hagerhard

JedeR von uns kann betroffen sein.

Viele von uns sind betroffen.

Aktiv oder passiv.

Als PflegendeR oder GepflegteR.

Die Pflege von Hilfsbedürftigen, Kranken oder Alten wurde in der Öffentlichkeit lange ausgeblendet und an den Rand geschoben. Mit der zunehmenden Alterung unserer Gesellschaft und dem sich dadurch ergebenden Bedarf an Pflege rückt dieses Thema immer mehr und immer öfter in den Focus der Wahrnehmung.

Aktuell geht es um die Kollektivvertragslöhne der Sozialwirtschaft.

Die Bezahlung dieser Berufsgruppe ist traditionell nicht die Höchste und entspricht in keiner Weise dem gesellschaftlichem Nutzen.

Aktuell werden von den Arbeitgebern 2,8 % Erhöhung des Kollektivvertrages geboten.

Zur Erinnerung: Die Metaller erhalten ab 1.1.2019 eine Erhöhung um 3,3 %.

Zusätzlich zur Entlohnung geht es um Arbeitszeiten und –bedingungen.

In der kommenden Woche kommt es nun zu ersten Warnstreiks, um den –berechtigten- Forderungen der Beschäftigten Nachruck zu verleihen.

Gleichzeitig wird öffentlich, dass die WKO mit den Prüfungen von Pflegeheimen „unzufrieden“ ist.

Der Fachverband der Gesundheitsbetriebe wünscht sich von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, dass der Prüfungsbereich „verschlankt“ wird.

Konkret geht es um die Prüfung von Pflege- und Altenheimen durch die Volksanwaltschaft.

Dazu sagt z.B. Behindertenanwalt Hansjörg Hofer am Freitag in einer Aussendung: Er hat es immer wieder mit Beschwerden in Pflegeheimen und anderen stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen zu tun. „Um diesen nachzugehen, bedarf es einer unabhängigen Instanz, die mit möglichst weitreichenden Prüfkompetenzen ausgestattet ist“.

Dieser Sachverhalt ist eigentlich ungeheuerlich und der Wunsch der Wirtschaftskammer ist ein Angriff auf die Rechte von HeimbewohnerInnen!

JedeR von uns könnte in Zukunft betroffen sein!

Wir sollten, ja müssen, daher den Arbeitskampf der PflegerInnen unterstützen und dafür sorgen, dass jene Menschen, die sich um Pflege und artverwandte Tätigkeiten annehmen, jenen Lohn und jene soziale Anerkennung auch bekommen, den sie verdienen.

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G. Szekatsch

G. Szekatsch bewertete diesen Eintrag 09.02.2019 17:46:13

pthaler

pthaler bewertete diesen Eintrag 09.02.2019 09:40:52

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