28-Jährige muss Strafe zahlen, weil Schal Gesicht bedeckte – geht's noch?

50 Euro Strafe hätte eine 28-jährige Psychologin in Wien zahlen sollen, weil sie ihren Schal teilweise vor dem Gesicht getragen hat. Doch sie weigerte sich und will jetzt mit ihrem Anwalt das neue Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz zu Fall bringen. Der Vorfall ereignete sich vor einer Woche, am 11. Oktober, in Wien-Ottakring. Nora Först, die an der Uni Wien als Psychologin forscht und lehrt, war gerade auf dem Heimweg, als sie auf dem Lerchenfelder Gürtel von zwei Polizisten aufgehalten wird – weil sie einen Schal trug. „Ich habe auf mein Handy geschaut, und wenn ich nach unten schaue, sind mein Mund und meine Nase natürlich im Schal“, schildert die 28-Jährige im „Wien heute“-Interview. „Wenn ich allerdings hochschaue, sieht man mein Gesicht“. Das habe sie den Beamten auch gesagt. Details dazu könnt ihr hier lesen

Hat die Frau recht? Natürlich hat sie recht. Was die Beamten hier aufgeführt haben, ist lachhaft. Warum machen wir uns eigentlich selbst so lächerlich? Wir erlauben Islam-Kindergärten, Moscheen, in denen radikalisiert wird, nicken im Ausland geschlossene Kinderehen ab und geben bei Gerichtsurteilen einen so genannten "Religionsbonus", aber wenn das Gesicht einer Frau zwischendurch mal kurz bedeckt ist, weil ihr ganz offensichtlich kalt ist, dann schlagen wir Alarm? Ist das euer ernst?

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