Skulpturaktivist vom Bodensee (oder so)

Bleiben wir noch ein wenig politisch, also geografisch, oder so. PI Politik Spezial Chefredakteur Markus Gärtner hat es wieder getan. Er war noch einmal bei dem, schon etwas schelmischen am Bodensee lebenden Künstler und Bildhauer Peter Lenk.

Dieses Mal allerdings war ein Rundgang im Skulpturengarten des Künstlers angesagt. Wer Interesse hat, kann sich dort für einen Gruppenführung anmelden. Und seine interessanten Bücher und Broschüren mit Skulpturen und den Geschichten dazu verkauft Peter Lenk auch. Was er macht ist allemal jede Unterstützung wert.

Einfach geni(t)al

Vom Bodensee schwärmt der extravagante Künstler aus. Ja und Markus Gärtner, der Profi, was macht er? Er lässt den Künstler erzählen und fällt ihm nicht ins Wort. Saubere Sache.

Seine K(G)unstwerke sind sogar am TAZ-Gebäude, wo ein riesen Pimmel, das gesamte Fassadenwerk dominiert. Ja, Friede sei mit Dir. Nein, es dreht sich hier nicht um eine Friedensbewegung, sondern eher um eine Friede-Erregung, oder so.

Lest selber: https://de.wikipedia.org/wiki/Friede_sei_mit_Dir

Bodensee-Romantik

Wie gesagt, der Bodensee zieht mich immer wieder an. Ich muss einmal ein paar schöne Aufnahmen zusammensuchen. Dort geht es dann um Entspannung, auch um den Frieden in mir (nicht irgendeine Friede), sondern den inneren Frieden und ein wenig Abenteuer und Entdeckungslust. Ich denke nämlich immer, ich kenne nun den Bodensee in und auswendig. Ich glaube aber doch nicht.

Vielleicht muss ich ihn deshalb so oft auf zwei Rädern (etwas entspannter mit Motorrad) umrunden. Aber jetzt bleiben wir bei dem Bodensee-Künstler, der es allemal wert ist, seine Kunstwerke zu betrachten und ihn anzuhören.

Der Ernst der Sache

Peter Lenks Werke gehen bis tief in die Geschichte. Vorab ein Wort zu Markus Gärtner, der mit dieser Fortsetzung ins Schwarze getroffen hat. Eine Zeitlang war Markus sozusagen mein Arbeitskollege als ich einen freiberuflichen Auftrag (Organisation-/Management/Beschwerdeführung) erfüllt habe. Mit dabei waren Dr. Michael Grandt und ein Ökonom. Genau genommen ein Treffen von Verschwörern, die sich Gedanken über ihre Verschwörungstheorien machten, oder so. Wir waren in der Zeit jeden Mittag zusammen beim Mittagessen und unterhielten uns vorwiegend über Politik und die schwachsinnigen Entwicklungen, die jetzt wahrscheinlich immer noch nicht ihren Höherpunkt erreicht haben. Es waren unvergessliche Stunden. Markus ist inzwischen ein guter Freund geworden und ich schätze an ihm, dass er immer sachlich bleibt und nie verletzend wird.

Nun zurück zu Inhalten aus dem Video-Clip. Lenk würdigt zum Beispiel den von der RAF ermordeten damaligen Deutsche Bank Chef Alfred Herrhausen. Kurz erwähnt, sei hier sein Nachfolger Hilmar Kopper (der Peanuts-Mann). Offene Handwerkerrechnungen aus der Bankenpleite in Höhe von 50 Millionen Mark (25 Mi €) waren für Kopper (was aufstößt-der Name ist Programm) damals Peanuts. Nur ein Prozent davon und ich wäre für den Rest des Lebens peanutsmäßig glücklich (zumindest finanziell); ja weniger täte es auch, da es bekanntlich oft mehr ist.

