Fotomontage Manfred Breitenberger | Cervantes auf dem Sklavenmarkt in Algier - Die Belagerung von Wien 1683 - Französische Partyszene

Rund fünfhundert überwiegend mit Sturmhauben ausgerüstete junge Männer der Stuttgarter Party- und Eventszene demolierten und plünderten in der Nacht zum 21.Juni 2020 die Stuttgarter Innenstadt, verletzten dabei neunzehn Polizisten, beschädigten zwölf Streifenwagen und traten unter anderem einem am Boden liegenden Studenten gezielt gegen den Kopf. In den USA verwüsteten Anhänger von „Black Lives Matter“ amerikanische Städte und machten Israel für den Tod der Afroamerikaners George Floyd verantwortlich. In Los Angeles zerstörte und plünderte die Szene Synagogen und jüdische Geschäfte. In US-Städten wurden die Statuen vermeintlicher Rassisten, wie zum Beispiel Churchill, Lincoln oder Kolumbus zerstört oder beschädigt. In San Francisco wurde die Büste von Miguel de Cervantes verunstaltet, vermutlich weil dieser in seinem Ritterroman „Don Quijote“ zu islamkritisch seine Sklavenzeit aufarbeitete.

Miguel de Cervantes war im September 1575 auf der Heimreise als sein Schiff kurz vor der katalanischen Küste von islamischen algerischen Korsaren angegriffen wurde. Die überlebenden Passagiere, darunter der spanische Nationaldichter, wurden gefangengenommen und als weiße Sklaven in Algier verkauft. Nach fünf Jahren und vier erfolglosen Fluchtversuchen wurde Cervantes 1580 durch den Trinitarier-Orden freigekauft. Die islamischen Barbaresken-Korsaren überfielen vom 16. Jahrhundert bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts Schiffe und Küstenstädte von Italien bis hin nach Island. Zwischen 1530 und 1780 wurden über eine Million weiße christliche Gefangene als Sklaven nach Nordafrika verschleppt und rund zwei Millionen bei den Angriffen ermordet. Die europäischen und die amerikanischen Regierenden bezahlten Schutzgelder an die Barbareskenstaaten Algier, Tunis und Tripolis um von den Überfällen möglichst verschont zu bleiben. Der katholische Mönchsorden der Trinitarier sammelte Geld von den Gläubigen für den Freikauf von christlichen Sklaven aus den Händen der Barbaresken. Als Thomas Jefferson 1801 seine Präsidentschaft in den USA antrat, war er sich mit dem Kongress einig, diese unwürdigen Zahlungen umgehend einzustellen. 1801 forderte der Pascha von Tripolis 225.000 Dollar Tributzahlungen von Thomas Jefferson und der amerikanischen Regierung. In einem Briefwechsel stellte Jefferson die Frage mit welchem Recht die Korsaren Schiffe überfallen und die Überlebenden später als Sklaven verkaufen. Darauf antwortete der Partyszenen-Pascha sinngemäß, im Koran stehe dies exakt so formuliert, Ungläubige dürfen überfallen, ermordet oder versklavt werden. Um die Party der Korsaren Nordafrikas zu stoppen, zogen die jungen USA 1801 in den Amerikanisch-Tripolitanischen Krieg für einen kurzzeitigen Frieden und die Freilassung von 300 amerikanischen Sklaven. Erst im Zweiten Barbareskenkrieg von 1807-1813 wurde das Problem der islamischen Piraterie im Mittelmeer zumindest vorläufig bereinigt.

Nachdem die Party- und Eventszene unter der Führung von „Suleiman dem Prächtigen“ bereits 1529 vergeblich versuchte Wien zu erobern, startete sie ab Juli 1683 einen erneuten Versuch. Auf dem Vormarsch wurde die Bevölkerung Niederösterreichs wieder einmal geplündert, ermordet und die Häuser, Gehöfte und Kirchen wurden niedergebrannt und Tausende als Sklaven ins Osmanische Reich verschleppt. Alle Orte rund um Wien wie Hainburg, Schwechat oder Pellendorf wurden dem Erdboden gleichgemacht. Am 14. Juli 1683 standen Kara Mustafas (140.000 Mann) Truppen vor Wien und am nächsten Tag begann die Beschießung. Bereits im September wütete unter den Verteidigern Wiens eine Ruhrepidemie, Munition und Lebensmittel gingen zu Ende und viele Bastionen lagen in Trümmern. Deshalb machten im September 1683 aus der Ferne herbeigeilte 75.000 Soldaten unter dem polnischen Partyschreck Jan Sobieski und vor allem 10.000 Partygegnern aus Bayern dem Treiben der Eventszene ein Ende. Nach der Flucht der Türken wurde Kara Mustafa kurz darauf auf Befehl des Sultans mit einer Seidenschnur hingerichtet, offenbar weil die Party nicht nach den Wünschen des Sultans ausgerichtet wurde.

