31 Tage Glück: Kontrolle über die eigenen Gedanken

Waren es gestern die freudigen Emotionen, die angenehmen, die von denen wir immer mehr haben wollen, so widmen wir uns heute den weniger angenehmen Emotionen: Ärger, Wut, Frust, Lustlosigkeit, Depression, Trauer, Antriebslosigkeit, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit.

Aus der Gehirnforschung wissen wir, dass WIR unser Gehirn, also Synapsen, Nervenzellen, ganze Hirnareale, durch Übung bewusst verändern können! Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass es erhebliche Auswirkungen darauf hat, wie wir auf Gefühle reagieren, wenn wir unsere Aufmerksamkeit besser kontrollieren können.

Schon Viktor Frankl wusste „Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Bruchteil einer Sekunde haben wir die Fähigkeit und die Möglichkeit unsere Reaktion bewusst zu wählen.“ Und das ist der springende Punkt! Sie sind nicht länger „Opfer Ihrer Emotionen“ oder Ihren Emotionen „ausgeliefert“, SIE haben es in der Hand.

"Wie bin ich da hineingeraten?"

Mit ein bisschen Übung lernen Sie Ihre Gefühle immer besser im Augenblick des Entstehens wahrzunehmen und können dann bewusst entscheiden, wie Sie reagieren wollen. Manchmal gehört dazu auch in einen Konflikt „hineinzugehen“, seine Grenzen deutlich zu machen, Nein zu sagen. Doch dann tun Sie es in vollem Bewusstsein und mit der Klarheit über alle möglichen Konsequenzen. Und fragen sich nicht irgendwann „Wie bin ich da hineingeraten?“, „Welche Dynamik zieht uns da gerade hinunter?“, „Was hat diese Feindschaft eigentlich vor Jahren ausgelöst?“

Schon das Benennen von Gefühlen, bei dem man seine Empfindungen in Worte fasst („Ich bin wütend“), hilft laut Studien der University of California (unter Matthew Lieberman) bei der Bewältigung dieser Emotionen. Wir ALLE haben manchmal Momente der Traurigkeit, der Selbstzweifel, des Ärgers oder Sorgen. Je mehr wir jedoch diesen Gedanken nachgeben, umso mehr geraten wir in eine Spirale, die uns nach unten zieht. Je mehr wir nachgrübeln, versuchen die Ursachen zu finden, desto mehr gräbt unser Gehirn in seinen Erinnerungen und bringt immer mehr Altlasten zutage, die uns in unseren Sorgen und in unserer schlechten Laune bestätigen. Wir geraten in „emotionalen Treibsand“, wie es Mark Williams in seinem Buch „Das Achtsamkeitstraining“ so treffend nennt.

Übung: Nehmen Sie heute jedes Gefühl, das entsteht, bewusst wahr. Beobachten Sie es, ohne es zu bewerten, ob es gut oder schlecht, angenehm oder unangenehm ist. Alles was kommt, kommt und es geht auch wieder.

Und wie SIE aktiv dazu beitragen können, dass unangenehme Gedanken schnell wieder gehen, lesen Sie morgen.

Haben Sie einen lebendigen Tag!

"Es ist dein Geist, der den Weg blockiert. Es ist dein Geist, der ihn dir öffnet."

Info: Susanne Strobach ist Unternehmensberaterin und hilft Menschen dabei, ihren Weg selbstbestimmt zu meistern. Ihr usp in ihren Seminaren und Coachings ist die Verbindung von Neurowissenschaften und Achtsamkeit. Diesen Dezember hat sie sich vorgenommen, täglich einen Blog über Glück, Erfolg bzw. achtsames Leben auf fischundfleisch zu schreiben.

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