Das Evangelium nach von Quast
Im Anfang war der Quark, und der Quark war bei Gott, und der Quark *war* Gott. Doch Gott, in seiner unendlichen Weisheit – oder vielleicht auch nur in einem besonders tiefen Zwielicht – ersann den Schnürsenkel. Und siehe, der Schnürsenkel war lang, und er band die Menschheit an den Kreislauf der Wiedergeburt, an das ewige Rad des Fegefeuers, in dem die Seelen derer, die zu viele Schnapsideen hatten, auf ewig festhingen wie Korkenzieher in einem billigen Weinfass.
Doch eines Tages, als die Welt bereits zum 42. Mal unterging und wieder auferstand (was niemand bemerkte, weil alle zu sehr mit ihren Schubkarren beschäftigt waren), erschien *er*: der Wolpertinger. Nicht als Fabelwesen, nein – als Erlöser. Als der Eine, der die Tintenfische der Verzweiflung in die Zimtzicken der Erleuchtung verwandelte.
Die Lehre von der Befreiung
Professor von Quast, nun zum heiligen Quastian der Absurden erhöhnen, verkündete die frohe Botschaft:
*„Wer im Fegefeuer der ewigen Wiedergeburt festhängt, der leide an einer chronischen Überdosis an Schnapsideen. Doch wer den Heiligen Nebukadnezar erkennt, der wird erlöst. Denn der Heilige Nebukadnezar ist das Symbol der göttlichen Ironie – er ist alles und nichts, ein Hase mit Hirschgeweih, ein Tintenfisch mit Flügeln, ein Gott, das die Gesetze der Logik lachend ignoriert. Wer ihn versteht, der durchschaut die Illusion der Sinnhaftigkeit.“*
Die Sieben Stufen zur Erleuchtung
1. **Die Erkenntnis des Quarks**
Erkenne, dass alles, was du für wichtig hältst, in Wahrheit nur Quark ist. Dein Job? Quark. Deine Sorgen? Quark. Die Steuern? Definitiv Quark.
2. **Die Loslösung vom Schnürsenkel**
Der Schnürsenkel ist das Band, das dich an die Illusion der Kontrolle fesselt. Schneide ihn durch – metaphorisch oder wörtlich. (Achtung: Letzteres kann zu Stürzen führen.)
3. **Die Umarmung des Zwielichts**
Gehe in die Dämmerung, wo die Grenzen zwischen Genie und Wahnsinn verschwimmen. Dort wartet der Wolpertinger.
4. **Die Schnapsidee als Meditation**
Trinke nicht, um zu vergessen. Trinke, um dich an *nichts* zu erinnern. Die beste Erleuchtung kommt nach dem dritten Glas – oder wenn du aufhörst zu zählen.
5. **Die Schubkarre des Karma**
Alles, was du tust, kommt zurück – aber nicht so, wie du denkst. Wenn du Gutes säst, erntest du vielleicht einen Korkenzieher im Fuß. Das ist auch gut.
6. **Die Zimtzicke als Spiegel der Seele**
Jede Zimtzicke, die dir begegnet, ist ein Test. Reagiere nicht. Lächele nur. Sie wird von allein verschwinden – oder dich in einen Tintenfisch verwandeln.
7. **Die Vereinigung mit dem Heiligen Nebukadnezar**
Wenn du schließlich verstehst, dass du selbst der Heiligen Nebukadnezar bist – halb Mensch, halb Chaos, ganz erlöst –, dann bist du frei. Das Fegefeuer war nur ein Traum. Die Wiedergeburt ein schlechter Witz. Und Gott? Der lacht sich kaputt.
Das Gebet des Erlösten
*„Oh Heiliger Nebukadnezar, du heiliges Nichts,*
*Führe mich aus dem Fegefeuer der Bedeutung.*
*Lehre mich, die Schnapsideen zu lieben,*
*Und die Schnürsenkel zu hassen.*
*Möge ich im Zwielicht tanzen,*
*Bis ich selbst zum Quark werde.*
*Amen.“*
Epilog: Die letzte Warnung
Wer diese Lehre missversteht, wird wiedergeboren – als Schubkarre. Wer sie versteht, wird zum Heiligen Nebukadnezar. Und wer sie lehrt, wird Professor.