erschien zuerst am 18.12.18 anlässlich COP24 auf invalidenturm.eu

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Der letzte macht das Licht aus

Es ist inzwischen nahezu wie bei einer Religion, der Glaube an den erheblichen menschlichen Einfluss auf die Erderwärmung ist zum Dogma geworden, und Ketzer werden gnadenlos verfolgt.

"Noch nie war die CO2 Konzentration in der Erdatmosphäre so hoch wie jetzt" weiß z.B. der Spiegel zu berichten. Damit liegt er aber völlig falsch. Auch Temperaturmittelwerte waren in der vorindustriellen Vergangenheit schon mal höher als jetzt. Noch krasser wird es, wenn man sich diese Presseschau aus vergangenen Zeiten reinzieht.

Versteht mich bitte nicht falsch, auch ich befürworte einen möglichst zügigen Ausstieg aus fossilen Energieträgern, das sind wir schon den nachfolgenden Generationen, welche möglicherweise ganz neue Verwendungsmöglichkeiten für Öl und Kohle finden, schuldig.

Der Klimagipfel COP24 in Katowice hat mal wieder das "Minimalziel", nämlich eine Definition nach welchen Methoden die Staaten ihre Kohlendioxid-Emissionen messen sollen, erfüllt. Es gelang es nicht, Regeln für einen internationalen CO2-Rechte-Handel zu vereinbaren...

Auch der Abschlussauftritt der kleinen Greta, der wie ich hörte vielleicht 25 Zuseher hatte, und arg einstudiert wirkte, war eigentlich nur ein weiterer Tiefpunkt.

Brückentechnologie

Ich sehe eine sinnvolle Brückentechnologie eher in der Kernkraft als in, auf Teufel komm raus in den Markt gedrückten, Lithium Akkus, die die Fortbewegung und die Energiezwischenspeicherung gewährleisten sollen.

Natürlich werden jetzt die Kernkraftgegner quietschen. Aber was bitte bringt es, wenn rund um Deutschland uralte Meiler laufen und weitere ans Netz gehen werden. Von einem EU-weiten Ausstieg aus der Kernenergie habe ich jedenfalls noch nichts gehört. Selbst wenn einmal ein Unfall geschieht, solange ich von keiner deutschen Partei höre, dass sie Kernwaffen vom deutschen Hoheitsgebiet verbannt und sich für ein weltweites Verbot einsetzt, braucht ihr mir mit solchen Peanuts wie einem Reaktorunfall nicht kommen. Entsorgungsprobleme? Haben wir doch so oder so.

Problemlose Elektromobilität

Im übrigen sollten alle mal durchdenken, welche Probleme mit der Elektromobilität einhergehen. Überziehen wir Deutschland flächendeckend mit Windrädern? Irgendwo muss ja der Mehrbedarf für Elektromobilität herkommen. Momentan werden ca. 50 Millionen Tonnen Kraftstoff/Jahr in Deutschland verbraucht. Bei 13kw/kg entspricht das ungefähr 650 Millionen Megawatt/Jahr also 650 Terawatt.

Im Jahr 2017 erzeugten die Kraftwerke der allgemeinen Versorgung, industrielle Eigenanlagen sowie private Betreiber in Deutschland insgesamt rund 654 Terawattstunden Strom. Damit wäre es also erforderlich die Leistung zu verdoppeln.

Blackout

Am 10. Januar 2019 abends wäre es fast zu einem sogenannten Blackout gekommen, da sank die Netzfrequenz auf 49.8 Hertz ab. Das ist die unterste Grenze, bis zu der Einbrüche im Netz ausgeglichen werden können. Die Netzbetreiber schalteten Industriebetrieben, die viel Strom verbrauchen, denselben ab. Das führte zu Schäden an Produkten und Anlagen, vom Ausfall ganz zu schweigen.

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EU

Allerdings stört das die EU nicht, mit den weltweit schärfsten Grenzwerten für CO2 sollen jetzt die europäischen Autofahrer in die Elektromobilität gezwungen werden. Ab 2021 gilt ein Grenzwert von 95g CO2/km für Neuzulassungen, 2025 sollen es dann als Zwischenschritt 15% weniger sein. 

Danach soll bis 2030 der Kohlendioxidausstoß von Neuwagen um insgesamt 37,5 Prozent gesenkt werden. Für leichte Nutzfahrzeuge wurde eine CO2-Reduktion um 31 Prozent vereinbart. Ab 2030 dürfen also PKW-Neuwagen im Schnitt nur noch rund 59 Gramm CO2 ausstoßen. Das entspräche einem Verbrauch von 2,5 Litern.

Im Moment laufen parallel dazu Bestrebungen fossile Brennstoffe via CO2 Steuer unattraktiv zu machen. Dem können vermutlich nur Gelbwesten Aktionen noch etwas entgegensetzen, auch Deutschland plant für 2019 mit dem "Klimaschutzgesetz" eine derartige Steuer.

Ein Einsteigermodell eines E-Autos kostet knapp 30.000 €. Also ist abzusehen, dass es relativ bald vorbei ist mit Mobilität für alle. Vermutlich wird individuelle Mobilität nur noch für den "Mittelstand" möglich sein. Der Pöbel fährt halt Bus und Bahn falls sie fährt, und die Grünen, ja die jetten in den Neujahrskurzurlaub...

Karl Lauterbach: Langfristig muss auch das Ende des Benziners kommen. Er setzt mehr gefährlichen Feinstaub frei als ein Diesel und verursacht mehr Klimawandel. Der Umstieg von Diesel auf Benziner hilft daher weder Mensch noch Umwelt. Wir brauchen Kohleausstieg und e-Autos http://spon.de/afnEK

Apropos Bus und Bahn

Julia (BlondJedi): Plane eine Reise durch Deutschland. Nehme ich die bereicherte 'Deutsche' Bahn oder Flixbus inkl. Illegaler? Es ist alles so traurig! Ungefährlich ist beides auch nicht, denn Abfahrt ist am bunten Hauptbahnhof einer deutschen Großstadt mit hoher Kriminalität.

Übrigens

Wenn ich mit staatlichen Geldern überhäuft würde, um Klimafolgenforschung zu betreiben, oder den "Klimawandel" zu erforschen, würde ich den Politikern nicht sagen "es gibt ihn nicht", lieber würde ich von "Heißzeit" schwafeln um noch mehr Forschungsgelder zu erhalten. Meint Gerald.

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