Ayaan Hirsi Ali über den Rassismus der anderen Art

Diesen Text mögen sich vor allem die ständig kreischenden "Anti-Rassisten" hinter die Ohren schreiben und gut darüber nachdenken, ich befürchte allerdings, dass die meisten nicht einmal verstehen werden, was die Autorin damit meint.

"Der Westen neigt dazu, auf das soziale Versagen muslimischer Einwanderer so zu reagieren, was man als Rassismus der niedrigen Erwartungen bezeichnen kann. Diese westliche Haltung basiert auf der Idee, dass Farbige von "normalen" Verhaltensstandards ausgenommen werden müssen. Es gibt viele gute Männer und Frauen im Westen, die versuchen, Flüchtlinge umzusiedeln und sich für die Beseitigung von Diskriminierung einsetzen. Sie setzen sich dafür ein, dass Minderheiten von den Verhaltensstandards westlicher Gesellschaften ausgenommen werden; sie kämpfen dafür, dass Minderheiten ihre Kulturen bewahren und ihre Religion von der kritischen Prüfung ausgenommen wird. Diese Menschen meinen es gut, aber ihr Aktivismus ist jetzt ein Teil des Problems, das sie zu lösen suchen. Ihre Bemühungen, Muslimen und anderen Minderheiten zu helfen, sind sinnlos, denn durch die Schaffung der Illusion, man könne an Stammesnormen festhalten und gleichzeitig ein erfolgreicher Bürger werden, sperren die Befürworter des Multikulturalismus die im Westen geborenen nachfolgenden Generationen in ein Niemandsland der moralischen Werte. Was in einer mitfühlenden Sprache der Akzeptanz verpackt kommt, ist wirklich eine grausame Form des Rassismus. Und es ist umso grausamer, als es sich in zuckerhaltigen Worten der Tugend ausdrückt."

Aus: "Nomad: A Personal Journey Through the Clash of Civilizations"

Afrika...

Ich selbst würde noch hinzufügen: auch mit Afrika gehen wir ganz ähnlich vor, indem wir es nicht aus unseren Klauen entlassen. Immer lautet die Ansage: "WIR müssen"... dafür sorgen, dass es dort ordentlich zugeht, dass sie keinen Hunger leiden, dass sie sich nicht in Kriegen gegenseitig die Köpfe einschlagen, Fluchtgründe beseitigen, die menschliche Üerproduktion ohne Murren aufnehmen... WIR sind an allem Übel in Afrika schuld... Das heißt im Klartext, ohne uns, die allwissenden Europäer, geht da unten gar nichts, nicht Afrika ist der Nabel Afrikas, sondern wir sind das... Sind wir das?

Die wirtschaftlichen Interessen an der Zementierung der Zustände zahlreicher NGOs und deren Mitarbeiter lassen wir jetzt mal außen vor.

Niemand traut den Afrikanern offenbar zu, selbst für sich zu sorgen, die Dinge selber auf die Reihe zu kriegen. Wie einem Kind wird einem ganzen Kontinent die Eigenverantwortung für sein Elend abgenommen, das allerdings zum allergrößten Teil hausgemacht ist, aber durch unser Handeln einzementiert wird, indem wir ihnen einreden, sie seien nichts als Opfer unseres Handelns. Aus der Psychologie weiß man, dass eine ewige Opferhaltung hochgradig ungesund für den betroffenen Menschen ist und versucht alles, ihn da wieder raus zu holen.

Für Kollektive gilt allerdings das Selbe. In den letzten Jahren hab ich viel gelernt, unter anderem auch, dass jeder persönliche Klescher auch auf ein ganzes Kollektiv überspringen kann, dass das Kollektiv psychisch krank werden kann. Das kollektive Helfersyndrom, etwas, das in der Invididual Psychologie ebenfalls nicht als wünschenswerter Zustand betrachtet wird, ist ein anderes Beispiel dafür.

Ebenso zementieren wir Migranten hierzulande in ihrer Rolle, indem wir ihnen alles vorenthalten wollen, was wir selber genießen, z.b. die Früchte der Aufklärung, Frauenrechte, Menschenrechte, sie, vor allem deren Frauen, sollen so leben, wie wir das für uns niemals akzeptieren würden, mit Regeln, die direkt dem Mittelalter entstammen... Dies unter dem Deckmantel einer völlig verdrehten "Humanität", völlig pervertierter "Menschenrechte".

Die Hijab-Muslima ist die bessere

Nicht die Muslima, die den Schleier ablegt, und vielleicht sogar ihre Religion, und von ihrer Community, auch von ihrer eigenen Familie dafür bedroht wird, interessiert uns, die zahlreichen tragischen Schicksale solcher Frauen werden schlichtweg nicht zur Kennntis genommen, sondern die den Hijab der Unterdrückung und pervertierter Machokultur wie eine Monstranz vor sich herträgt. Das religiöse Stockholm-Syndrom wird zum wünschenswerten Zustand erhoben.

Die Muslima, die den Schleier ablegt, begeht doch tatsächlich den Frevel der Anpassung, sie ist nicht mehr unterscheidbar von uns, deshalb können wir sie auf kein Podest mehr stellen. Sie ist dann nicht mehr unser Kuscheltier (Ahmad Mansour).

Manche Migranten sind auch so frech, uns hier den Spiegel vorzuhalten, die werden dann gern mal in die rechte Ecke verfrachtet.

Also stellen wir lieber die aufs Podest, die uns einreden will, Hijab sei ein Zeichen von Emanzipation. Am Ende bedienen wir damit nur unsere eigene Selbstüberhöhung.

Das Groteske daran ist leider, dass sich eben jene Leute, die all diese Gedankengänge pflegen und jeden einen Rassisten nennen, der Kritik an Afrika, an Migranten, am Islam und seinen mittelalterlichen Gepflogenheiten übt, sich ihres eigenen Rassismus und ihrer eigenen Überheblichkeit gegenüber Migranten aller Art gar nicht bewusst sind. Menschen unter eine Käseglocke der Kritiklosigkeit und in eine Gummizelle ewigen Verstehens und Vergebens zu stecken, ist nicht gut, sondern herabwürdigend, es degradiert sie zu Kleinkindern, die unfähig zur Eigenverantwortung sind.

Wenn man einen Migranten aber als vollwertigen Menschen sieht, dann ist er das auch in der Kritik. Von einem Migranten Anpassung zu verlangen ist nicht rassistisch, sondern dann sehe ich ihn als vollwertigen, eigenverantwortlichen Menschen, dem ich diese Anpassung auch zutraue. Eine Gesellschaft, die von niemandem mehr Anpassung verlangt, völlig vergessend, dass die Eigenschaft, die unser langes Überleben ermöglichte, Anpassung ist, wird es früher oder später zwischen all den wiederstreitenden Partikularinteressen ohne gemeinsamen Nenner zerfetzen, denn dann geht es nur noch darum, wer sich besser durchsetzt.

Wenn ich sie hingegen behandle, wie in Watte gepackte Kleinkinder, dann muss ich mich auch nicht wundern, wenn sie sich wie solche verhalten. Wenn ich keinen Respekt verlange, muss ich mich nicht wundern, wenn sie mir ins Gesicht spucken. Denn Konsequenzen hat das ja im großen Kindergarten Europa keine.

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Fundort: die interessante Facebook-Gruppe "Bevore Sharia Spoiled Everything", die man sich unbedingt ansehen sollte, wenn man wissen will, was Fundamental Islam selbst in der islamischen Welt angerichtet hat.

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