Man muss dem Körper etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen!

In meiner Arbeit mit Paaren in einer Trennungssituation ist "wohnen" immer ein wichtiges Thema. Der eine Partner braucht eine neue Wohnung und der andere Partner möchte auch nicht länger die Nächte in den gemeinsamen Schlafzimmermöbeln verbringen oder am ehemals gemeinsamen Sofa alleine kuscheln.

Hier verweise ich immer alle Menschen an meine liebe Freundin und Wohnexpertin DI Sigrid Steinwender, die mittlerweile Seminare zum behaglichen und Kraft schöpfenden Wohnen anbietet.

Und weil gerade wieder die Zeit des Cocooning anbricht, hier ein paar Gedanken von ihr:

Unsere Achtsamkeit für unseren persönlichen Raum endet manchmal bereits an der Körperoberfläche.

Es sind jedoch gleich mehrere "Häute", die uns umschließen und schützen. Und diesen sollten wir uns mit Achtsamkeit und auch Dankbarkeit zuwenden:

Die erste Haut des Menschen ist die Körperoberfläche:

Innerhalb dieser Haut erfüllen alle Organe ihre Funktion, um uns am Leben zu halten. Alle menschlichen Organe haben ihre ureigenen Aufgaben und sind nicht gegeneinander austauschbar. Dies ist eine Selbstverständlichkeit für uns, solange wir gesund sind und alles so funktioniert, wie es sein soll.

Die zweite Haut des Menschen ist die Kleidung:

Neben dem Schutz vor Klimaeinwirkungen und Nacktsein ist die zweite Haut ein starkes Kommunikationsmedium. Kleider machen bekanntlich Leute.

Über die Art, wie wir uns kleiden, zeigen wir der Welt ein bestimmtes Bild von uns. Lebenseinstellung, Herkunft und oft auch Berufsbild, wie der soziale Status, werden auf den ersten Blick anhand der Kleidung mitgeteilt und erkannt.

Jedes Kleidungsstück erfüllt seine eigene Funktion und ist – wie die Organe des Körpers – nicht gegeneinander austauschbar. Hättest du deine Hose am Kopf, würdest du zweifellos Aufmerksamkeit erregen.

Die Kleidung als zweite Haut wirkt auch als ein Spiegel des persönlichen inneren Raumes und reflektiert unsere seelische Befindlichkeit.

Beobachte an dir selbst, in welcher Stimmung du zu welchem Kleidungsstück greifst:

Hochgeschlossene, dunkle Kleidung vermittelt Distanz und Rückzug.

Luftige und bunte Kleidung spiegelt in höherem Maß Leichtigkeit und Lebensfreude wieder.

Der Wohnraum schließlich ist die dritte Haut von uns Menschen:

Die Art der Einrichtung, die Symbole, Bilder, Farben und Formen in unseren Wohnungen sprechen Bände. Die Wohnung ist ein starker Spiegel unserer Seele. So wie es im Inneren von uns aussieht, so zeigt sich dies im Außen, in der Art der Gestaltung der Wohnung als unseren Lebensraum.

Dieses Abbild baut sich über einen meist längeren Zeitraum auf. Durch das meist träge Maß an Veränderung und die hohe Konstante in der Gestaltung lässt dieser Spiegel jedoch sehr tief unter die Oberfläche blicken. Hat man sich einmal passend eingerichtet, erfolgen neuerliche Veränderungen meist nicht so rasch.

Persönliche Lebensthemen, partnerschaftliche oder familiäre Herausforderungen, gesundheitliche Hürden spiegeln sich auf der Wohnebene im Außen wieder. Wie ein roter Faden ziehen sich manche Themen durch die gesamte Wohnung: Beginnend bei der Anordnung der Räume und Möbel bis hin zur Dekoration eines Couchtisches.

Wie Innen, so Außen.

Nimmt man ein persönliches Thema zum Wachstum oder zur Veränderung im eigenen Leben wahr, kann dieses im Innen auf seelischer oder emotionaler Ebene gelöst werden.

Erkennt man dasselbe Thema auch auf Ebene unseres Wohnumfeldes im Außen, kann dieses Thema auch unterstützend durch Veränderung im Außen in Balance gebracht werden:

Änderung der Möbelpositionierung, frische Farben, neue Formen und mitunter auch Loslassen von blockierenden Gegenständen bilden nachhaltig wirksame Wege zu Heilung und persönlichem Wachstum und Weiterschreiten.

