AfD-Leak: Nochmal Datenschutz - diesmal Journalisten

Neue Enthüllungen rund um das umfangreiche Datenleck der AfD sorgen für Diskussionen. Nach Recherchen von CORRECTIV sollen über Jahre hinweg sensible Daten von mehr als 1.000 Journalistinnen und Journalisten öffentlich zugänglich gewesen sein. Betroffen waren demnach unter anderem Fotos von Presseausweisen, auf denen teilweise auch private Wohnanschriften zu erkennen waren.

Den Recherchen zufolge konnten die Dateien nicht nur intern eingesehen werden. Die Dokumente waren offenbar über die Internetseite der Partei abrufbar und konnten von Personen aufgerufen werden, die über den jeweiligen Link verfügten. Erst nach einer Anfrage von CORRECTIV sollen die betreffenden Dateien entfernt worden sein.

Ausgangspunkt der Erkenntnisse ist das zuletzt veröffentlichte AfD-Datenleck.

In den Unterlagen fand sich unter anderem eine interne E-Mail aus dem November 2017 mit einer Liste von rund 240 Journalistinnen und Journalisten. Neben Namen, E-Mail-Adressen und Presseausweisnummern enthielt diese demnach auch Verknüpfungen zu den entsprechenden Ausweisfotos.

Darüber hinaus sollen in einer Kopie der AfD-Webseite Akkreditierungsanfragen für zahlreiche Bundesparteitage zwischen 2017 und 2025 gespeichert gewesen sein. CORRECTIV wertete nach eigenen Angaben rund 1.500 Akkreditierungen aus.

Die AfD äußerte sich laut Bericht nicht zu den konkreten Vorwürfen. Auf ihrer Internetseite werde jedoch darauf hingewiesen, dass Kopien von Presseausweisen nach erfolgreicher Prüfung unverzüglich gelöscht oder vernichtet werden sollen. Der Vorgang wird inzwischen von der zuständigen Datenschutzbehörde geprüft.

Natürlich könnte ihr noch Beweisen fragen. Dann wendet euch an CORRECTIV oder fragt bei den Datenschutzbehöden selbst nach.

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