Saudis retten Apple

Sodala, Herrschaften und Herrschaftinnen! Weder will ich mir eine genderlicheUnwilligkeitnachsagen lassen, noch im Verdacht stehen, keinen Versuch gestartet zu haben, dievorzunglichenZusammenhänge undlichtscheuenDynamiken unserer so komplexen Welt zu durchschauen.

Also, hier ist DER Mechanismus, der uns die Welt erklärt: die Saudis machen gemeinsame Sache mit den Amerikanern, in dem sie mit einem künstlich niedrigen Ölpreis die Verkaufszahlen von Apple anheben. Eine kühne Behauptung? Ich kann es belegen! Ich kann es beweisen! und muss in diesem Zusammenhang aber zunächst gestehen, dass ich nach langen Jahren der Fallobstgegnerschafft, schwach geworden bin.

Wer also den armen Saudis nachsagen will, dass sie nur auf Teufel-komm-raus Öl fördern damit vor dem Hintergrund der schwächelnden Weltwirtschaft die Iraner die einen Ölpreis von 120$ brauchen ein bissl bleicher aussehen, ooooder dass sie es nur tun damit es sich für die fracking Amerikaner ökonomisch nicht ausgeht, in kürzester Zeit etwa noch der weltgrößte Erdölproduzent zu werden, der hat nicht die Sache mit dem Apfel gesehen.

Während die Saudis also den edlen Saft geradzu aus dem Erdreich quetschen geht sich's zur Zeit in Russland nicht so ganz mit dem Budget samt Krimkosten aus, weil der Russe dafür ja einen Preis um die 95$ bräuchte. Nachdem man aber in Russlandia dieses Jahr auch wieder in Rubel budgetiert hatte, und unternehmerische oder individuelleProbleme der Bevölkerung traditionell eher weniger im staatlichen Reflexionsraum betrachtet, war die Sache recht einfach und quasi auf der Hand liegend: Rubel floaten lassen, und schon schwuppsdiwupps hat man die nötigen Rüben beieinander um Ivan's Sold und Olga's Pense bezahlen zu können. Das spannende daran: die Verbraucherpreise steigen natürlich auf Importgüter nicht so schnell, wie der Rubel teilweise abstürzt, denn die Lagerware wird ja marktwirtschaftlich zunächst zu Einstandkosten bewertet und darum kostet ein mac book pro zur Zeit in Moskau etwa 30% weniger als in Österreich.

Da wurde ich schwach, ich gestehe, und bedanke mich bei den Saudis und begebe mich auf meinem neuen, glitzerglänzenden, wunderschönen, wie-aus-dem-ei-gepellten Fallobst nun weiter auf die Suche nach der fehlenden "Entfernen"-Taste.

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Martjusha

Martjusha bewertete diesen Eintrag 14.12.2015 23:16:54

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