Zwar ist die Spieldauer eines Songs noch lange kein Qualitätsmerkmal, doch gibt es gerade oberhalb der Acht-Minuten-Marke eine Menge Schmankerl, die von den Radiostationen gehasst und von den Fans geliebt werden. Meist fristen sie ihr Dasein am Ende eines Albums, fern vom Radar des Mainstreams und der Single-Auskoppelungen, doch um genau diese oftmals genialen Nummern geht es. Vergesst einmal die übliche Dreieinhalb-Minuten-Faustregel und bringt etwas mehr Zeit mit.
Mit Wish You Were Here setzen Pink Floyd 1975 ihrem einstigen Bandkollegen Syd Barrett ein monumentales Denkmal. Aufgeteilt in neun Abschnitte, bildet Shine On You Crazy Diamond Anfang und Ende des Albums, ein endlos geflochtenes Band von 26 Minuten Länge, geschrieben von David Gilmour und betextet von Roger Waters. Bedauern, Melancholie, Zweifel und Erhabenheit gehen Hand in Hand und schicken postwendend in andere Sphären.
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In den Sechziger und 70er konzentrierte sich die Rock-Musik mit überwältigender Mehrheit auf kurze, knappe, eingängige Songs. Insbesondere das Diktat der BBC in England mit seiner Drei-Minuten-Formel machte es den Bands der Ära schwer, sich auch mal in längeren, experimentelleren Kompositionen auszutoben. Überlange, proggige oder psychedelische Wundertüten gab es damals dennoch....
Prog as prog can, - mit Karn Evil 9 krönten Emerson, Lake & Palmer ihr 1973er Erfolgsalbum Brain Salad Surgery und zeigen eindrucksvoll, wo der Progressive-Hammer hängt. Unterteilt in drei Impressions und vollkommen entfesselt: Orgel, Syntheszier, Gitarren, Bass und Schlagzeug umschlingen sich in fordernder Rhythmik und fordernden Melodien. Einfach ist das nicht. Einfach beeindruckend schon.
Habe die Ehre :)