Der slawische Gott Triglav hatte drei Gesichter. Damit er in die Vergangenheit, die Gegenwart und in die Zukunft sehen konnte. Wahrscheinlich war es ursprünglich eine weibliche Gottheit, die später vermännlicht wurde. Aber das nur so nebenbei erwähnt. Triglav war gut und gütig. So gut, dass die Menschen ihm/ihr die Augen verbanden, damit er/sie nicht sehen konnte, was die Menschen für böse Sachen machten. Triglav sollte nicht leiden.

So kann man Probleme auch lösen. Man versteckt sie, niemand sieht sie, als ob es sie gar nicht gäbe. Niemand stört sich mehr an bösen Handlungen.

Damit die guten, mitleidigen Menschen nicht sehen müssen, wie grausam die harten, kalten, bösen Menschen mit Tieren umgehen, hat man diese Grausamkeiten vor ihnen einfach versteckt. Damit zarte Seelen nicht leiden. Das war der Beginn des Tierschutzes. Nicht die Tiere wurden geschützt, sondern eine Gruppe von Menschen, die sich nicht mit Tierqual abfinden wollten und konnten. Man merkt sofort, das kann nicht gut gehen. Es ging auch nicht gut. Zwar vermehrten sich offenbar die mitleidigen Menschen, durchsetzen konnten sie sich jedoch nicht. Weil Sadisten und Psychopathen im Vorteil sind, obwohl sie eine Minderheit darstellen. Sie sind rücksichtslos auch anderen Menschen gegenüber. Gerade dort wo man über andere Macht ausüben kann, tummeln sich besonders viele von ihnen. Diese Macht wollen sie sich nicht streitig machen lassen. Dafür kämpfen sie mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln.

In manchen Bereichen hat sich deshalb in Sachen Tierschutz bis heute wenig geändert. Vor allem in der Landwirtschaft, der Pelztierzucht und bei den Tierversuchslaboren. Der Staat hält nämlich nicht nur schützend seine Hand über diverse Tierquäler, sondern fordert sie zum Teil sogar zur Tierquälerei auf. Weil es sich angeblich um eine Notwendigkeit handelt. Ganz nach altem Muster werden Menschen die Tierquälerei öffentlich machen, bestraft und kriminalisiert. Alles soll geheim bleiben, damit zarte Gemüter nicht leiden. Viele der Tierquäler verstehen überhaupt nicht, was "die da draußen" von ihnen überhaupt wollen. Sie glauben, etwas Gutes für die Menschheit zu tun. Manche weil sie dazu erzogen wurden, grausam zu sein. Andere weil sie so geboren wurden. Vom Staat fühlen sie sich verstanden und beschützt, vor diesen ungerechten Weicheiern.

Woher kommt diese abartige Verachtung für das Tier, die man braucht, um ohne ein schlechtes Gewissen zu entwickeln, abscheuliche Verbrechen an wehrlosen, fühlenden und leidenden Lebewesen zu begehen? Sofern man nicht sadistisch veranlagt ist, aus der Religion und ich meine damit nicht nur das Christentum. Vor tausenden von Jahren war jemand der Meinung, Tiere seien nur dazu da, "dem Menschen untertan zu sein" und geopfert zu werden. Von quälen dürfen, steht in den "heiligen Büchern" allerdings nichts. Seit tausenden Jahren glauben Menschen diesen Unsinn. Warum eigentlich? Weil er den bösen Menschen genehm ist. Sie fühlen sich bestätigt.

Es wäre an der Zeit, dass die mitleidigen Menschen sich mehr als bisher zusammen tun und den Unmenschen Paroli bieten. Ein "Du Du" genügt nicht. Da muss man schon lauter sprechen und die Politiker aufscheuchen. Wir brauchen gläserne Ställe und gläserne Labore. Die Öffentlichkeit muss sehen, was sich hinter verschlossenen Türen abspielt. Die Politiker müssen auch die Rechte der Tiere vertreten, denn Tiere sind zu respektieren. Quälerei kann niemals notwendig sein. Produkte aus quälerischen Haltungen muss man so besteuern, dass es sich nicht mehr lohnt, sie zu produzieren. Und zwar egal aus welchem Land sie stammen. Tierversuche sind nicht notwendig, denn es gibt bereits genug Alternativen und solche Alternativen gehören gefördert.

Wie bringt man Politker dazu, solche Gesetze zu machen? Indem man sie nicht mehr wählt, wenn sie es nicht tun und indem man aus Parteien austritt, die sich nicht dafür einsetzen. In einer funktionierenden Demokratie hat das Volk das Sagen. Aber dazu muss es eben auch den Mund auf machen. Vor allem muss es auch Konsequenzen auf sich nehmen. Man kann und muss nicht alles haben. Gute Menschen können auch auf etwas verzichten, um anderen keinen Schaden zuzufügen. Lasst uns endlich gut sein.

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