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BlackRock´s Fink schreibt blauen Brief mit grüner Tinte an seine Schäfchen. "Fink for Future". Er macht aber deutlich: "Ich habe diesen Brief nicht als Umweltschützer geschieben, sondern als Kapitalist."

In seinem Brief mahnt er die grossen Konzerne zum Öko-Denken.

Sein Aufruf liegt im Trend. "Mehr und mehr Menschen glauben an den Klimawandel. Mehr und mehr Menschen sorgen sich um ihre Portfolios. Und wie sie sich über die nächsten zehn Jahre entwickeln", sagt er.

Es geht also nicht um die Rettung der Welt, sondern um die Rettung des Kapitals. Die Läuterung vom Saulus des Kapitalismus zum Paulus des Umweltschutzes würde ihm ohnehin niemand abnehmen.

Es handelt sich einfach nur um eine neue Werbestrategie, die an der Wall Street um sich greift.

Grünes Marketing im Sinne der Gewinnmaximierung.

Grund:

Eine neue Generation von Investoren sucht nach nachhaltigen Anlagemöglichkeiten für die geerbten Vermögen. Sauber, umweltfreundlich, politisch korrekt.

Fonds in diesem Segment haben sich im vergangenem Jahr im Wert verdreifacht.

Das Gesamtvolumen liegt aber dzt. nur bei 20 Mia Dollar.

Zum Vergleich:

BlackRock verwaltet Investitionen in der Höhe von etwa 7.000 Millliarden Dollar – das BIP Deutschlands lag 2019 mit rd. 3,44 Billionen Euro etwa bei der Hälfte.

BlackRock gehört zu den größten Besitzern von Aktien der Öl- und Gasriesen. Darunter BP oder Royal Dutch Shell. Noch im August des Vorjahres hat sich Black Rock optimistisch zu Investitionen im Ölgeschäft geäußert. Die Produktion müsse steigen. Die Investitionen auch. Warum sollte man also jetzt diesem Sinneswandel Glauben schenken?

Reicht es, wenn etwa die Investorengruppe Climate Action 100+ (370 Investoren mit einem Gesamtvolumen von mehr als 41 Billionen Dollar), zu der auch BlackRock gehört, vorgibt die großen Umweltverschmutzer dazu bringenzu wollen, weniger schädliches Treibhausgas auszustoßen.

Sind das eventuell nur Marketingaktionen um sich einen "grünen Anstrich" geben. Etwa wenn Coca-Cola einen Teil seiner Einwegflaschen aus Meeresplastik herstellen oder die britische Airline Easyjet die CO2-Emissionen ihrer Flüge ausgleichen will.

Der Verdacht des „Greenwashing“ ist mehr als begründet.

Ebenso wie die Feststellung, dass der Geschäftssinn dieser Konzerne sich nicht von einer neuen Umweltfreundlichkeit zur Rettung der Menschheit vor der Klimakrise hinreissen lässt.

Oder nur dann, wenn damit viel Geld verdient werden kann.

Wer oder was BlackRock ist und über deren Weg zur Weltherrschaft gibt’s hier.

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G. Szekatsch

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Don Quijote

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