Je konservativer heutigentags ein Politiker ist, desto mehr ist er um unsere Sicherheit besorgt. Mich rührt diese Fürsorge zu Tränen, der Presse entnehme ich jedoch, es gäbe Leute, die in dem Streben nach Sicherheit eine Bedrohung für sich empfinden.

Da mag was dran sein, spricht der Dichter.

Fürchte nichts, geliebte Seele,

Übersicher bist du hier;

Fürchte nicht, daß man uns stehle,

Ich verriegle schon die Tür.

Wie der Wind auch wütend wehe,

Er gefährdet nicht das Haus;

Daß auch nicht ein Brand entstehe,

Lösch ich unsre Lampe aus.

Ach, erlaube, daß ich winde

Meinen Arm um deinen Hals;

Man erkältet sich geschwinde

In Ermanglung eines Schals.

Heinrich Heine, "Zu »Angelique« III"

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G. Szekatsch

G. Szekatsch bewertete diesen Eintrag 07.10.2019 08:01:34

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