Das ist an politischem Zynismus kaum zu überbieten.
Kevork Almassian kam als Flüchtling nach Deutschland und erhielt hier einen Schutzstatus. Doch Almassian war nicht der typische Syrer, der vor dem Assad-Regime geflohen ist: Er trat öffentlich als Unterstützer des Assad-Regimes auf.
Und genau darin liegt der unglaubliche Widerspruch:
Syrer, die vor Assad, vor Folter, Gefängnissen, Gewalt und Tod geflohen sind, sollen nach der politischen Linie der AfD Deutschland verlassen und nach Syrien zurück.
Aber Kevork Almassian – selbst als Flüchtling nach Deutschland gekommen, mit Schutzstatus und öffentlich als Assad-Unterstützer aufgetreten – arbeitete im Bundestagsbüro von Markus Frohnmaier.
Die vor Assad Geflohenen sollen raus.
Der Assad-Unterstützer bekommt einen Platz im AfD-Bundestagsbüro.
Was für ein politischer Offenbarungseid.
Menschen fliehen vor einem Regime, das für Folter, Verschleppungen und Tötungen verantwortlich gemacht wird – und ausgerechnet ein syrischer Flüchtling, der dieses Regime politisch unterstützt, wird von einem AfD-Abgeordneten beschäftigt.
Wenn die AfD wirklich behauptet, syrische Flüchtlinge müssten grundsätzlich zurück: Warum war dann ausgerechnet Kevork Almassian als Flüchtling willkommen genug, um im Bundestag für die AfD zu arbeiten?
Für die Opfer und Gegner Assads: Rückkehr nach Syrien.
Für den Assad-Unterstützer: Karriere im Bundestag.
Das ist keine Konsequenz. Das ist Doppelmoral mit Ansage