Dies ist die Ergänzung aus den m. E. wichtigen Stellen der Diskussion. Es gab ja unzählige lobende Kommentare, die ich wegließ, weil sie für mich uninteressant sind. Eine Diskussion lebt nicht ausschließlich von gegenseitigem Lob.

Ich griff diese Diskussion als Beispiel heraus, von der es sicher dutzende ähnliche in Deutschlands Facebook täglich gibt, weil sie beispielhaft ist. Sie steht als Beispiel für das Verständnis der muslimischen Migranten, sowie deren Selbstreflexion und sie steht für die Diskussionskultur in NRW und vielerorts in Deutschland. Viele Muslime, auch dieser, sehen sich als Opfer, er schreibt seine Eltern seien mit völlig falschen Versprechen nach Deutschland gelockt worden. Auch bei jetzigen Zuwanderern sieht man dies, da werden oft hier enorme materielle Forderungen gestellt, zu lesen in regionalen Zeitungen, wie eigenes Haus und Auto, worüber oft nur Verwunderung folgt. Begründet wird dies, weil man ja nach Deutschland gelockt wurde und dafür viel riskiert hat, auch Geld für die Schlepper. Das die türkischen Migranten nur befristet als Gastarbeiter geholt wurden, verschweigt er, auch Eigenverantwortung ignoriert er dabei. Dann die völlig absurde Einschätzung der Situation der Muslime. Obwohl es in der 3. Generation riesige Parallelgesellschaften gibt, es immer mehr Probleme gibt, Duisburg ist bekannt dafür, geht der Autor des Facebook-Beitrags nicht darauf ein.

Also hier noch die restlichen kritischen Kommentare:

Ronald Dwelk „Emi Ak ich habe mit Interesse deinen Beitrag gelesen. Genau das ist unser aller Problem wie auch das der Einwanderer aus den Ländern im Süden wie z.B. die Türkei. Nach Deutschland erst als Gastarbeiter gekommen und dann eingewandert, weil die Deutsche Mark lockte. Nicht das Land oder die Menschen lockten, nein es war das Geld. Ein paar Jahre hier Arbeiten und ab wieder zurück in die Türkei mit dem viel verdienten Geld war angesagt. Nach Jahren gewöhnten sich die "Gastarbeiter" ans Geld (nicht ans Land) und wenn der Jahresurlaub kam sind die meisten von den Gastarbeitern mit ihrem Ford Transit hochbepackt (Kühlschränke, Baumaterial wie Fenster oder Türen usw.) über die Balkanrute ins Heimatland gefahren. In unserem Land gründeten sich die Grünen und mit diesen kam die Forderung den Familiennachzug zu ermöglichen und viele stimmten dem zu. Familien wurden nach Deutschland geholt weil der Partner dann immer da ist (was auch ich für sehr gut halte) und die Ärzte um die Ecke wohnten. Alles war besser für die Kinder die Schule, usw. viele Türken wohnten in Gruppen und später in Orten zusammen. Die Sprache war nicht so wichtig, in Türkisch bekam man auch alles. So wurde Türkisch weiter gesprochen im fremden Land wo man versuchte sein Geld zum Leben zu bekommen. Du schreibst dass deine Heimat Duisburg ist und ich denke du hast dich an das fremde Land deiner Eltern nur gewöhnt, aber richtig angekommen im Heimatland Deutschland? Wenn ich auf deine Seite gehe sehe ich vieles in Türkisch gepostet in einer Sprache die ich in meiner Jugend nur aus 1000 und eine Nacht kannte und als erstes sehe ich auch den Halbmond. Es erweckt bei mir den Eindruck das du zwischen den Stühlen sitzt wie viel andere auch. Schau mal nach Amerika das sind fast alles eingewanderte Bürger und sie sprechen alle Englisch auch untereinander. Kommst du nach Bruckhausen, Marxloh oder Hochfeld ist es nicht so leicht auch die deutsche Sprache zu hören. Heimat zu definieren ist für Kinder auch schwer wenn du in einem Land mit den Eltern wohnst das nicht das Heimatland der Eltern ist.“

Matt Elger „Für mich ist dieser Bericht Schönfärberei par excellence. Es erinnert etwas an die DDR. Da las man in der Volkswacht auch immer die tollsten Sachen, wie toll doch alles sei, genauso im Fernsehen, in der Realität und vor allem den Betrieben sah es anders aus. Ich glaube das meiste Emi Ak, er hat nicht einmal gelogen, aber er hat die Probleme ausgeklammert, wie Du schreibst das noch die türkische Sprache Standard ist und lange sein wird. Mich stört vor allem das die extremen Auswüchse beim Islam ohne weiteres akzeptiert, ja sogar innerhalb der Glaubensgemeinschaft vertuscht werden. Meinetwegen kann jeder glauben was er will, aber sein Glauben hat alle anderen Religionen genauso zu achten, wie seine eigene.“

