Energiechaos, geopolitische Selbstzerstörung, deutscher Polit‑Zirkus

Der Nahe Osten wirkt inzwischen wie ein schlecht gelaunter Gott, der beschlossen hat, die Weltwirtschaft aus purer Langeweile zu sabotieren. Die Straße von Hormus ist nicht einfach blockiert – sie ist ein Mahnmal dafür, dass globale Stabilität ungefähr so robust ist wie ein Kartenhaus im Orkan. Und jetzt haben die Huthis auch noch den Bab al Arab dichtgemacht, als wollten sie testen, wie viele Industriestaaten gleichzeitig Schnappatmung bekommen. Ergebnis: 20 Prozent der weltweiten Schifffahrtsrouten stehen auf „Vielleicht morgen, vielleicht nie“. Die Weltwirtschaft fährt Slalom – ohne Lenkrad. Trump fährt einen "Erfolg" nach dem anderen ein und will sich nur noch über die Midterms retten.

Saudi-Arabien steht da wie ein Ölbaron, der plötzlich feststellt, dass sein Goldfluss von zwei Meeren abhängig war, die jetzt beide beleidigt sind. Fernost? Tot. Die großen Tanker liegen herum wie Luxusjachten nach einer Insolvenzauktion. Die kleinen Tanker dürfen durch den Suezkanal, aber nur Richtung Westen – ein geopolitischer Witz, der nicht mal lustig ist. Die Ost‑West‑Pipeline? Nach Angriffen außer Betrieb. Der Nahe Osten als Energielieferant? Ein Fall für die Geschichtsbücher unter „Dinge, die wir für unvorstellbar hielten“.

Parallel dazu hat die Ukraine die russische Energieinfrastruktur so gründlich zerlegt, dass Russland selbst im Winter frieren könnte. Das ist kein Konflikt mehr, das ist ein Live‑Experiment in „Wie viel Energie braucht ein Staat, um nicht auseinanderzufallen?“ Moskau steht vor der Wahl: Gas verkaufen oder die eigene Bevölkerung warmhalten. Beides gleichzeitig geht nicht mehr. Und wenn ein Staat im Winter nicht heizen kann, dann wird es innenpolitisch so frostig, dass selbst die Propaganda Schal und Mütze braucht.

In Deutschland trifft es jene, die sich von der Gas‑Heiz‑Rhetorik mancher rechter Stimmen haben einlullen lassen. Neue Gasheizungen wurden eingebaut wie spontane Tattoos nach einer durchzechten Nacht – und jetzt bereut man beides. Viele werden mit Wehmut an Habeck denken und sich fragen, warum sie auf die Heiz‑Parolen hereingefallen sind, die so simpel waren wie ein Diätversprechen im Januar.

Die Bundesregierung wirkt wie ein Krisenstab, der den Feueralarm sucht. Und in der AfD findet sich ebenfalls niemand, der globale Energiesicherheit erklären könnte, ohne vorher ein Schlagwort zu rufen.

Im Buschfunk heißt es, Habeck rüste sich für 2029. Dann kommt der Showdown: rechte Maulhelden gegen linksgrüne Malocher. Parolen gegen Realität. Lautstärke gegen Substanz. Deutschland letzte Chance vor dem Untergang mit Höckes Führerbunker.

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