Historischer Bodensatz statt Aufklärung: Wenn zerfledderte Hühnervögel mit Gestapo-Akten hantieren

Was bildet sich dieses gerupfte Federvieh von Blogautor eigentlich ein? Da versucht sich der Herr in seinem Beitrag zwar formell zu distanzieren („Für mich gilt jedoch: Wer aus politischen Motiven in ein Lager gesteckt wird, ist Opfer eines Unrechtsregimes...“), reitet dann gleichzeitig genau auf dieser Kriminalgeschichte herum und wälzt die alten Vorwürfe aus der braunen Mottenkiste wieder auf! Das ist die billigste Form von Heuchelei: Erst Scheinheiligkeit heucheln, um im selben Text die Akten der Täter auszubreiten.

Hermann Kerkeling befand sich unbestritten als politischer Häftling mit dem roten Winkel im Konzentrationslager Buchenwald. Das NS-KZ war selbstverständlich keine normale Strafanstalt, sondern ein Instrument des Staatsterrors. Historisch und juristisch ist klar geregelt, dass die nationalsozialistischen Konzentrationslager Orte des Unrechts waren und die Inhaftierungen dort – ungeachtet früherer, oft unter Folter oder in einem Unrechtsstaat erzwungener Verfahren – kollektiv als unrechtmäßig und politisch motiviert gelten. Der Bundestag hat längst ausdrücklich festgehalten, dass jeder Einzelne im KZ zu unrecht inhaftiert war.

Dieser sogenannte Experte, schmierige Schreiberling und Winkeladvokat des Unrechts ist ein Pseudo-Publizist, der sich auf Kosten historischer Opfer zu profilieren sucht. Und wie unerträglich wird es erst, wenn dieser schreibende Schreibtisch-Habicht in seinem Blog doch tatsächlich den völlig hahnebüchernen Vergleich mit Tommy Robinson wagt?! Da werden die systematischen Verbrechen eines mörderischen NS-Unrechtsregimes mit ganz normalen, rechtsstaatlichen Gerichtsurteilen eines britischen Aktivisten vermischt, nur um eine politische Agenda zu bedienen. Wie verblendet muss man eigentlich sein, um die Hölle eines Konzentrationslagers mit modernen Prozessen oder Akten von damals auf eine Stufe zu stellen?

Man fragt sich: Was soll diese ständige, verkommene Verwendung von Gestapo-Aufzeichnungen und Vorverurteilungen? Will dieser phrasendreschende Federvieh-Akrobat als Nächstes etwa auch die Verfolgung und Verurteilung von Jüdinnen und Juden nach Gestapo-Aufzeichnungen beurteilen? Die Akten einer Terrorbehörde, deren Methoden auf eiskalter Unterdrückung, Willkür und absurden Konstruktionen beruhten, können niemals die saubere Grundlage für faire Aussagen sein. Kritiker merken völlig zu Recht an, dass eine differenzierte Betrachtung hier komplett verloren geht, weil Biografien boshaft und polarisierend verkürzt werden. Wenn man diesen hanebüchenen Unfug liest, drängt sich der zwingende Eindruck an, dass ein Typ wie dieser gerupfte Broiler in einem solchen totalitären System vermutlich selbst nur zu gerne den Blockwart oder Gestapo-Handlanger spielen würde!

Gibt es denn überhaupt keine moralischen Grenzen mehr? Steht im Raum, ob historische Unrechtsregime als pauschale Maßstäbe dienen dürfen? Wenn man so argumentiert, muss man fragen: Sind etwa plötzlich auch die Stasi-Inhaftierungen in der DDR, die grauenhaften Gulags in Russland oder die brutalen Umerziehungslager in China statthafte und legitime Argumente für die Beurteilung einer Person? Wer sich auf dieses Niveau begibt und totalitäre Akten als Waffe nutzt, verlässt jeden Boden von Anstand und historischer Wahrheit.

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