DER STELLENWERT DER WOHNUNG HEUTE

In der heutigen Zeit gelangt die Wichtigkeit von energetisch hochwertig gestalteten Räumen zum Wohnen und Arbeiten immer mehr in den Mittelpunkt der Betrachtung.

Die meisten Menschen in unserem Kulturkreis verbringen den größten Teil ihres Lebens in geschlossenen Räumen: in der Wohnung, im Büro, im Auto u.v.m.

Gelegenheiten zum Energietanken in der Natur finden wir im Alltagsleben kaum, sondern dies beschränkt sich zumeist auf Ausflügen am Wochenende oder im Urlaub.

Der fehlende Kontakt zur belebten Natur und zu kraftvollen Orten kann bis zu einem Gefühl der Leblosigkeit, der inneren Leere, zum Ausgebranntsein und ständiger Energielosigkeit führen. Aber auch Räume, die energetisch achtlos gestaltet sind, können uns auf Dauer krank und unglücklich machen.

Darüber hinaus können Energiefelder des Standortes, die aufgrund fehlenden Bewusstseins über die energetischen Gegebenheiten „falsch“ genutzt werden, Unwohlbefinden, Blockaden oder gar Krankheit bei uns Menschen auslösen.

So kann sich beispielsweise ein Schlafplatz auf einer Wasserader oder einer anderen stark anregenden oder energieabziehenden Zone nachteilig auf die Gesundheit auswirken. Hierbei sei aber angemerkt, dass ein natürliches Energiefeld allein nicht krank macht. Ist der Mensch aufgrund seiner persönlichen Lebensführung geschwächt oder sehr unter Anspannung, kann eine Wasserader oder ähnliches jedoch hinsichtlich des Ausbruches einer Krankheit derjenige Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringen kann.

Im Gegensatz dazu können Räume auch heilen: wird ein Raum in seinen unterschiedlichen energetischen Standortqualitäten erkannt und entsprechend gestaltet und genutzt, bildet sich eine stärkende Symbiose zwischen Mensch und Raum.

Durch eine bewusste Hinwendung an den eigenen Lebensraum und durch eine liebevolle und achtsame Gestaltung kann jeder Raum zu einem persönlichen Ort der Kraft werden.

Dazu gehört das Kennen des energetischen Feldes, in dem wir leben. Ist man sich all der Energiequalitäten bewusst, die unsere Wohn – und auch Arbeitsräume prägen, können die Tätigkeiten, die wir in diesen Räumen ausüben, bestmöglich auf das Energiefeld des Raumes abgestimmt werden.

Ein gesunder und ausgewogener Raum heilt den Menschen.

Wie gut nimmst DU deine 4 Wände wahr?

Gibt es Plätze in deiner Wohnung, die dich stärken oder gar schwächen? Vielleicht solche, wo du dich nicht gerne aufhältst?

Kennst du das Herz deiner Wohnung?

Weißt du, was dein Vorraum mit Halsweh zu tun hat?

Stärken dich die vier Elemente?

Wo ist DEIN ganz persönlicher Kraftplatz?

Ist er optimal gestaltet?

Gibt es "energetischen Ballast" in deiner Wohnung - vielleicht durch Konflikte, Streitgespräche mit dem Partner oder Kindern, vielleicht weil du Ärger aus der Arbeit nach Hause mitnimmst?

Kennst du deine „stillen Mitbewohner“?

Hast du genug Freiraum im Raum?

Weißt du, was ein Zuviel an Gegenständen bewirkt?

Wann hast du das letzte Mal dein Bücherregal, deine Glasvitrine, den Inhalt deiner Küchenschränke BEWUSST wahrgenommen? Oder stehen da noch die Vasen der ungeliebten Mitzi-Tante oder Mitbringsel aus dem Urlaub mit dem Exfreund, der schon seit Jahren Geschichte ist?

Wie kannst du deine Räume energetisch reinigen und schützen?

Möge dein Home-sweet-home wirklich ein Zu-Hause sein, ein Rückzugsort zum Auftanken und Kraft schöpfen, eine Wohlfühloase, die dir Geborgenheit vermittelt, wenn du durch deine Eingangstüre gehst!

In diesem Sinne: Wohn dich glücklich! Wohn dich frei!

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Petra vom Frankenwald

Petra vom Frankenwald bewertete diesen Eintrag 12.10.2016 20:59:07

Leopold Scharf

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