Als ich selbst noch kurze Zeit beim Personen- und Objektschutz in Stuttgart war, hörte ich erstmals von diesem mächtigen Mann namens Herrhausen. Ehrlich gesagt, ich kapierte damals die Zusammenhänge die mir ältere Kollegen erklärten nicht so richtig. Kollegen deshalb, weil es damals keine uniformierten Frauen (Kolleginnen) gab. Wir waren also in dieser Zeit ein verwahrloster, sittenloser und triebhafter Männerhaufen. Letzteres hält sogar weit bis ins hohe Alter an, heißt es. Anfangs habe ich ja nicht kapiert warum sich die älteren weißen Männer (jüngere wohl auch) unter uns vor allem an den Küchenfrauen in unserer Gemeinschaftsunterkunft mit Gemeinschaftsduschen zu schaffen machten. Die netten Kollegen helfen denen beim Kochen, wurde mir gesagt, weil wir alle zu viel fressen würden. Ja, ohne Mampf kein Kampf. Da in der Großküche immer so einen Hitze war, wurden ein paar Vorbereitungen verlegt. Da konnte man sich auch mal entspannter kleiden, hieß es, oder so. Ich gehörte zu den Grünschnäbeln/schnabelen, die vom Kochen nichts verstanden haben und das bis heute noch nicht. Wie blöd, denn sonst wäre man ja Fernsehstar geworden. Wenn die Fernsehkochtruppe beim Einkaufen ist, müssen saudumme Quizshows mit dem nervigen saudummen Ratehaufen und den ausgehalfterten Fragestellern herhalten. Wo bleibt da der Lockdown? So eine große Bedeutung hat das Kochen gewonnen. Und da man wie gesagt nicht immer kochen kann, eben diese Quiz-Lückenfüller.

Gut, langsam verstehe ich die Welt und ihre Philosophen*innen, hoffe ich zumindest.

Zurück zu den Polizeifrauen. Logisch, weil es keine uniformierten Frauen gab, die man vielleicht uninformiert, äh ununiformiert, so ist es richtig, in den Gemeinschaftsduschen antreffen hätte können, musste man eben beim Kochen helfen. Obwohl, waren es nur die Küchen, wo man Geselligkeit und Arbeitseifer auslebte? Die Erinnerung fällt mir etwas schwer, vor allem in Details.

Dann hatten wir auch noch Drei-Mann-Vier- oder Fünf-Mann- Zimmer. Wie sich das schon anhörte Mann-Zimmer. Und bei den Frauen hätte es dann Frauen-Zimmer geheißen? Heute wären die Zimmer nur noch mit Plexiglastrennwänden möglich. Wegen der Tröpfcheninfektion. Wissenschaftler (m/w/d) haben ja herausgefunden, dass Männer nachts, ja wie soll ich das ausdrücken? Jetzt ja, sie sollten auf die Toilette, können aber nicht weil sie ihren üblichen Tageszustand innehaben. Geistig abwesend, hirnlos, schlafend oder immer sprühend vor Energie. Trotzdem können sich Tröpfchen bilden, behaupten Experten von denen es ja mittlerweile so viele gibt (m/w/d) natürlich. Eine Experten-Mutationen mit teilweise gefährlichem Ausmaß. Zum Glück haben wir bei uns einen Experten der alles weiß, ein Experte für alles sozusagen. Er ist sogar mit seinem richtigen Namen -Karl der Experten-Lauterbach- in den Singlebörsen zu finden, glaube ich. Doch die Frauen haben Angst vor ihm. Bestimmt weil er eine Tröpfcheninfektion herbeiführen will. Was macht man sonst als Single (männlich) wohlgemerkt?

Aber lassen wir das, werden wir wieder nochmals kurz dienstlich.