Ronald Dwelk „Der Glaube ist ein weiteres Thema, das für eine große Zahl von meinen türkischen Freunde keine Rolle spielt. Die, die das Leben sehe ich oft Freitags zwischen 12 und 14 Uhr in großer Zahl vor den Moscheen mit dicke Autos vorfahren während ich Arbeiten muß. Sie haben teilweise Ordner für den Parkraum der in der Regel zu klein ist. Vorne laufen die Männer gut angezogen teilweise aber auch mit Nachthemden hinein und die Frauen schleichen zum Nebeneingang. Ich frage mich immer woher sie die Zeit haben wenn wir doch alle Arbeiten müssen. Eine für mich nicht nachzuvollziehende Tatsache ist in den Moscheen normal, erstens: die Frauen in die Ecke zweitens: alle sprechen kein deutsch, und die Predigt? halten Imane? aus der Türkei die kein Deutsch in der Regen können. Das hat mit Integration nichts zu tun obwohl es eine Bringschuld der Zuwanderer ist. Ich möchte dazu aber nichts weiter sagen außer, sollen alle mit ihrem Glauben glücklich sein, da ich Religionen als Menschen Erfindungen halte die mit nichts zu beweisen sind. Deshalb bitte immer in den eigenen Wänden mit ihren Religionen bleiben.“

Matt Elger „Ich bin bei Glauben auch offen bzw. war es. Ja, jeder soll daran Glauben was ihn glücklich macht. Ich schaute wahrscheinlich viel zu lange komplett weg, weil es mich schlicht nicht interessierte. Aber es darf nicht jede religiöse Einrichtung akzeptiert werden, wird es ja auch nicht. Es gab Schließungen/Verbote von Sekten, Vorbehalte/Kontrollen gegen Zeugen Jehovas,... warum also nicht den gleichen Maßstab bei Moscheen anlegen?

Ich denke, wenn verankert ist, dass das deutsche Gesetz geachtet wird, das eine Trennung von Staat und Religion stattfindet, die Predigten in Deutsch stattfinden, dann OK. Sonst haben sie geschlossen zu werden. Die meisten Moscheen haben somit geschlossen zu werden, denn keines dieser Dinge wird eingehalten. Es gibt in Berlin eine liberale Moschee, gegründet von Seyran Ates, nur hat sie dauerhaften Personenschutz, dies zeigt wie groß die Diskrepanz zwischen Wunsch der Politik und Wirklichkeit ist.

Ich möchte weder nach der Bibel, noch nach der Scharia leben.“

Ronald Dwelk „Ja es ist schrecklich was alles mit Religionen angerichtet wird und wurde. Weltweit werden auch Synagogen bewacht. Und alles weil Menschen verblendet wurden oder es sind.“

Emi Ak „Tja Ronald. Dann hast du es nicht richtig kapiert. Das Kind daneben nicht wahrgenommen oder. Obwohl das Foto viel grösser ist. Es geht um Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. Du hattest eine vorgefasste Meinung, die du in deinen Augen bestätigt gesehen hast. Abgesehen davon wäre es recht verlogen die deutsche Flagge zu posten wenn die meisten Kommunikationen türkisch sind. Das ist die türkische Flagge was du als Halbmond zu erkennen glaubst“

Matt Elger „jeder hat eine andere Sicht. Es ist gut, dass man sich hier zum Dialog gefunden hat, ist selten genug. Dafür kann man auch Dir dankbar sein. Letztlich gilt dies für jeden anderen aber auch. Es muss Dir aber schon klar sein, dass es Selbstverständlichkeit zu sein hat, dass Du als Deutscher auch hier im Land deutsch sprichst und nicht mit der türkischen Fahne herumwedelst. Oder sprichst Du türkisch, wedelst mit der türkischen Fahne herum? Ist also schon etwas dran, Du sitzt zwischen den Stühlen, wird jedem Migranten so gehen, egal woher.

Abgesehen davon, die PKK Fahne wird doch auch verboten, es wurden heute sogar Leute festgenommen, weil sie Öcalan-Abbildungen unbedingt zeigen wollten. Diese ganze Sache kann man nämlich auch umdrehen. Die Deutschen haben den türkischen Migranten unheimlich viel Toleranz entgegen gebracht, sie haben nahezu alles geduldet, sei es das Behalten der türkischen Staatsbürgerschaft, sei es die doppelte Staatsbürgerschaft, sei es das stete Sprechen der türkischen Sprache, sei es die Eröffnung von Moscheen,... Hinzu kamen gigantische finanzielle Leistungen, erste türkische Migranten kamen 1961, da war Deutschland schon wieder aufgebaut, der Boom nach dem Krieg fast vorbei. Aber wie oft beziehen türkische Migranten, der ersten/zweiten/dritten Generation Harzt IV,... Was wird für die Integration aufgebracht, auch dies sind große Summen. Letztlich wird irgendwann die Toleranz enden. Die Integration haben immer die Migranten zu erbringen, dies wissen sie wenn sie in anderes Land gehen. Auch Du wusstest bzw. Deine Eltern wussten dies oder nicht?“

Der erste Teil:

https://www.fischundfleisch.com/matt-elger/was-soll-denn-der-quatsch-40939

Der Link zu der Diskussion ist beim ersten Teil dabei.

Hier noch die Screenshots, weil es eine geschlossene Gruppe ist.

Der Ausschluss, sichtbar an den grauen Namen.

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