31 Tage Glück – Die Geschichte von den Glücksbohnen

Heute Morgen wunderte ich mich, dass die elektrische Zahnbürste nach wenigen Sekunden aus war, ich hatte sie doch gestern Abend angesteckt? Was in der Steckdose steckte, war das Kabel vom Fön….

Kennen Sie diese kleinen „Fehlleistungen“ des Alltags auch?

Meine Freundin hatte im Sommer Zugfahrkarten besorgt, für sich, ihre Tochter und das Auto…leider nicht für denselben Tag….mir ging es mit Flugtickets und dem Quartier ähnlich… Alles keine Katastrophen, die man nicht mit ein paar Mails oder Anrufen rechtzeitig korrigieren könnte. Doch gleichzeitig auch Anzeichen, dass wir nicht wirklich „bei der Sache“ waren, dass wir vielleicht mehrere Dinge gleichzeitig gemacht haben oder schon am unteren Energielevel fahren.

Und die Zeit, die wir für die Korrektur dieser Fehlleistungen benötigen, fehlt uns bei anderen Dingen, weshalb es wichtig ist, diese Anzeichen ernst zu nehmen.

Ernst nehmen bedeutet nicht, sich darüber ärgern, sondern sich von der „Meta-Ebene“, also quasi „von oben“ selbst zusehen und zu fragen: wie geht es mir gerade? Was beschäftigt mich über das normale Maß hinaus? Wieviel Zeit nehme ich mir gerade um aufzutanken? Worauf freue ich mich als nächstes?

Wenn Sie feststellen, dass Sie sich für soziale Kontakte oder etwas, das Ihnen Freude macht, schon lange keine Zeit mehr genommen haben, dass Ihnen nichts einfällt, worauf Sie sich freuen können, dann sollten Sie schleunigst einen Gang zurückschalten.

Überlegen Sie, was wirklich unbedingt sein muss und was Sie delegieren oder zu einem anderen Zeitpunkt tun können oder vielleicht auch gar nicht erledigen müssen. (Viel „ich muss noch“ ist selbst auferlegt und es stört niemanden, wenn es nicht passiert).

Lassen Sie Ihren Tag heute Revue passieren und sammeln Sie die kleinen Glücksmomente des Tages. Meine Freundin Lore Wehner (www.lorewehner.at) hat mir heute die Geschichte von den Glücksbohnen geschickt, die ich gerne mit Ihnen teilen möchte:

Es war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche. Immer, wenn er während des Tages etwas Schönes erlebt hatte, wenn ihm etwas Freude bereitet oder er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte.

Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit einem Nachbarn – immer wanderte eine Bohne von der linken in die rechte Tasche.

Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche. Und bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein – auch wenn er nur eine Bohne in seiner rechten Hosentasche hatte.

Probieren Sie das eine Woche lang selbst aus, egal, ob mit Bohnen, Reiskörnern, Perlen oder Cent-Münzen.

Ich wünsche Ihnen am Ende des Tages viele Glücksbohnen, die von einer Seite auf die andere gewandert sind!

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Leopold Scharf

Leopold Scharf bewertete diesen Eintrag 23.12.2015 08:32:53

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