Der jetzige polnische Ministerpräsident Donald Tusk (der früher EU-Ratspräsident war) hat die Meinung ausgedruckt, dass Deutschland vielleicht besser nicht wegen der Nord-Stream-Zerstörung klagen sollte (Nord-Stream ist/war eine Gaspipeline von Russland über die Ostsee nach Deutschland).
Dafür hat er heftigen Widerspruch von der AFD und AFD-Politikern geernet, die meinten, dass man natürlich wegen der Nord-Stream-Zerstörung klagen müsse.
Allerdings hat die AFD einen wesentlichen Aspekt übersehen oder vertuscht ihn absichtlich.
Nämlich, dass wegen Angela Merkels potenzieller Kriegsprovokation eine Nord-Stream-Klage damit enden könnte, dass Deutschland eine erhebliche Teilschuld am Ukrainekrieg zugesprochen erhalten könnte, vielleicht mit einem Urteil, das Deutschland zu Reparationen verurteilt, die den Schaden an bzw. durch Nord-Stream wesentlich übersteigen.
Merkels Ausstieg aus der Atomenerergie 2011 und ihr Ausstieg aus der Kohleverstromung 2020 machte Deutschland extrem abhängig von russischem Erdgas, sodass Putin hoffen konnte, mit großen Erfolgschancen den Ukrainekrieg zu führen, bzw. Deutschland aus der EU herausbrechen zu können.
Eine wichtige Frage in einem Prozess um eine mögliche Kriegstteilschuld Deutschlands könnte sein, ob Merkel absichtlich den Ukrainekrieg anstrebte in der Hoffnung, Putin zu stürzen, in der Hoffnung, dadurch die ständigen Energieversorgungsprobleme Deutschlands zu lösen. Der Erdgasstreit von 2005 (damals bezahlte die Ukraine nicht die vereinbarten Gelder, und es gab keinen Erdgastransport von Russland nach Deutschland über die Ukraine) könnte eine wichtige Rolle spielen bei Merkels mutmaßlichen Versuch, den Ukrainekrieg durch Provokation anzustreben.
Es gibt zahlreiche Hinweise auf eine derartige Absicht Merkels, den Ukrainekrieg durch Provokation zu verursachen, zum Beispiel ihre Aussage, Putin sei quasi verrückt, er lebe in seiner eigenen Welt, so wie der frühere US-Präsident Obama dies an die Öffentlichkeit leakte.
Ganz abgesehen davon, ob Merkels Politik eine Kriegsteilschuld am Ukrainekrieg darstellt, stellt sich auch die Frage, ob diese Politik ein Verstoß gegen die EU-Verträge und gegen die darin enthaltene gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik wegen des energiepolitischen Alleingangs sein könnte.
Man könnte - polemisch formuliert - die Meinungsverschiedenheit zwischen CDU und AFD in vielen Fragen auch sehen als "Manufacturing Pseudo-Consent" in Anspielung auf Noam Chomskys "Manufacturing Consent": CDU und AFD stehen so gesehen für zwei unterschiedliche Geschichtslügen, deren gemeinsamer Zweck die Vertuschung der Wahrheit ist.
Mit unterschiedlichen Formen der Geschichtslüge kann man scheindemokratische "Debatten" führen, und gleichzeitig die Wahrheit vertuschen, d.h. es entsteht der Eindruck der demokratischen Meinungsvielfalt, der aber wegen der Vertuschung dritter oder vierter Versionen und Sichtweisen dann aber doch zweifelhaft ist.
Die Version der CDU wäre, Merkel sei eine friedliche, diplomatische, fähige Politikerin gewesen, die Version der AFD wäre, Merkel sei dumm gewesen, und hätte deswegen Atomausstieg und Kohleverstromungsausstieg betrieben.
Die dritte Möglichkeit, dass Merkel absichtlich den Ukrainekrieg provoziert haben könnte, um Putin zu stürzen, bleibt damit unerwähnt in allen Debatten und daher unbedacht von allen Bürgerinnen und Bürgern.
Der "Pseudo-Dissens", das Aufeinanderprallen verschiedener faktenvertuschender Versionen ist so gesehen eine Art Variante der Chomsky´schen "Konsensfabrik".