Weg mit der grausamen Gatterjagd auf Löwen in Südafrika!

VIER PFOTEN

Die Trophäenjagd in Afrika ist derzeit mit dem aktuellen, sehr interessanten Film „Safari“ des österreichischen Regisseurs Ulrich Seidl ja heiß diskutiert. Das ist ein Thema, dessen VIER PFOTEN sich seit Jahren annimmt, und zwar vor allem, wenn es um das sogenannte Canned Hunting in Südafrika geht: Das ist eine besonders grausame Art der Gatterjagd auf Löwen.

Jedes Jahr werden in Südafrika mehr als 1.000 Löwen, die extra für diesen Zweck auf etwa 200 Farmen im Land gezüchtet werden, geschossen. Die Jäger zahlen bis zu 45.000 Euro, um ihr grausames Hobby – einen wehrlosen Löwen ohne Fluchtmöglichkeit zu erschießen – ausüben zu können. Südafrika ist das einzige Land auf der Welt, das diese Praxis weiterhin trotz der Missbilligung der Öffentlichkeit und zahlreicher Proteste duldet.

Die gute Nachricht: VIER PFOTEN hat vor kurzem mehr als eine halbe Million Unterschriften von Menschen aus der ganzen Welt mit der Forderung, das Canned Hunting zu beenden, an Seine Exzellenz Prinz Mangosuthu Buthelezi überreicht, den Parlamentsabgeordneten sowie Vorsitzenden der Inkatha Freedom Party (IPF). Dieser legte die Petition dem Umweltminister vor. Das heißt: Es tut sich etwas. Dank der Mithilfe von so vielen Menschen, denen Tierleid nicht egal ist, wurde dieser Skandal nun auf eine offizielle Ebene gehoben, wo er nicht mehr einfach ignoriert werden kann.

Unsere Unterstützer haben auch durchaus den Rückhalt der südafrikanischen Bevölkerung: Eine vor kurzem durchgeführte Meinungsumfrage von VIER PFOTEN ergab, dass 76% der Südafrikaner Canned Hunting als unethisch ansehen, 59% sind außerdem der Meinung, dass es keinen nennenswerten Beitrag zur Wirtschaft des Landes leistet. Man kann daher wirklich nur ganz forsch fordern: Weg mit der grausamen Gatterjagd auf Löwen!

Die Unterstützung dieser Industrie durch die südafrikanische Regierung rief auch zuvor in weiten Teilen der Welt Empörung hervor. Ich bin überzeugt, dass die Umfrageergebnisse ebenso wie die Petitionsübergabe wichtige Schritte sind, um die Gattung der Löwen künftig besser zu schützen. In Kürze ergibt sich eine gute Gelegenheit: Ende September findet in Johannesburg die 17. CITES Vertragsstaatenkonferenz statt. VIER PFOTEN fordert die südafrikanische Regierung auf, diese einmalige Gelegenheit als Gastgeber der weltweit wichtigsten Artenschutzkonferenz zu ergreifen, um dort das Ende der unethischen Praxis des Canned Hunting zu verkünden.

Was fordert VIER PFOTEN konkret? Bei Übergabe der Petition haben wir der südafrikanischen Regierung Unterstützung in der Entwicklung eines Aktionsplanes angeboten, um die folgenden Ziele zu erreichen:

• Beendigung der Zucht von Löwen in Gefangenschaft, um sie später für Canned Hunting zu verwenden

• Gesetzliches Verbot der Jagd von Löwen, die in Gefangenschaft gezüchtet wurden unter jedweden Bedingungen

• Gesetzliches Verbot des Handels mit Löwenknochen

Die Zeit ist überreif!

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