Im August 2014 überfiel die Terrormiliz Islamischer Staat das Gebiet der Jesiden um einen Völkermord an der Bevölkerung zu verüben. Rund 400.000 Jesiden wurden vertrieben, 5.000 Jesiden wurden ermordet und 7.000 Frauen und Kinder entführt und größtenteils als Sexsklavinnnen verschleppt. Die Beschreibung und die Erwähnung der weiteren islamischen Party- und Eventszene, alleine im Nahen Osten, würde an dieser Stelle jeden Rahmen sprengen.

Im Gegensatz zu Deutschland diskutiert man in Frankreich seit längerem über die dortige Party- und Eventszene. Tagelang ist es beispielsweise in einem Vorort der Stadt Dijon im Juni 2020 zu schweren Ausschreitungen gekommen. Die Probleme der Banlieue, der Vorstädte mit einem großen Einwanderanteil, sind nach wie vor ungelöst. Vermummt und mit Baseballschlägern bewaffnet zog die Party- und Eventszene durch Dijon, weil zuvor ein 16-jähriger Tschetschene von maghrebinischen Banden angegriffen wurde. In dem bürgerkriegsähnlichen Konflikt wird die französische Polizei nicht mehr mit der Kriminalität in den Vorstädten fertig und so bilden sich nun tschetschenische Bürgerwehren die gegen nordafrikanische Kriminelle vorgehen.

Die Rassentrennung in den USA bis weit in die 1960er Jahre hat zweifellos Spuren und Wunden hinterlassen und so gibt es dort ein Rassismus-Problem und nicht nur dort. Schwarze machen im Durchschnitt ungefähr 40 Prozent der Insassen in Gefängnissen aus, sie stellen aber nur 15 Prozent der Bevölkerung. Die Zahl der Weißen, die in den USA von Polizisten erschossen werden, ist freilich doppelt so hoch wie die der Schwarzen. Das Problem der Polizeigewalt in den USA betrifft also alle ethnischen Gruppen, sagt zum Beispiel der schwarze Ökonom Glenn Loury.

Bereits Malcolm X wollte den Juden die Verantwortung für Kolonialismus und den transatlantischen Sklavenhandel in die Schuhe schieben. Louis Farrakhan, der Führer der afroamerikanischen Bewegung Nation of Islam gibt die Schuld an der jahrhundertelangen Unterdrückung der angeblich „überlegenen schwarzen Minderheit“ den „jüdischen Blutsaugern“. Die „Black Lives Matter“-Apologeten haben es geschafft dass Hollywood Stars wie Chelsea Handler in den USA die reaktionären und antisemitischen Reden von Farrakhan weiter verbreiten.

Um Rassismus, Ungerechtigkeit und Diskriminierung zu verurteilen muss man sich nicht mit antisemitischen Bewegungen solidarisieren oder vor ihnen niederknien. Mit Hysterie, mit Appeasement und mit Verharmlosung von Gewalt, werden keine Probleme gelöst wie die Geschichte gezeigt hat. Alle Menschenleben zählen, auch das Leben eines jeden Polizisten! Die zielgerichtete Dämonisierung der „Whiteness“ ist eine Rebellion vermeintlicher Eliten gegen die westliche Zivilisation. Im Namen des Anti-Rassismus werden die Verdienste der westlichen Zivilisation, beispielsweise zur Abschaffung der Sklaverei geleugnet und gleichzeitig die blinde Gewalt des Mobs verharmlost. Die identitätspolitischen Reden beispielshalber der postkolonialen Linken von den "alten weißen Männern" werden schon beim Blick auf schwarze Männer und weiße Frauen grotesk und sie transportieren was sie sind, reaktionär und in den meisten Fällen antisemitisch.

Bereits veröffentlicht bei Mission Impossible

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