Wir streiften damals regelmäßig um die Villa des Daimler-Bosses Breitschwerdt. Es wurde gemunkelt, dass Herrhausen maßgebend war, dass der "unglückliche" Manager seinen Posten räumen musste. Keine Ahnung, wie das alles wirklich war. Man war ja auch einmal jung und in den 20er Jahren und hatte andere Interessen als das Leben und Wirken von den großen Bossen*Innen wissen zu wollen. Es reichte sie zu beschützen. Sei´s drum, was folgte war auch nicht besser. Es waren sowieso arme Schweine, wenn man als Konzernchef nur um 8 Mio. im Jahr verdient, obwohl man durch seine Verdienst mehr verdient hätte. Schließlich quetscht man ja alles aus dem Unternehmen heraus. Wie soll man damit über die Runden kommen? 8 Mio. bei VW ist das besser, habe ich gehört. Dort hatte man sogar in Brasilien eine Entspannungsoase gehabt. Was natürlich betriebsbedingt gestrichen wurde. Man spart ja überall an den falschen Stellen. Nicht, dass man noch wegen der oder den Strapazen des Jobs einen Burn Out bekommt. Dann die blöden Medien schreiben da Zeugs mit Amüsierdamen für die gestressten Mitarbeiter. Sogar von Sex war die Rede. Und Gewerkschafter waren auch dabei. Nein, die haben selbst dort hart für´s Unternehmen miteinander gerungen. Okay, lassen wir das. In diese Strapazen kann sich eh keiner hineindenken. Nun bin ich wieder abgeschweift. Bitte um Entschuldigung.

Hört selbst was Peter Lenk dazu meint. Nicht zum Kochen und der ehemals männlichen Schutztruppe, nein zu den Größen des Weltgeschehens.

Spannend ist auch, wie er sein Verhältnis zu Behörden darstellt.

Ich versuche es einmal mit meinen Worten zu erklären. Die sturen Bürokraten*Innen müssen hin und wieder mit List und Tücke ausgetrickst werden.

Manche müssen sich über die Kunstwerke empören, innerlich sind sie aber absolut gleicher Meinung, was sie aber äußerlich nicht zeigen dürfen, nein nicht einmal im Ansatz; geschwollen ausgedrückt rudimentär. Das könnte der Karriere schaden, wenn man am Ende auch noch das was man wirklich denkt von sich gibt oder ausscheidet.

Wir kennen das aus unserer Gesellschaft. Obwohl? Ein Großteil muss das glauben was ihnen aufgetischt wird. Obwohl, nein, jetzt fällt es mir wieder ein, Empörung wenn es um die Karriere geht. Grundvoraussetzung für die Politik. Jetzt passt es wieder.

Aus dem Inhalt des Videos. Inhalt! Schon wieder so ein politisches Stichwort das mir durch den Kopf schießt. Denn allen unseren Politiker*Innen geht es nur um Inhalte. Sie betonen es oft genug, dass sich ihre Person immer hinten anstellen muss, denn sie müssen sich um inhaltslose Inhalte kümmern. Und es scheint genügend zu geben die das glauben. Deshalb, weiter an den Inhalten bleiben. Das nur so am Rande.

Ich weiß nicht mehr ob ich es zusammenbringe, aber zumindest grob. Im Video ist es dann originalgetreu vom Künstler zu hören.

Es ging um ein Skulpturengebilde, das vor einem Rathaus positioniert werden sollte. Das Kunstwerk hätte wohl klein oder kleiner ausfallen müssen. Nun war von 7 Metern die Rede. Die uneigennützigen Stadträte*Innen ließen erkennen, dass das so nicht gehen würde. Viel zu groß. Der Künstler musste seinen Eid vor den Stadtvertreter (das Innen spare ich mir jetzt) ablegen. Auf gar keinen Fall 7 Meter. Peter Lenk hat vor Gott geschworen, dass sein Kunstwerk keine sieben Meter sei. Wie muss diese Erleichterung im Gremium ausgefallen sein? Erleichterung, Zustimmung und Begeisterung? Wer bei Spießern vor Gott schwört, der kann sich nicht erlauben, dass sein Skulpturenwerk 7 Meter ist. Wie wahr. Noch einmal, es sind keine 7 Meter. Oh Gott, bestätigte Erleichterung. Nein, es keine 7 Meter, sondern 20 Meter. Peter Lenk original oder originell.

