfahrer und ich wollte irgendwann vieleicht einmal mit ihm mithalten!"

Andrea Steiniger kaufte sich ein Cross-Bike. Am Tag danach sagte mein Freund: "Ich fahre heute nach Mauthausen und wieder retour. Das sind so ungefähr 100 km. Für mich war das eine utopische Größenordnung. Und ich wusste: Da kann ich natürlich nicht mit."

Mein Freund war aber geduldig tröstete mich: "Fang mit kleinen Strecken an. Und steigere dann langsam. Und irgendwann wirst du auch mit mir nach Mauthausen fahren können."

Steiniger beherzigte den Ratschlag und fuhr ab sofort mit dem Rad in die Arbeit. Das sind etwas mehr als 2 Kilometer - und bergab.

"Der Haken an der Sache war: Nach Hause musste ich bergauf fahren - und dabei rund 80 Höhenmeter überwinden. Als es bergauf ging, war es schnell vorbei. Ich konnte das nicht, stieg ab und schob das Rad hinauf. Und ich schwor mir: Morgen gebe ich dieses Scheiss-Rad zurück!" Das habe ich aber dann doch nicht gemacht. denn: Relativ bald habe ich den Entschluss gefasst, nicht gleich aufzugeben."

Andrea Steiniger machte weiter: "Im Edlapark, wo es bergauf geht, stehen drei Bänke neben dem Weg. Mein erstes Ziel war, die erste Bank zu erreichen. Den Rest hab ich dann das Rad hinauf geschoben. Mehrere Tage später ich die erste Bank schon relativ leicht. Mein nächstes Ziel war das Erreichen der zweiten Bank..."

Und im Sommer 2016 war es igendwann einmal so weit: "Ich schaffte es, den ganzen Berg durchzufahren. Dieses Erfolgserlebnis vergesse ich nie!"

Schon ein paar Monate davor ging Andrea parallel zu ihren Radtouren "in die Arbeit und wieder nach Hause zurück" regelmäßig ins Fitnessstudio: "Ich musste einfach etwas tun, um meine Haut zu straffen!" Klar: Das Abnehmen von 94 kg auf 60 kg hatte Spuren hinterlassen und die kann man durch gezieltes Krafttraining reduzieren, wenn nicht sogar beseitigen.

Seit Herbst 2016 besucht Andrea Steiniger im Winterhalbjahr die "Schigymnastik" und die "Sporttraining" des ESV Amstetten - wenn es ihr Dienstplan zulässt.

Fix in ihrem Programm ist auch ein Krafttraining zwei Mal wöchentlich im Fitness-Studio.

"Jetzt geht es mir aber nicht mehr um das Abnehmen. Jetzt will ich nur mehr mein Gewicht halten," lacht Andrea Steininger und schwingt sich aufs Rad um zur "Schigymnastik" zu fahren.

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