Achtung!!!! Jeder der ein Problem damit hat etwas über Selbstmord Gedanken zu lesen oder über das selbstverletzten bzw. die Gedanken daran, sollte hier wieder schließen! Danke!

Du bist noch da? Oh schön. Dieser Text entstand am 16.02 während des Unterrichts. Also in der Schule. Es ist alles sehr chaotisch. Ich habe es versucht durch Absätze zu trennen und etwas zu ordnen.

Was kommt nach dem Leben? Der Tod, logisch. Aber was ist der Tod? Ist das nichts mehr? Leben wir weiter, in einer Welt die wir noch nicht kennen? Kommen wir noch mal auf die Welt, ohne von unserem vorigen Leben zu wissen? Aber eigentlich ist mir egal was danach kommt, denn egal was danach kommt, es ist besser als dieses Leben.

Was macht man wenn man am Ende ist? Was macht man wenn alles in einem nach dem Tod schreit? Wenn man rausgeht und aufpassen muss das man nicht vor die U-Bahn „stolpert“? Was wenn man nicht mehr will? Was wenn ich zu schwach zum Aufstehen bin? Was wenn ich keine Kraft mehr zum Kämpfen habe? Dann bin ich alleine. Denn keiner wird mich unten auffangen, wenn ich runter stürze. Alle würden es überleben, außer mir. Keiner würde mich wirklich vermissen, klar fehlt da jemand aber vermissen ist das nicht. Keinem würde ich wirklich fehlen. Ich bin ja auch nur eine Last für alle. Bin doch sowieso ersetzbar. Mich ersetzt man eben mit j. oder k. oder m. Ich bin innerhalb 2 Tagen ersetzt. Nun ja ich bin eben jeden egal. Sie sagen zwar ich bin ihnen wichtig, bin ich aber nicht. Wenn ich gehe fliesen wahrscheinlich 2 Tränen und dann war‘s das. Nach 2 Wochen bin ich vergessen. Nach 2 Wochen denkt keiner mehr an mich. Dann bin ich vergessen. Keiner würde meine Stimme vermissen. Keiner würde meine Briefe vermissen. Keiner würde meine Nähe vermissen. Mich würde keiner vermissen. Ich kann gehen, ist eh jedem egal. Wenn ich nicht mehr bin ist auch egal. Es würde meinen Eltern nur extrem viel Geld kosten.

Ich rücke den Tod mit jedem Atemzug näher. Ich spüre wie man mir das Leben aus den Knochen saugt. Ich spüre es. Ich spüre wie ich Tag zu Tag schwächer werde. Jeder Rückfall bringt mich Tiefer. Vielleicht sollte ich einfach liegen bleiben, nicht mehr versuchen aufzustehen oder zu kämpfen.

Bitte nimm mich nicht in den Arm, ich will nicht weinen. Will dir meine Schwäche nicht zeigen. Ich bin doch immer die Starke. Ich darf nicht schwach sein. Muss stark sein und darf nicht weinen. Ich muss diese Worte ignorieren, darf nicht in Tränen ausbrechen. Darf nicht so viel reden. Denn wenn, ich rede, könnte ich Fehler machen. Ich könnte in Tränen ausbrechen. Also halte ich die Klappe.

Werde genauso wie mich alle wollen. Werde zudem werden wie mich alle wollen. Werde Perfekt, auch wenn ich das nicht kann. Ich muss perfekt werden. Sonst werde ich nicht akzeptiert. Werde nur fertig gemacht. Ich halte diese Sprüche nicht mehr aus. Möchte aus der Klasse. Einfach raus und zusammenbrechen. Alleine sein und zusammenbrechen. Weinen, schreien, zittern und zusammenbrechen. Ich kann nicht mehr stark sein. Mir fehlt die Kraft dazu. Ich bin nicht so stark wie alle glauben. Ich stehe kurz vor dem Zusammenbruch.

Ich werde doch sowieso nur überhört. Ich könnte jetzt einfach so sagen „ Ich möchte nicht mehr Leben.“ Keiner würde es hören, keinen würde es interessieren. Keiner würde was machen. Keiner würde fragen. Ich bin egal.

