Es gibt Menschen, die haben eine bemerkenswerte Gabe:

Sie können sich ihren Tag mit erstaunlich wenig Aufwand verschönern.

Ein Satz genügt. Eine Bemerkung. Ein kleiner Seitenhieb irgendwo im Internet – und schon scheint sich die Stimmung nachhaltig gehoben zu haben.

Eigentlich beneidenswert.

Andere brauchen dafür Sonnenschein, gutes Essen, nette Gesellschaft oder zumindest einen freien Nachmittag.

Hier reichen ein paar Zeilen.

Und weil schöne Momente bekanntlich geteilt werden wollen, wird die Freude auch verlässlich kundgetan.

Immer wieder.

Mit erstaunlicher Beständigkeit.

Irgendwann fällt dabei auf, dass nicht nur die Anlässe recht ähnlich sind.

Auch die Reaktion darauf kommt einem zunehmend bekannt vor.

Vielleicht ist das einfach Konsequenz.

Vielleicht Gewohnheit.

Oder sprachliche Sparsamkeit.

Warum jedes Mal nach neuen Worten suchen, wenn dieselbe Floskel zuverlässig ihren Dienst verrichtet?

So betrachtet hat das durchaus etwas Effizientes.

Wenig Anlass.

Wenig Worte.

Und trotzdem jedes Mal ein ganzer geretteter Tag.

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