Der deutsche Ehrenmann (zu guter Letzt)

Ein guter Schluss ziert alles.

Den will ich nicht vergessen, also den Ehrenmann. Peter Lenk hat ihn auch nicht vergessen. Gemeint ist Wolfgang Schäuble, der ehrenhafte Bundestagspräsident. Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, will er nochmals für den Bundesstag kandidieren. Er ist ja auch erst knapp 80. Seit 1972 sitzt er als aufopfernder ehrenhafter Politiker im Bundestag. Umgeben von Leuten, die ihm sogar die Kanzlerschaft verwehrt haben. Eine bodenlose Sauerei. Wenn ich richtig gerechnet habe, kam er mit 30 Jahren in den Bundestag und feiert bald Goldene Hochzeit mit dem hohen Haus. Nach außen hin jedenfalls, eine Bilderbuch-Ehe. Wenn ich Peter Lenk richtig verstanden habe ist der vorbildliche Ehemann ein Krimineller, ja. Und dieser war mit seinen kriminellen Machenschaft, also Umgang mit Schwarzgeld und Steuern hinterziehen, Finanzminister. Wahrscheinlich wurde er zur Strafe Finanzminister, dass er sich selbst schädigt. Zum Glück gibt es diese Kanzlerin, sie hat es drauf. Sie hat sofort alle Talente um sich herum erkannt. Vor allem, das sei noch abschließend gesagt, diese Kanzlerin und ihr Talentschuppen kann man unbedingt immer beim Wort nehmen. Schaden, wenn sie bald geht. Wir werden sie vermissen, behaupten zumindest ihre Talente. Bleiben wir kurz bei den Talenten. Wenn jetzt zum Beispiel ein Bankkaufmann-Talent sagt, dass er das was er gemacht hat nie wieder machen würde, dann kann man auf sein Wort zählen. Wenn das jemand falsch versteht, liegt es eindeutig an der Dummheit des Volkes, ja so muss es sein. Schließlich wird der Bankkaufmann auch medizinisch betreut, sogar von einem Tierarzt. Was will man mehr erwarten? Der schläfrige Tierarzt-Einflüsterer (Im Auftrag der Herrin) meint es nur gut mit ihren Talenten, die ja noch weiter gefördert werden müssen.

Oder zuletzt noch, wenn eines der größten Talenten überhaupt (weltweit). Ein Mann des Wortes, der wenn er sagt, dass Bayern sein Platz ist und die große Schwester das auch so sieht, dann kann man auf sein Wort zählen. Dann ist Bayern sein Platz, Basta. Was kann er dafür, dass Bayern plötzlich zu ganz Deutschland umfunktioniert wurde. Wenn er einfach so gut ist und das darum so geschehen ist. Nein und er kann es nicht verantworten, dass dieses bayerische Deutschland, sein Deutschland als, auch noch von einem schlappen Rheinländer regiert wird, der gerademal als Karnevalsprinz taugt. Das Talent für die Witzischkeit. Und wenn der Karnevals-Jecke das nicht kapiert ist er schuld, wenn wir plötzlich von einer Kobold-Frau regiert werden. Kobolde sind ja auch irgendwie witzig und necken gern. Aber Schaden wollen sie nicht anrichten, heißt es in der Mythologie. Und da wäre ich mir nicht ganz so sicher. Wir befinden uns zwar inzwischen in der Mythologie, aber das mit dem Schaden. Ah, ja die Frau wäre ja gar nicht schuld, den den Schaden hat ja dann die Frau vor ihr angerichtet. Jetzt weiß ich auch warum die verlogenen Männer so viele Frauen in der Verantwortung haben wollen, sie sind schadenfroh.

Ist doch wahr. Und noch etwas zum Verständnis: Man macht doch auch einen Ehrenmann, äh Bankräuber nicht zum Vorstandsvorsitzenden eines Bankkonzerns. Deshalb, alle Vorwürfe, die irgendwo aufkommen mögen, völlig haltlos, denn es geht nur um Inhalte.

Genug gelabert.

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