„Ich bin das nichts. Niemand hört mich, weil ich das nichts bin. Niemand sieht mich, weil ich das nichts bin.“

Ich kann nicht mehr. Ich bin kaputt. Einfach tot. Fühlt sich an als würde man mir das Herz zerreißen und dann rausreisen. Fühlt sich an als würde man mir meine Seele aus dem Leib saugen. Ich fühle mich nirgends geborgen. Bin nirgends zuhause. (Außer in seinen Armen.) Bin nur auf reisen. Zuhause wäre ich im Himmel, aber da kann ich nicht hin. Kann IHN nicht alleine lassen. Das kann ich nicht. Obwohl… scheiße… Ich bin echt tief. Ich bin echt fertig wenn ich daran denke IHN alleine zu lassen. Tja so wie es aussieht stehe ich wirklich kurz vor dem Ende. Mein Leben spielt mir jetzt noch 1-2 Streiche, in denen es mir gut geht und dann stehe ich am Ende. Dann gehe ich.

Ich bin wirklich fertig. Alles ist durcheinander Mein Kopf ist voll, voller Gedanken, voller Worte die nicht ausgesprochen werden.

Bitte fass mich nicht an. Ich habe Angst das ich zerbreche. Ich habe Angst das ich zusammenbreche sobald du mich in den Arm nimmst. Nimm deine Hand von meiner Schulter, bitte. Angst vor Berührung. Angst zu weinen bevor du mich in den Arm nimmst. Ich möchte nicht das jemand sieht wie schwach ich bin. Keiner darf es sehen. Ich muss das Lächeln auf den Lippen behalten. Sie müssen glauben ich bin stark. Ich darf nicht weinen. Meine Klasse würde mich für verrückt halten. Sie würden mich auslachen. Sie würden es nicht verstehen. Ich kann nicht schon wieder Nachhause gehen. Muss strak sein. Ich würde so gerne in den Arm genommen werden. Aber es geht nicht, weil ich dann schwach werden würde. Muss die Maske aufbehalten. Würde gern in irgendwelche Arme fallen und weinen. Aber dann würde man wissen wie schwach ich bin. Darf keinem zeigen was in mir vorgeht. Keiner darf wissen was ich denke und fühle. Keiner darf meine Tränen sehen.

Ich bin in der Pause am Tisch gelegen und habe geweint. Keiner hat es gesehen. Keiner gemerkt. Ist auch gut so. Hätte jemand gefragt hätte ich nicht aufgesehen und hätte gesagt „Alles ok, bin nur müde.“ Und hätte weiter gelächelt. Ich möchte nicht das jemand sieht wie kaputt ich bin. Was passiert wenn jemand sieht wie schwach ich bin? Was ist wenn man merkt wie zerbrochen ich bin? Was ist wenn man merken würde das ich falle und mich fangen würde? Keiner darf sehen das etwas nicht stimmt. Keiner darf es sehen. Ich kann keinem zeigen wie zerbrochen ich bin. Ich kann keinem zeigen wie kurz ich vor dem Ende stehe. Muss einfach weiter die Klappe halten. Kann nichts sagen. Was soll ich denn sagen? „Hey, ich kann nicht mehr.“ Mehr würde ich nämlich nicht raus bringen. Ich brauche arme in denen ich mich fallen lassen kann, in denen ich weinen kann. Bei jemand der mich versteht. Aber irgendwie gibt es diesen Menschen nicht in greifbarer Nähe. Ich weiß nicht weiter. Mein Kopf dreht sich, die Gedanken drehen sich immer wieder im Kreis. Kann keinen klaren Gedanken fassen. Es ist kompliziert. Mein Kopf dreht durch. Mein Herz zerreißt. Ich fühle mich Tod. Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll. Wie soll ich Kämpfen ohne Kraft?

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Joachim Eberhard

Joachim Eberhard bewertete diesen Eintrag 17.02.2016 20:41:52

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