Die Scheinheiligkeit der AfD im Umgang mit dem syrischen Folter-Regime kennt kaum Grenzen: Während die Partei im Inland unaufhörlich gegen syrische Geflüchtete hetzt, pflegten ihre Abgeordneten beste Kontakte zu den Handlangern genau jenes Diktators, der diese Menschen vertrieben hatte.
Der Hofgang beim Propagandisten des Terrors
Besonders dreist zeigte sich diese Allianz im März 2018. Eine AfD-Delegation um Bundes- und Landtagsabgeordnete reiste nach Damaskus, um dem Diktator Baschār al-Assad die Absolution zu erteilen. Auf dem Programm der selbst ernannten Alternativen: Ein freundschaftlicher Höflichkeitsbesuch beim damaligen syrischen Großmufti Ahmad Badr al-Din Hassoun.
Dass Hassoun kein harmloser Seelsorger war, sondern das religiöse Sprachrohr eines Unrechtsregimes, war unübersehbar. Bereits 2011 drohte Hassoun Europa ganz offen mit Waffengewalt und dem Masseneinsatz von Selbstmordattentätern, sollte der Westen in Syrien intervenieren.
Dennoch setzten sich die AfD-Politiker mit dem Hetzer an einen Tisch, um Hand in Hand Politik zu machen:
* Gemeinsames Narrativ: Die AfD wollte Syrien als „sicheres Herkunftsland“ inszenieren, um massenhafte Abschiebungen aus Deutschland zu rechtfertigen.
* Zusammenarbeit bei Vertreibung: Der Großmufti verlangte die Rückkehr der Geflüchteten zum „Wiederaufbau“; die AfD nickte das begeistert ab und forderte sogar, den Regime-Prediger für Propagandareden nach Berlin einzuladen.
Ein Partner im Blutrausch
Die Quittung für diese heuchlerische Kuschelpolitik liefert die juristische Realität. Deutsche und internationale Gerichte verurteilen die Generäle, Geheimdienstler und Finanziers des Assad-Regimes wegen systematischer Folter, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. Der AfD-Grossmufti wurde nun wegen Kriegsverbrechen verurteilt.
Dass die AfD ausgerechnet mit den Architekten eines staatlichen Schlachthauses paktierte, um billige Punkte im heimischen Kulturkampf zu sammeln, entlarvt die Moral der Partei: Um Stimmung gegen Syrer in Deutschland zu machen, war ihr selbst die Kumpanei mit den mörderischen Vollstreckern in Damaskus recht.