Ampfang des Jahres behauptete ein FUFfi hier auf "Fisch und Fleisch", wo sonst?, die Süddeutsche Zeitung griffe Nils Melzer - wer immer Nils Melzer ist - mit einem Rufmord-Artikel an. Ich betone hiermit aus- und nachdrücklich, daß mich die sachlichen Hintergründe dieser Diffamierung oder auch Nicht-Diffamierung in diesem Zusammenhang nicht interessieren. Mir geht's hier um einen sprachlichen Leckerbissen in diesem Blogbeitrag. Er beginnt nämlich mit dem folgenden Satz:

"Mit fragwürdigen Methoden arbeiten die beiden Süddeutsche-Journalisten Ronen Steinke und Thomas Kirchner bei der Erstellung eines Diffamierungs-Artikels."

Ein Spruch, den man sich in's Kopfkissen häkeln sollte. Mit welchen Methoden denn soll einer arbeiten, wenn er einen Diffamierungs-Artikel erstellen will? Einen Diffamierungs-Artikel zu erstellen ist per se eine fragwürdige Aktion, wenn ich dabei mit fragwürdigen Methoden arbeite, dann ist das der perfekte Einklang von Inhalt und Form, nach dem die Dichter streben (sollten).

Bislang handelte mein Lieblingshäkelspruch für's Kopfkissen vom Sex. Die zu Recht weitgehend unbekannte Wochenzeitung "der Freitag" veröffentlichte zuzeiten mal ein Interview mit mehreren jungen Leuten über deren Sexualleben. Charlotte, eine damals noch junge Frau, die heute nur unwesentlich älter ist, gestand seinerzeit: "Die besten Orgasmen meines Lebens habe ich vorgetäuscht!"

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