AfD-Leaks: Wie Weidel ihre Lüge vorbereitete

Ein aktuelles Datenleck bei der AfD bringt die Parteivorsitzende Alice Weidel in der langjährigen Spendenaffäre um Zahlungen aus der Schweiz massiv in Bedrängnis. Bisher hatte Weidel stets vehement bestritten, vor dem Eingang der umstrittenen Großspenden im Jahr 2017 etwas von den illegalen Transaktionen gewusst zu haben. Sie betonte stets, erst im September 2017 von den Zahlungen erfahren zu haben, und schob die Verantwortung auf die Parteistrukturen sowie Schatzmeister.

Geleakte parteiinterne E-Mails zeichnen nun jedoch ein völlig anderes Bild. Demnach bat Weidel bereits im Juli 2017 die damalige Schatzmeisterin ihres Kreisverbands in einer Nachricht ausdrücklich darum, auf mögliche Spendeneingänge zu achten. Sie schrieb darin wörtlich, ihr seien Spenden avisiert worden, mit denen sie ihren Social-Media-Wahlkampf bestreiten müsse. Zu diesem Zeitpunkt lief die Serie von insgesamt 18 anonymisierten Teilüberweisungen aus der Schweiz mit einem Gesamtvolumen von 132.000 Euro an, die als Wahlkampfmittel für Weidel deklariert waren.

Die neuen Enthüllungen widerlegen somit Weidels bisherige Darstellung und legen nahe, dass sie keineswegs ahnungslos war, sondern sehr wohl im Vorfeld über die anstehenden Zahlungen informiert war und diese einplante. Die Annahme der Gelder wurde im Nachhinein durch die Justiz als klarer Verstoß gegen das Parteiengesetz eingestuft, was für die AfD eine drastische Strafzahlung von rund 396.000 Euro zur Folge hatte. Die brisanten E-Mails werfen nun neue Fragen über die Glaubwürdigkeit und die tatsächliche Mitverantwortung der heutigen Parteichefin auf.

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