Mösenneid, ich kann es nicht anders nennen

Seit Elvis Presley nach dem Ende seiner Militärzeit Deutschland verlassen hat, neigt der Deutsche dazu, den Amis alles mögliche Böse nachzusagen. Das ging seinerzeit mit Vietnam los und ist seither nicht mehr abgerissen, bis hin zu En-Es-Ey und Tea-Tip heutigentags.

Es stimmt freilich, der Ami ist zuzeiten ein richtig lästiges Wimmerl, aber irgendwie ist er schon auch ein Hund.

"America the Beautiful"

ist das patriotische Lied in den USA, mehr noch als die offizielle Nationalhymne "Star Spangled Banner", wenn ich richtig informiert bin.

Falls sich wer über das Wort "Mösenneid" wundert... So groß kann ein Schwanz gar nicht sein, daß man ein Liedl drauf blasen könnt. (Ich verbitte mir anzügliche Wortspiele mit "blasen" (1), zumindest die üblichen, die hohlkopfseits immer kommen.)

Ich mein, die kleinen Mäderl entwickeln den sogenannten Penisneid, wenn sie bemerken, daß die Jungs viel weiter und höher pinkeln können als sie selber. Freud hat den Begriff "Penisneid" ein bisserl anders definiert, aber lassen wir das jetzt (2). Mit dem Kazoo zwischen den Beinen dagegen können die Mädels jetzt astrein punkten und die Jungs seufzen neidisch.

Das fehlende "O" in der Überschrift ist im übrigen kein Tippfehler. Schon der Kollege Shakespeare hat mit dem Wort "country" gespielt, ist allerdings ein paar Jahre her:

HAMLET

Lady, shall I lie in your lap?

OPHELIA

No, my lord.

HAMLET

I mean, my head upon your lap?

OPHELIA

Ay, my lord.

HAMLET

Do you think I meant country matters?

OPHELIA

I think nothing [1], my lord.

HAMLET

That’s a fair thought to lie between maids' legs.

OPHELIA

What is, my lord?

HAMLET

Nothing.

OPHELIA

You are merry, my lord.

HAMLET

Who, I?

OPHELIA

Ay, my lord.

Hamlet, Act 3, Scene 2

In Shakespeare’s time, “"nothing"” or "zero" (0) was slang for the vagina.

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(1) Wußtest du schon, daß Urologen sehr wenig von Tuten, umso mehr aber von Blasen verstehen?

(2) Als Acht- oder Zehnjähriger konnte ich an der Wand im Pissoir höher pinkeln als ich damals selber groß war. Vorbei die Zeiten, säufts. "Ich habe nie verstanden, wofür das gut sein soll, ausser vielleicht um Bäume zu markieren". schrieb mir daraufhin eine Frau. "Ach", antwortete ich, "das ist einfach das Brunzen als Schöne Kunst betrachtet." "Warum steigen Sie auf den Mount Everest?" hat mal jemand einen Bergsteiger gefragt. "Weil ich es kann", antwortete dieser.

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