Seit einiger Zeit ist im Garten und der Siedlung der "Bär" los: Die Vögel pfeifen und zwitschern um die Wette. Von den Spatzen ist man derartigen "Lärm" auch im Winter gewohnt. Aber die anderen Vögel sind nach der sommerlichen Brutphase eher still. Im Herbst wird es meistens leise im Garten - bis ein Spatzentrupp vorbeikommt und kreischend die Futterhäuschen leerräumt.

Doch irgendetwas ist diesen Herbst anders. Es muss noch einmal schön werden, denn speziell die Kohlmeisen benehmen sich auffällig. Bei ihnen kommt eine Herbstbrut gelegentlich vor und genau so sieht es derzeit auch aus. Die Tenöre der Vogelwelt sind lautstark unterwegs. Ihr Partnerruf ist unverkennbar.

Doch auch andere, leisere Vögel sind hörbar. Es herrscht verhaltene Aufregung in den Morgen- und Abendstunden. Man wähnt sich fast im Frühling, in einer Art Vorfrühling. Die Vogelwelt scheint zu erwachen, nachdem sie einige Zeit geschlafen hatte.

Das ist ein seltsames Gefühl Anfang Oktober.

Nun, ich brauche keinen Winter. Mir würde der Wettergott eine riesige Freude machen, wenn die Temperaturen moderat blieben. Einziger Nachteil: Die Eier der Parasiten frieren im Garten nicht ab. Um im Frühling einen parasitenfreien Garten zu haben, muss es einige Wochen ordentlich kalt sein.

Nun fülle ich denn eifrig die Vogelfutterhäuschen und harre der Dinge, die da kommen mögen. Es wird spannend. Der Oleander blieb bereits im Vorjahr draußen stehen und dankte es mir mit reichhaltiger Blüte.

So gehen wir unaufhaltsam der Veränderung entgegen. Den kalten Winter zu bezwingen, wäre ein Meilenstein in der Geschichte der Menschheit, die mit der Geschichte des Klimas eng verknüpft ist.

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pirandello

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MartinUSH

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