Die Welt braucht wieder Helden. Die Welt muss wieder genesen von ihrer Krankheit. Man vermisst die Helden, die Hoffnung schenken! Warum wollen Männer keine Helden mehr sein? Sie maulen nur herum, saufen Bier und lassen sich den letzten Heldenmut nehmen. Was ist nur los? Ergreifen Frauen die Macht? Hatten Frauen im Hintergrund immer schon die Macht? Schließlich war die Urgöttin, die Urmutter aller Dinge, weiblich.

Die Idee der Muttergöttin basiert auf der Vorstellung einer weiblichen Gottheit, die Macht über den Boden und seine Bewohner (menschliche, tierische, pflanzliche, aber auch ggf. deren innewohnenden Geister) hat. Sie ist zuständig für die Fruchtbarkeit der Pflanzen, häufig auch der Tiere und damit entscheidend für das Wohlergehen der Menschen. (Wiki)

Die Welt wartet auf neue Helden!

In meiner Kinderzeit waren sie noch zahlreich vertreten, die großen Helden der Geschichte. Am liebsten mochte ich Zorro, den Rächer der Armen. Es war toll, sich mit ihm zu identifizieren. Zorro führte ein Doppelleben. Er war ein reicher Edelmann, ein Müßiggänger. Wenn er von Unrecht erfuhr, kleidete er sich in seinen schwarzen Umhang und kämpfte mit Maske und Degen für die Gerechtigkeit. Die Romanfigur entstand vermutlich in Anlehnung an die Unabhängigkeitskriege Südamerikas gegen die spanische Krone. El Zorro (der Fuchs) reitet heute noch durch die Filmlandschaft.

Auch Robin Hood mochte ich, der die Reichen überfiel und die Beute den Armen gab. So erzählt man. Das Bild Robin Hoods hat sich mehrmals gewandelt, die Zeit glorifizierte es. Aus einem Räuberhauptmann, der Spielschulden hatte, wurde ein edler Unterstützer der Armen.

Es gab noch viele weitere Helden, alle Ritter der Tafelrunde zählten dazu, an Parsifal und Tristan kann ich mich gut erinnern, aber auch Ivanhoe ist unvergessen und natürlich Siegfried aus dem nordischen Sagenkreis. Für kindliche Leseratten wurde die Welt der Ritter und tapferen Helden gut aufbereitet. Immer ging es um das Ethos der Ritter und Helden. Getötet wurde nie aus Mordlust, sondern nur für die Gerechtigkeit. Oft wurde der Feind auch verschont, um das Edle des Ritters hervorzustreichen.

Winnetou war natürlich auch ein Held. Es gab viele tapfere "Indianer".

Helden werden immer dann geboren, wenn Werte durch die Politik verschüttet werden, in Zeiten ungerechter Kriege, Besitzergreifung und Machtübernahme. Deshalb fragt man sich, wo die Helden heute bleiben. Sie müssen keine Waffen mehr tragen, nicht mehr gekleidet wie Kämpfer sein, es genügt, wenn sie innere Helden sind und der Verwerfung des Weltethos trotzen, so intensiv, so lange, bis die Welt wieder gesundet. Nur eine am Ethos orientierte Welt ist eine gesunde Welt.

In jüngerer Vergangenheit gab es mehrere Freiheitskämpfer, um die sich ein Heldenepos ranken könnte. Doch ist es nicht mehr wie früher. Ist es, weil die Kindertage vorbei sind und man die Welt nüchterner sieht oder ist es, weil das Heldentum ausstirbt?

Die letzten flüchtigen Helden scheinen Politiker zu sein, die dem Raubkapitalismus trotzen, der die Erde überzieht wie eine tödliche Seuche. Bald hat er sie fest im Griff, wenn nicht ein Wunder geschieht. In Brasiliens Schulen beginnt bereits die militärische Ausbildung von Kindern. Jair "Messias" Bolsonaro, der Ultrarechte, will es so. Kinder müssen erzogen, sprich: gedrillt werden.

https://de.euronews.com/2019/03/01/brasilien-bildung-mit-militarischem-touch-ist-an-der-tagesordnung

Wie befreiend wirkt es hingegen, wenn man den linken Präsidenten von Venezuela mit dem Volk Salsa tanzen sieht. NIE würde Maduro auf die kranke Idee kommen, Kinder zu militarisieren!

Die Feinde der Sozialisten werden sagen, nur ein verrückter Präsident kann tanzen, während "das Volk hungert". Scheinbar irrationale Dinge zu tun, macht aber unter anderem das Wesen eines Helden aus. Der Held setzt sich über bestehende Missverhältnisse hinweg, indem er sie bewusst ignoriert. Er akzeptiert sie nicht.

In der Gegenwart scheinen die Helden nur noch links zu stehen. Fidel Castro war auf seine Art ein Held - er widerstand dem US-Kapitalismus. Hugo Chavez? War er ein Held?

Ein Held muss auch Ethos besitzen. Es geht nicht nur um den Kampf, es geht um den Kampf auf der Basis von Ethos.

So gesehen haben es Helden heute schwer.

Hat man sich das letzte Maduro-Interview angehört, so kommt ein leiser Heldenverdacht auf. Ob er sich bewahrheitet, wird die Zeit zeigen, zumal ein Held immer allein kämpft, ohne Großmächte im Rücken.

Vielleicht braucht es deshalb keine Helden als Einzelkämpfer mehr, weil sich Großmächte herausbilden, die das Ethos des Helden übernomnen haben? Russland und China scheinen für eine gute Sache zu kämpfen, gegen die kapitalistische Ausbeutung der Welt. Die Waffe, die sie einsetzen, gleicht der Waffe des Helden. Sie ist im Prinzip nicht tödlich, trägt aber eine Botschaft: Wir warnen dich! Stoppe deine Schritte!

Kann man sich also zurücklehnen und auf ein tausendfaches Heldentum in der östlichen Hemisphäre vertrauen? Ich würde es bejahen. Alles andere wäre fatal.

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