Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Airbus prognostiziert: In 20 Jahren sind doppelt so viele Flugzeuge unterwegs wie heute. Schöner lässt sich Brutalkapitalismus auf Teufel komm raus kaum illustrieren.

Der Flugverkehr mit seinen Emissionen in die Atmosphäre zählt zu den Hauptverursachern des Klimawandels; zugleich sind Ferntourismus und überflüssige Warentransporte „just in time“ – Stichwort Flugananas – nach wie vor gefragte Kassenfüller.

Flughäfen kassieren über Gebühren kräftig mit, wobei die Konstrukte der Trägergesellschaften so gewählt sind, dass zwar die staatliche Unterstützung kräftig ist (etwa auch bei der Durchsetzung von ökofeindlichen Start- und Landebahnen), die Gewinne aber ins Private abfließen, ohne konkrete Personen ins Auge zu fassen. Wie überall profitiert der anonyme Shareholder.

Luft- und Raumfahrtindustrien prosperieren, und kein Staat der Welt hat den Mumm, gegen den ökologischen Wahnsinn einer Luftfahrt zu protestieren, die wie ein Krebsgeschwür wächst. Man redet uns ein – und zu viele glauben es, wie das so ist zurzeit mit den demagogischen Narrativen –, dass das alternativlos wäre. Dass Ferien auf den Malediven ein menschliches Grundbedürfnis und Lieferungen aus dem fernsten Osten nach Europa binnen 24 Stunden lebenswichtig wären.

Das Killerargument Arbeitsplatz kommt so sicher wie das Amen im Gebet, während eher selten über die militärischen Implikationen der Industrie gesprochen wird, die von der zivilen Luftfahrt mitfinanziert werden. Sexbomber nach Thailand alimentieren Drohnen und Raketen … mehr als nur ein symbolischer Zusammenhang der gängigen Perversionen, sich die Erde untertan zu machen.

Wir werden sie schon kleinkriegen … und die Politik? Geriert sich als willfähriger Gehilfe des Big Business. Weltweit. Mit den phallischen Fliegern und Raketen lassen sich so herr(!)liche Größenvergleiche inszenieren …

Vernunft? Nicht am Radar, auf Sicht.

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G. Szekatsch

G. Szekatsch bewertete diesen Eintrag 07.07.2018 16:41:00

Tourix

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