Nach dem Lesen so mancher Blogs und Kommentare der linken Krabbel-Gruppe frage ich mich immer öfter ob es für derartiges auch wissenschaftliche Erkenntnisse gibt. Meiner Meinung nach schon, denn man kann dabei locker von absolutem Realitätsverlust -welcher ja ein psychisches Problem darstellt und zu sozialer Desintegration und absolut politischer Unkontrollierbarkeit (chaotischer RV) oder aber Vorausetzung für das Gegenteil ist -ausgehen.

Einfacher erklärt handelt es sich um das sogenannte PL-Syndrom (Pippi-Langstrumpf-Syndrom) welches seinen Namen der Zeile in dem Lied "Ich mach mir die Welt, widewidewitt-wie sie mir gefällt" und beschreibt einen psycho-pathologischen Zustand des Geistes, der durch Realitäts- und Identitätsverlust bei gleichzeitigem Erfinden einer Phantasie-Identität und Scheinwelt gekennzeichnet ist. Diese Symptome werden wie folgt im Kinderlied beschrieben: "Zwei mal drei macht vier, widewidewitt, und drei macht neune". Pippi ignoriert die objektive Realität und phantasiert sich ihre Welt nach Gutdünken zusammen.

Im Kindesalter ist dies unbedenklich und tritt sowohl im Kleinkindalter als auch in der Pubertät auf, wird aber im Laufe einer normalen Persönlichkeitsentwicklung überwunden. Daher spricht man beim Kind nicht von Syndrom, sondern von den Pippi-Langstrumpf-Phasen I und II. In Phase I mit ca. 3 bis 5 Jahren neigt das Kind zu phantastischen Lügengeschichten. Es behauptet, fliegen, zaubern oder seine Zunge aus dem Mund herausnehmen zu können. Spätestens mit dem Schuleintritt sollte das Kind über die Phase I hinweg gekommen sein. In Phase II, die kurz vor dem Eintritt der Pubertät beginnt, neigen vor allem die Buben zu abenteuerlichsten Schilderungen eigener Heldentaten. So behaupten sie zB mit dem LKW des Vaters gefahren zu sein oder den Server der CIA gehackt zu haben. Typische abstruse Phantasie-Szenarien finden sich in Pippi Langstrumpfs Lied: "Ich hab ein Haus, ein kunterbuntes Haus, ein Äffchen und ein Pferd, die schauen dort zum Fenster raus."

Was beim Kind und Jugendlichen als normale Entwicklungsstufe gilt, muss beim Erwachsenen als krankhafter Realitätsverlust betrachtet werden, sofern ein Fall von schwerer Dummheit auszuschließen ist. Die Symptome des PPL-Syndroms sind nicht immer einfach zu erkennen, da die Betroffenen sich teilweise auf reale Fakten beziehen, ihre Äußerungen mit heiligem Ernst und in tiefster Überzeugung vortragen und es dem Zuhörer oftmals nicht möglich ist, das Behauptete an Ort und Stelle zu überprüfen. Ist der PPLS-Betroffene mit einer passablen Bildung ausgestattet, wird er diese zur Ausschmückung seiner Geschichten einsetzen und sein Publikum mit Pseudo-Fakten und völlig wirren Worthülsen zu beeindrucken versuchen. PPLS-Betroffene entwickeln ein instinktives Gespür dafür, was ihre Zuhörer wissen können und was nicht. So finden sie geeignete Ansatzpunkte für das Verbreiten von Pseudowissen. Beispielsweise kann es durchaus vorkommen, dass ein PPLS-Betroffener - nur mal so als kleines Beispiel - einem Nicht-Italiener erzählt, in Rom wäre Parmesan gänzlich unbekannt, wenn er davon ausgehen kann, dass der Nicht-Italiener diese Behauptung nicht überprüfen und widerlegen kann. Der PPLS-Betroffene jongliert mit Zahlen und Statistiken, die sich nach Insiderwissen anhören und ihn als Experten erscheinen lassen weil er/sie/es ja das "richtige" Medium lesen. Merke: KRONE-Leser sind naturdeppert und F-Wähler.

Manche PPLS-Betroffene finden ihre Befriedigung im Psychologisieren. Sie geben ungefragt und meist ohne ausreichende Kenntnis sowohl der betreffenden Person als auch, und – dies ist besonders problematisch – der Psychologie, Einschätzungen, Urteile, Analysen und Vermutungen wie zB „Denkzwerg“ oder ähnliches ab, die ihnen absolut nicht zustehen, und spinnen sich so Zerrbilder von Personen ihres näheren und ferneren Umfeldes zusammen, die sie ungefragt völlig ungeniert Unbeteiligten zum Besten geben. In jedem Fall glaubt der Erkrankte felsenfest an die Richtigkeit seiner Äußerungen, wobei Widerspruch in den meisten Fällen zwecklos und es sich als "Perlen vor die Säue werfen" herausstellt.

Leider sind die Therapiemöglichkeiten von PPLS äußerst eingeschränkt, da die Betroffenen selten einen Leidensdruck entwickeln, der sie veranlassen würde, eine Therapie in Erwägung zu ziehen. Besonders schwierig sind Fälle, in denen keine materiellen oder anders gelagerte Zwänge bestehen, die Scheinwelt zu verlassen. Die wenigen dokumentierten Fälle von therapierten PPLS-Betroffenen stimmen wenig optimistisch. Die einzige Möglichkeit, den Betroffenen eine sinnvolle Zukunft zu ermöglichen, ist der Eintritt in eine Partei und die Wahl in den National – oder Bundesrat, da ja offensichtlich nur SIE wissen wo der Hammer hängen tut. ;)

Habe fertig, hau mir jetzt ein Bier rein, nehme meine Tabletten und gut is..... ;)

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